Platon in Sizilien und das Problem der Philosophenherrschaft PDF

Dies ist ein als exzellent ausgezeichneter Artikel. Platon in Sizilien und das Problem der Philosophenherrschaft PDF Artikel behandelt die antike Herrschaftsform Tyrannis und ihre mittelalterliche und neuzeitliche Rezeption. Für den sonstigen Diskurs über Gewaltherrschaft siehe Despotie und Tyrannei. Statuen der Tyrannenmörder Harmodios und Aristogeiton.


Författare: Kurt Fritz.
Frontmatter — Vorwort — Inhaltsverzeichnis — KAPITEL I: Platon in Sizilien und der siebte platonische Brief — KAPITEL II: Dions syrakusanische Politik — KAPITEL III: Platonische politische Prinzipien und praktische Politik in den syrakusanischen Wirren bis zum Tode Dions — Index nominum — Index locorum

Herrschaftsform der griechischen Antike, die im 7. Zeit des Hellenismus in griechisch besiedelten Regionen des Mittelmeerraums verbreitet war. Die Grundlage dafür war keine herkömmliche Legitimation, sondern nur der faktische, auf Gewalt beruhende Machtbesitz, den in manchen Fällen eine Volksversammlung gebilligt hatte. Allerdings dominierte in Athen nach der Beseitigung der dortigen Tyrannis 510 v. Haltung, und in der Folgezeit erhielten die einschlägigen Begriffe stark negative Konnotationen.

Bei den Römern dominierte seit der gewaltsamen Beseitigung des römischen Königtums eine sehr negative Bewertung der Monarchie. Als der Einfluss der griechischen Kultur zunahm, verband sich in gebildeten Kreisen die traditionelle antimonarchische Gesinnung der römischen Republikaner mit der griechischen Tyranniskritik. Sie untersucht die Zusammenhänge zwischen der politischen Machtkonzentration und den sozialen und wirtschaftlichen Verhältnissen. Das Wort tyrannos ist die gräzisierte Form eines Ausdrucks, den die Griechen um die Mitte des 7. Lehnwort wohl aus einer kleinasiatischen Sprache übernahmen. Auf welchem Weg und durch welchen Umformungsprozess dies geschah, ist unklar und in der Forschung umstritten.

Das Bindeglied bei der Vermittlung des luwischen Begriffs ins Griechische bildete nach der dominierenden Lehrmeinung sein Gebrauch im Königreich Lydien in Westkleinasien, dessen Sprache wie das Luwische zu den anatolischen Sprachen gehört und dessen Kultur mit der griechischen verbunden war. Die ältesten Belege für das griechische Wort tyrannis finden sich in der Lyrik des 7. Anfangs war damit noch keine implizite Anrüchigkeit verbunden, doch im frühen 6. Jahrhundert kam auch schon eine stark abwertende Verwendung von tyrannos vor. Epoche, die bis um 500 v.

Jahrhundert rückte der philosophische, publizistische und umgangssprachliche Sprachgebrauch die moralische Bedeutung der Wörter Tyrann, Tyrannis und tyrannisch derart in den Vordergrund, dass sie über den staatsrechtlichen Sachverhalt, die Missachtung der herkömmlichen Staatsordnung, kaum noch etwas aussagten. Mitunter diente der Plural tyrannoi zur Brandmarkung einer Gruppe, die beschuldigt wurde, eine tyrannisartige Willkürherrschaft auszuüben. Ein etymologischer Zusammenhang mit tyrannos ist vermutet worden, doch gilt diese Annahme als sehr zweifelhaft. Das lateinische Substantiv tyrannus, die latinisierte Form des griechischen tyrannos, ist ab dem 2. Als die Römer den griechischen Ausdruck übernahmen, implizierte er bereits in der Regel eine negative Wertung. Im Lateinischen bezeichnet tyrannus meist den ungerechten, charakterlich üblen Inhaber widerrechtlich angemaßter Macht. Geschichte fällt, die Frühzeit, die bis um 500 v.