Politische und wirtschaftliche Transformation Osteuropas PDF

Dieser Artikel behandelt Transformation unter dem Blickwinkel der vergleichenden Politikwissenschaft. Die Transformationsforschung in der Politikwissenschaft beschäftigt sich mit den Veränderungsprozessen in Staaten und Gesellschaften, sowohl in Richtung der Demokratisierung wie in Richtung der Ent-Demokratisierung bzw. Nach Talcott Parsons Systemtheorie entwickeln sich traditionale Gesellschaften zu modernen Gesellschaften, indem sie ihre sozialen Teilsysteme politische und wirtschaftliche Transformation Osteuropas PDF: Ökonomie, politisches System, Gemeinschaft und Kultur.


Författare: Martin Benkenstein.
Auch nach mehr als zehn Jahren sind die durch die Öffnung Osteuropas verursachten Umbrüche und Strukturveränderungen nicht abgeschlossen und ein Ende des Prozesses nicht abzusehen. Eine ständige und konsequente Auseinandersetzung mit dem Thema Osteuropa ist daher erforderlich. In diesem Band zeigen renommierte Autoren aus Wissenschaft, Politik und Unternehmenspraxis beispielhaft die wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen in Osteuropa von 1989 bis heute. Darüber hinaus werden die Konsequenzen für die Bundesrepublik Deutschland – insbesondere für die neuen Bundesländer – untersucht.

Dabei werden evolutionäre Universalien ausgebildet, wie Bürokratie, Marktorganisation, Rechtssystem, demokratisches Assoziationsrecht, freie Wahlen. Nach Seymour Martin Lipsets Modernisierungstheorie ist die Entstehung der Demokratie an das Entstehen einer wohlhabenden Mittelschicht gebunden. Lipset konnte den Zusammenhang von Bruttoinlandsprodukt und Demokratisierungsgrad empirisch beweisen. Nach Tatu Vanhanens Machtdispersionstheorie hängt die Transformation eines autokratischen Systems von der Umverteilung von Ressourcen ab.

Je breiter die Streuung von Machtressourcen in einer Gesellschaft ist, desto höher ist ihr Demokratisierungsgrad, denn keine Gruppe wäre in der Lage, Konkurrenten zu verdrängen und Hegemonie aufrechtzuerhalten. Mit der Akteurstheorie wird an der Mikroebene des Systems angesetzt und die Handlungen, Kognition und Strategien entscheidender Akteure betrachtet. Dabei spielen Massenbeteiligung ebenso wie politische Institutionen oder internationale Einflüsse eine nachgeordnete Rolle, sie bilden den Handlungskorridor für die Akteure. Elite des alten Regimes und die Softliner-Opposition politische Pakte zur Institutionalisierung eingehen. Die Theorie der rationalen Entscheidung besagt, dass Transformation das Resultat rational handelnder Akteure ist. Diese unterliegen jedoch Fehlwahrnehmungen ihrer eigenen Machterhaltung bzw. Legitimitätskrise wegen wirtschaftlicher Ineffizienz Die Legitimation totalitärer Systeme ist häufig unmittelbar an die wirtschaftliche Lage gekoppelt.