Pferde und Fürsten PDF

Stammwappen derer von Thurn und Taxis aus dem 16. Thurn und Taxis ist ein in den Hochadel aufgestiegenes Adelsgeschlecht, das in der Lombardei seit dem 12. Jahrhundert nachweisbar ist und seit pferde und Fürsten PDF 14.


Författare: Magdalena Bayreuther.

Spektakuläre Schulsprünge, prunkvolles Reitzubehör, festliche Karusselle: Die vorliegende Dissertation beschreibt erstmals detailliert höfische Reitkunst und Pferdehaltung im 17. und 18. Jahrhundert und fragt dabei nach der repräsentativen Funktion des Pferdes. Schriftliche Quellen wie Marstall- und Sattelkammerinventare, Deckhengstverzeichnisse, Personallisten und Korrespondenzen zwischen Fürsten, Stallmeistern und Bereitern werden dazu herangezogen und mit der Analyse von bildlichen Darstellungen und Skulpturen sowie der häufig noch erhaltenen Marställe und Reithäuser verbunden. Neben der Klassischen Reitkunst als repräsentativer Herrschaftspraxis und -symbolik werden auch die ökonomischen und sozialen Aspekte der Pferdehaltung am Hof berücksichtigt, etwa Sparmaßnahmen im Marstall und Erwerbszirkel fürstlicher Leibpferde. Im Mittelpunkt stehen vier fränkische Fürstenhöfe – Ansbach, Bamberg, Bayreuth und Würzburg -, die durch Vergleiche mit anderen Höfen im Heiligen Römischen Reich und mit Wien und Paris als europäischen Referenzhöfen in einen breiteren Kontext der höfischen Kultur gestellt werden. Auf dieser Grundlage können Praktiken im Umgang mit Pferden, Diskurse über diese Praktiken sowie deren gesellschaftliche Bewertung untersucht werden. Die Studie leistet damit nicht nur einen wichtigen Beitrag zur Erforschung adliger Lebensführung und damit zur Kunst- und Kulturgeschichte frühneuzeitlicher Höfe, sondern ist das erste Grundlagenwerk zu einem lange vernachlässigten Thema: der höfischen Pferdekultur der Vormoderne.

Jahrhundert einen Kurierdienst für die Republik Venedig, seit dem 15. Jahrhundert auch für die Päpste aufbaute. Aus den Erträgen ihrer unternehmerischen Tätigkeit sowie aus Abfindungen für den Verlust von Postrechten erwarb die Familie umfangreiche Ländereien, im 19. Jahrhundert auch Industrieunternehmen und Brauereien, und gilt bis heute als größter privater Grundbesitzer Deutschlands. Der Eintritt in den Dienst Maximilians I. Das lombardische Geschlecht erscheint urkundlich zuerst mit Reinerius de Tasso im Jahre 1117.

Name auch um 1200 in Almenno. Tasso ist das italienische Wort für Dachs, das Wappentier der Familie, eingedeutscht Dax, Daxen, woraus sich der Name Taxis entwickelte. Als die inzwischen nach Brüssel übersiedelten Taxis 1624 in den erblichen Grafenstand erhoben wurden, brauchten sie zur Legitimierung für den beabsichtigten weiteren Aufstieg in den Hochadel eine illustre Abstammung. Ab 1650 durften sich die Brüsseler Taxis mit Erlaubnis Kaiser Ferdinands III. Thurn, Valsassina und Taxis nennen, woraus Thurn und Taxis wurde, im Französischen de la Tour et Tassis, auf italienisch della Torre e Tasso. Auch der Innsbrucker und der Augsburger Zweig der Familie benannten sich um. Cornello organisierte um 1290, nach der Eroberung Bergamos durch die Mailänder Visconti, mit Hilfe von 32 seiner Verwandten ein Kuriersystem, die Compagnia dei Corrieri, die Mailand mit Venedig und Rom verband.

Nachdem der deutsche König und spätere Kaiser Maximilian I. 1490 von seinem Onkel Siegmund Tirol übernommen hatte, machte er Innsbruck zu seiner Hauptresidenz. Philipp 1504 König von Kastilien wurde, hatte Taxis zahlreiche neue Routen einzurichten, namentlich zwischen Brüssel und Spanien über Frankreich, mit einer Ersatzroute auf dem Seeweg über Genua. Der König übernahm die Zahlung für die Stafettenlinien, der Postmeister erhielt eine Jahrespauschale. Viele Mitglieder der Taxis-Familie befanden sich schon seit 1490 als Postmeister in Habsburger Diensten, so ab 1505 auch Gabriel als Begründer der Innsbrucker Linie.