Preußenland 6 (2015) PDF

Mittelstadt in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren. Sie ist das Zentrum des Powiat Preußenland 6 (2015) PDF. Der Ort dehnt sich am Ostufer des Lyck-Sees aus. Bezeichnung für die Gelbe Mummel, eine Teichrose.


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"Preußenland" ist das Jahrbuch der Historischen Kommission für ost- und westpreußische Landesforschung und der Copernicus-Vereinigung für Geschichte und Landeskunde Westpreußens; Mitteilungen aus dem Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz.
Das Jahrbuch veröffentlicht geschichtswissenschaftliche und landeskundliche Beiträge zu Alt-Preußen von der Ur- und Frühgeschichte bis zur Gegenwart sowie Buchbesprechungen und versteht sich als Mitteilungsblatt insbesondere des Geheimen Staatsarchivs Preußischer Kulturbesitz.

Lyck liegt im westlichen Teil des prußischen Stammesgebietes Sudauen, das 1283 durch den Deutschen Orden erobert wurde. Der Ort wurde erstmals 1343 als Luk urkundlich erwähnt. Hier siedelten vor allem Fischer, die sich durch Fischfang aus See und Fluss ernährten. Nach dessen Tod wurde die Urkunde 1445 in Rastenburg bestätigt.

Mit dem Gymnasium verfügte die Stadt über eine höhere Lehranstalt. Deren Anfänge gingen auf eine 1588 von Markgraf Georg Friedrich von Ansbach für die Polen gestiftete Provinzial-Schule zurück, die 1599 zur Fürstenschule erhoben worden war. Das Corps Masovia feierte 1881 zum ersten Mal ein Stiftungsfest in Lyck. Die gleiche Resonanz fand 1896 das 66. Aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrags stimmte die Bevölkerung im Abstimmungsgebiet Allenstein, zu dem Lyck gehörte, am 11. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs besetzte im Frühjahr 1945 die Rote Armee die Region.

Bald darauf wurde Lyck zusammen mit dem südlichen Teil Ostpreußens unter polnische Verwaltung gestellt. Die deutsche Stadt Lyck erhielt den polnischen Ortsnamen Ełk. Die Stadt ist seit 1992 Sitz des Bistums Ełk der römisch-katholischen Kirche Polens. Eine erste Kirche in Lyck wurde 1550 gebaut, sie brannte 1651 ebenso wie ihr Nachfolgebau 1656 ab. Ein neues Kirchengebäude von 1688 wurde 1837 wegen Baufälligkeit abgetragen. Das Gotteshaus, das gut durch den Zweiten Weltkrieg kam, wurde 1959 gründlich renoviert.

Seit 1946 wurden hier katholische Gottesdienste gefeiert und das Gebäude der veränderten liturgischen Nutzung angepasst. Schon in den 1530er Jahren war an der Pfarrkirche lutherische Geistliche tätig. In der Anfangszeit wurde die Predigt in polnischer Sprache gehalten, nach 1815 wurde erst in deutscher, danach in masurischer Sprache gepredigt. Flucht und Vertreibung der einheimischen Bevölkerung brachten das Leben der evangelischen Gemeinde zu Erliegen. Bis 1945 war Lyck das Zentrum des gleichnamigen evangelischen Kirchenkreises in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Evangelischen Kirche der Altpreußischen Union. 1853 wurde in Lyck die erste katholische Kirche gebaut.