Oswald Spengler in Italien PDF

Umrisse einer Morphologie der Weltgeschichte ist das kulturphilosophische Hauptwerk von Oswald Spengler. Spengler vergleicht das europäisch-nordamerikanische Abendland oswald Spengler in Italien PDF kulturmorphologischen Gesichtspunkten mit sieben anderen Hochkulturen.


Författare: Michael Thöndl.
In dieser herausragenden Studie untersucht der Wiener Historiker und Politikwissenschaftler Michael Thöndl die Rezeption des Werks von Oswald Spengler im faschistischen Italien. Im Mittelpunkt stehen dabei die wechselseitigen Einflüsse zwischen dem deutschen Geschichtsphilosophen Spengler und dem faschistischen Diktator Benito Mussolini. Auf dem Prüfstand des Italienexperten Thöndl befindet sich ebenso das Konzept der „Konservativen Revolution“, dessen Übertragbarkeit von der deutschen auf die italienische politische Kultur erstmals an einem Fallbeispiel eingehend überprüft und kritisch hinterfragt wird.

Er entwirft so das Panorama einer spezifischen Geschichtsphilosophie. Der Autor war schon 1904 in seiner Dissertation Der metaphysische Grundgedanke der heraklitischen Philosophie zu Ansätzen eines Vergleiches gelangt. Diese Ansätze betrafen bereits die Entwicklung der antiken bzw. Der Haupttitel, der seit 1912 feststand, war immer wieder Anlass zu Missverständnissen. In seiner düster akzentuierten Formulierung ging er auf Otto Seecks 1895 bis 1921 erschienene Geschichte des Untergangs der antiken Welt zurück. Der Begriff einer Katastrophe ist in dem Worte nicht enthalten. Seite einstweilen ausgeschaltet, ohne daß der eigentliche Sinn des Begriffs verändert worden wäre.

Der Untertitel des philosophischen Werkes liegt der Hauptthese Spenglers näher als der alarmierende Haupttitel: Er kennzeichnet die Weltgeschichte als immer wiederkehrenden Aufstieg und Niedergang von Kulturen und Zivilisationen. Dasein bloß hinzutretenden Wachsein der höheren Tierarten einschließlich des Menschen. Gestalt und Gesetz: In Anlehnung an die Gestalttheorie, wie sie durch Christian von Ehrenfels formuliert wurde, ging Spengler von zwei Möglichkeiten der Welt-Auffassung und des Weltverstehens aus. Der morphologische Ansatz geht auf Spenglers Rezeption Goethes zurück. Annahme, sie durchliefen Phasen der Jugend, der Reifung, des Alterns und des Absterbens.

Kulturen sind für Spengler sozusagen Riesenpflanzen, die aus einer mütterlichen Landschaft heraus geboren werden, wachsen, reifen und schließlich verfallen. Die Dauer einer jeden Hochkultur setzt Spengler etwa mit einem Jahrtausend an. Spengler identifiziert für die zurückliegenden 5. Nil, unter Einschluss der kretisch-minoischen Kultur. Antike, also griechisch-römische Kultur: seit 1100 v. Mit der neunten, der russischen Kultur identifiziert Spengler einen weiteren Kultur-Organismus, dem die Zukunft des kommenden dritten Jahrtausends gehöre.