Paulus – Prophet des Gottesreiches PDF

Die Freude paulus – Prophet des Gottesreiches PDF Evangeliums erfüllt das Herz und das gesamte Leben derer, die Jesus begegnen. Diejenigen, die sich von ihm retten lassen, sind befreit von der Sünde, von der Traurigkeit, von der inneren Leere und von der Vereinsamung.


Författare: Kristlieb Adloff.
In der vorliegenden Darstellung soll deutlich werden, wie Paulus – der Verfasser des 1. Thessalonicher-, 1./2. Korinther-, Galater-, Philipper-, Römer- und des Philemonbriefes – als Mann der Schrift sich selbst versteht: als jüdischer Prophet, dazu bestimmt, die Völker der Welt im Namen Jesu jetzt an der Seite des ersterwählten Volkes zu Lob des Gottes Israels zu versammeln. Es soll aber auch gezeigt werden, wie im Laufe der Geschichte innerhalb und außerhalb der Kirche die Stimme des biblischen Propheten Paulus Gehör fand, so z. B. bei Martin Luther, Gotthold Ephraim Lessing, Heinrich Heine, Paul de Lagarde, Friedrich Wilhelm Marquardt. Gefragt wird schließlich, inwieweit das Werk des Paulus einer nach der Shoa tief verunsicherten abendländischen Kirche, aber auch dem Geistesstreit der Gegenwart positive Impulse geben kann.

Die große Gefahr der Welt von heute mit ihrem vielfältigen und erdrückenden Konsumangebot ist eine individualistische Traurigkeit, die aus einem bequemen, begehrlichen Herzen hervorgeht, aus der krankhaften Suche nach oberflächlichen Vergnügungen, aus einer abgeschotteten Geisteshaltung. Ich lade jeden Christen ein, gleich an welchem Ort und in welcher Lage er sich befindet, noch heute seine persönliche Begegnung mit Jesus Christus zu erneuern oder zumindest den Entschluss zu fassen, sich von ihm finden zu lassen, ihn jeden Tag ohne Unterlass zu suchen. Es gibt keinen Grund, weshalb jemand meinen könnte, diese Einladung gelte nicht ihm, denn » niemand ist von der Freude ausgeschlossen, die der Herr uns bringt «. Die Bücher des Alten Testaments hatten die Freude des Heils angekündigt, die es dann in den messianischen Zeiten im Überfluss geben sollte. Der Prophet Jesaja wendet sich an den erwarteten Messias und begrüßt ihn voll Freude: » Du erregst lauten Jubel und schenkst große Freude. Und er ermuntert die Bewohner von Zion, ihn mit Gesängen zu empfangen: » Jauchzt und jubelt!

Sacharja sieht den Tag des Herrn und fordert dazu auf, den König hochleben zu lassen, der » demütig « kommt und » auf einem Esel reitet «: » Juble laut, Tochter Zion! Sieh, dein König kommt zu dir. Aber die am stärksten mitreißende Aufforderung ist wohl die des Propheten Zefanja, der uns Gott selbst wie einen leuchtenden Mittelpunkt des Festes und der Fröhlichkeit vor Augen führt, der seinem Volk diese heilbringende Freude vermittelt. Es ergreift mich, wenn ich diesen Text wieder lese: » Der Herr, dein Gott, ist in deiner Mitte, ein Held, der Rettung bringt.

Wie viel zärtliche Vaterliebe ist in diesen Worten zu spüren! Es gibt Christen, deren Lebensart wie eine Fastenzeit ohne Ostern erscheint. Doch ich gebe zu, dass man die Freude nicht in allen Lebensabschnitten und -umständen, die manchmal sehr hart sind, in gleicher Weise erlebt. Sie passt sich an und verwandelt sich, und bleibt immer wenigstens wie ein Lichtstrahl, der aus der persönlichen Gewissheit hervorgeht, jenseits von allem grenzenlos geliebt zu sein. Die Versuchung erscheint häufig in Form von Entschuldigungen und Beanstandungen, als müssten unzählige Bedingungen erfüllt sein, damit Freude möglich ist. Denn » es ist der technologischen Gesellschaft gelungen, die Vergnügungsangebote zu vervielfachen, doch es fällt ihr sehr schwer, Freude zu erzeugen «. Liebe Gottes, die zu einer glücklichen Freundschaft wird, werden wir von unserer abgeschotteten Geisteshaltung und aus unserer Selbstbezogenheit erlöst.

Unser volles Menschsein erreichen wir, wenn wir mehr als nur menschlich sind, wenn wir Gott erlauben, uns über uns selbst hinaus zu führen, damit wir zu unserem eigentlicheren Sein gelangen. Dort liegt die Quelle der Evangelisierung. Das Gute neigt immer dazu, sich mitzuteilen. Jede echte Erfahrung von Wahrheit und Schönheit sucht von sich aus, sich zu verbreiten, und jeder Mensch, der eine tiefe Befreiung erfährt, erwirbt eine größere Sensibilität für die Bedürfnisse der anderen. Wenn man das Gute mitteilt, fasst es Fuß und entwickelt sich. Darum gibt es für jeden, der ein würdiges und erfülltes Leben zu führen wünscht, keinen anderen Weg, als den anderen anzuerkennen und sein Wohl zu suchen.