Prekäre koloniale Ordnung PDF

Um diese Seite anzuzeigen, benötigen Sie einen Browser, der Prekäre koloniale Ordnung PDF anzeigen kann. Dies ist ein als lesenswert ausgezeichneter Artikel. Dieser Artikel befasst sich mit dem Naturforscher. Seine mehrjährigen Forschungsreisen führten ihn nach Lateinamerika, in die USA sowie nach Zentralasien.


Författare: Ulrike Hamann.

Welche Krisen hat der Rassismus durch die Kämpfe Schwarzer Menschen im deutschen Kolonialreich erfahren? Während der langen 30 Jahre der Kolonialpolitik wurde Rassismus biopolitisch und gesellschaftsprägendes Paradigma.
Ulrike Hamann zeigt, welche spezifischen Artikulationen des Rassismus wann aktuell waren und wie diese sich mit der kolonialen und nationalen Politik verbanden. Ausgangspunkt der Analyse sind dabei erstmals nicht die »Rasse«-Theorien, sondern die Widerstände dagegen in einer postkolonialen Lesart. Durch die Schriften von Mary Church Terrell, W.E.B. Du Bois und Rudolf Duala Manga Bell werden die Artikulationen des deutschen Rassismus benannt – aber auch gesellschaftliche Gegenbilder entworfen.

In Deutschland erlangte er vor allem mit den Ansichten der Natur und dem Kosmos außerordentliche Popularität. Die Stellung des Vaters begründete ein spezifisches Verhältnis der Humboldt-Brüder zum preußischen Königshaus, zumal der Kronprinz, der nachmalige Friedrich Wilhelm II. Alexander erschien seinen Erziehern lange Zeit als eher wenig befähigter, lernunwilliger Kopf. Dennoch mutete man ihm zu, denselben in zeittypischer Weise großteils abstrakt aufbereiteten Lernstoff zu verarbeiten, den sein zwei Jahre älterer Bruder Wilhelm vergleichsweise mühelos erfasste. Diesen Interessen ging er zusätzlich zum Unterricht der Hauslehrer nach, sodass er sogar ein noch größeres Stoffpensum absolvierte als Wilhelm und sich so einen auf eigene Weise profilierten Horizont bildete. Auf die optimale Ausbildung der Söhne für bedeutende Posten im Staatsdienst war der ganze Erziehungsplan der nun zweifach verwitweten Frau von Humboldt ausgerichtet, die bei verhältnismäßig bescheidener eigener Lebensführung zu diesem Zweck bedeutende Mittel aufwandte.

Unter anderem deswegen und weil Humboldt bis zu seinem Lebensende Junggeselle blieb, wird in einem Teil der Forschungsliteratur die Ansicht vertreten, dass Alexander von Humboldt latent homosexuell gewesen sei. Alexander ging anschließend zurück nach Berlin, wo er sich von Carl Ludwig Willdenow in der Botanik ausbilden ließ. April 1789 immatrikulierte er sich, seinem Bruder folgend, an der Universität Göttingen, dem damaligen Zentrum aufklärerischer Wissenschaft in Deutschland, für Naturwissenschaften. Humboldt aber drängte es nun vor allem, die Bekanntschaft Georg Forsters zu machen, der als Naturforscher mit Weltumsegelungserfahrung wohl den von ihm selbst angestrebten Typus verkörperte.

Das für den Regelstudenten in drei Jahren zu absolvierende Pensum nahm er in acht Monaten auf. März 1792 erhielt er ein Assessor-Patent als Bergassessor und wurde wenig später mit der Untersuchung des gerade zu Preußen gekommenen fränkischen Bergbaus mit dem Lotharheiler Schiefer betraut. Konkretes Beispiel seiner Tätigkeit ist die Anlage des Friedrich-Wilhelm-Stollens. Auf der Basis seiner chemischen Analysen der Grubenwetter entwickelte er einen Vorläufer der Atemschutzmaske und eine verbesserte Grubenlampe für die Bergleute.

Bei der Erprobung dieser Grubenlampe im Selbstversuch fiel er wegen giftiger Grubengase in Ohnmacht, die Lampe aber half ihn zu retten. März 1795 den preußischen König um die Entlassung aus dem Dienst als Oberbergmeister bat, um seinen Jugendtraum von Forschungsreisen in die Welt zu verwirklichen, hatte er den Bergbau in der Region nahezu neu erfunden. In seiner Freiberger Zeit beschäftigte sich Humboldt auch mit der Mykologie. Des Weiteren untersuchte er experimentell den Einfluss verschiedener Bestandteile der Luft auf das Pflanzenwachstum, wobei er den Aspekt der wirtschaftlichen Nutzung für die Pflanzenproduktion im Auge hatte. Fortführung der Versuche von Galvani und Volta. In der zeitgenössischen Fachliteratur wurden seine physiologischen Schriften oft zitiert.