Politische Raumtypen PDF

Ausgehend von der heuristischen Annahme einer Differenz urbaner Lebensformen, die von ruralen oder ländlichen politische Raumtypen PDF werden können, erforscht die Urbanistik ganz allgemein Orte von höchster Bevölkerungsdichte, urbaner Landnutzung und urbaner Vergesellschaftung. Typische Fragestellungen der Urbanistik betreffen die räumliche und soziale Organisation innerhalb von Städten und ihre Rolle als Fix- oder Knotenpunkte innerhalb der sich globalisierenden Informations- und Kapitalflüsse. Darüber hinaus greifen architekturtheoretische Programmatiken wie etwa der new urbanism den Term auf, um mit ihm eine Reihe stadtplanerischer Forderungen zu bündeln. Urbanitas bezeichnet in der antiken Rhetorik zunächst eine stilistische Qualität, nämlich den scharfsinnigen, eleganten und witzigen Ausdruck, der das Raffinement der griechisch-römischen Stadtkultur widerspiegelt.


Författare: Jutta Held.
Seit Jahren hat das Thema 'Raum' in den Sozial- und Kunstwissenschaften Konjunktur. Ein Problem jedoch haben die bisherigen Einzelfallstudien selten fokussiert: Zwar wird angenommen, dass sich spezifische soziale und politische Kontexte auf die Gestaltung und politische Wirkmacht individueller Raumschöpfungen auswirken – können aber nicht auch schon Grundformen des Raumes allein aus ihrer Struktur heraus Bedeutungsträger sein? Können sie politische Bedeutung erzeugen? Hat sich dieser Zusammenhang von historischen und räumlichen Strukturen in das kollektive Gedächtnis eingeschrieben? Können Grundformen des gebauten Raumes etwa Blicke lenken, Bewegung steuern oder verhindern, ins Zentrum rücken oder an die Peripherie verweisen, politische Bedeutung generieren? Und wie vermittelt sich dies?Diese Fragen erscheinen relevant, da Raum als essenzielle Bedingung wie auch als Ergebnis des Handelns Bedeutung trägt. Im vorliegenden Band werden sie kritisch diskutiert. Er versammelt die Beiträge eines Symposions der Guernica-Gesellschaft vom Juli 2008.

Dieser Hintergrundaspekt rückte, geschichtlich betrachtet, immer weiter in den Vordergrund. Dieser Aspekt wird mit der Bevölkerungsexplosion in den Städten seit der industriellen Revolution allerdings zentral. Das Leben in der Stadt als spezifische Lebensform wird bei Jean-Francois Lyotard als gescheitertes Projekt der Moderne avisiert: Postmodernes Denken sei nur mehr in den Randzonen der Städte möglich, weil die urbanistische Utopie, eine Kultur für das Volk zu erzeugen, gescheitert sei. Ort multipler, sich überlagernder Räume, Zeiten und Beziehungsgeflechte verstanden werden müsse, die Orte und Subjekte in globalisierte Netzwerke wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Wandels integrierten. Urbanistik kann an der Bauhaus-Universität Weimar im Bachelor und Master studiert werden.

Bereits seit 1999 wird hier der interdisziplinäre und internationale Master Europäische Urbanistik angeboten. An der Universität für angewandte Kunst Wien gibt es seit 2012 das Masterstudium Social Design Arts as Urban Innovation. An der Universität Duisburg-Essen gibt es zudem den interdisziplinären Studienschwerpunkt Urbane Systeme. Die Städte in den 90er Jahren. The Rise of the Creative Class. On the Plaza: The Politics of Public Space and Culture.

Rethinking Urban Parks: Public Space and Culture Diversity. Leben in Städten: Wie man den öffentlichen Raum untersucht. Die Stadt von der Neuzeit bis zum 19. Urbane Entwürfe in Europa und Nordamerika. Ash Amin, Stephen Graham: The ordinary city. Transactions of the Institute of British Geographers. Volume 22, Number 4, Dezember 1997, S.