Niedergang der Parlamente? PDF

Zur Geschichte der Trauerkultur vom niedergang der Parlamente? PDF. Es sind eingespielte funktionale Abläufe, die unseren Umgang mit dem Tod weitgehend bestimmen. Friedhöfen werden anonyme Urnenhaine mit weiten, namenlosen Rasenflächen ausgewiesen.


Författare: Marcus Obrecht.
Das Buch geht von der These des Niedergangs parlamentarischer Institutionen aus, wie sie von zahlreichen Autoren parallel zu den verschiedenen Entwicklungsphasen des Parlamentarismus formuliert wurde – zuletzt im Rahmen des Prozesses der Europäisierung und Globalisierung. Sie untersucht, ob und wie sich Assemblée nationale und Deutscher Bundestag in den 1990er Jahren an diese neuen Bedingungen anpassen konnten, identifiziert die hierfür verantwortlichen Variablen und beobachtet den Wandel parlamentarischer Funktionen (Kontrolle, Gesetzgebung, Repräsentation und Legitimation politischen Handelns). Im Anschluss an die Entwicklung eines spezifischen Einflussbegriffes sowie einer Kontrolltheorie für Parlamente beschreibt eine Kontextanalyse die beiden Institutionen in ihren jeweiligen politischen Systemen. Danach analysiert die Studie vergleichend drei Strukturen parlamentarischer Arbeit (Spezialisierung – Fachausschüsse; Öffentlichkeit – Plenum; Netzwerke – „parlamentarische Außenpolitik“). Als Ergebnis kann nachgewiesen werden, dass die untersuchten Parlamente die ihnen von der Demokratietheorie zugewiesene zentrale Rolle innerhalb ihrer Regierungssysteme behaupten oder moderat ausbauen (Assemblée nationale) konnten. Infolge der europäischen Integration und anderer supranationaler Strukturen lässt sich gleichwohl ein relativer Bedeutungsverlust bei der Gesetzgebungsfunktion beobachten. Zugleich wurden neue Formen parlamentarischer Kontrolle innerhalb der transnationalen Politik entwickelt. Insgesamt lässt sich hierbei eine Verschiebung von Veto- zu Kontrollrechten beobachten.

Der neu installierte Friedhofsgeistliche, der seine Verstorbenen nicht mehr persönlich kennt, ist nurmehr einer von vielen Funktionsträgern in jenem kontinuierlich ausgebauten System städtischer Infrastruktur, zu dem auch das Bestattungswesen gehört. Gerade im Umgang mit Tod und Trauer wird die Auflösung christlicher Traditionen also besonders deutlich. Die bisherigen Ergebnisse werden Sie überraschen. Wie bin ich geworden, wer ich bin? Frank Decker lehrt und forscht am Institut für Politische Wissenschaft und Soziologie der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.

Seine Forschungsschwerpunkte sind unter anderem Parteien, westliche Regierungssysteme und Rechtspopulismus im internationalen Vergleich. Politische Parteien: Begriff und Typologien Parteien können sehr unterschiedlich sein. Es gibt aber zahlreiche Merkmale, nach denen sie sich unterscheiden und verschiedenen Typen zuordnen lassen. Welche besonderen Merkmale besitzt eine Unternehmerpartei? Und welcher Typ Partei versteckt sich hinter Begriffen wie Propheten oder Pragmatiker?

Das Problem beginnt bereits bei der Frage, ob auch Einheits- oder Staatsparteien in nicht-demokratischen Systemen unter den Begriff fallen. Einheitspartei in seine Darstellung mit ein. Maßgeblich waren für ihn dabei die Übereinstimmungen mit den demokratischen Parteien in struktureller Hinsicht. Sartoris Definition ist eine Minimaldefinition, die nur solche Merkmale einschließt, die zur Begriffsbestimmung unbedingt notwendig sind. Befürworter einer Minimaldefinition halten diese Begriffsbestimmung für überfrachtet, da sich für alle Merkmale Gegenbeispiele finden würden – Parteien, die gänzlich unorganisiert seien, Parteien, die außer einem gemeinsamen Label inhaltlich oder in den Zielvorstellungen nichts verbinde und Parteien, deren Handeln Selbstzweck ist und denen es gar nicht um Machterwerb oder politische Einflussnahme gehe. Durch die Bildung von Typen versucht man in den Sozialwissenschaften, verschiedene Merkmale eines Untersuchungsgegenstandes in einem Begriff zusammenzufassen.

Die fünf Merkmale sind nicht unabhängig voneinander zu betrachten, sondern beeinflussen sich wechselseitig und weisen vielfältige Überschneidungen auf. Dabei gibt es ebenfalls „typische“, also häufiger vorkommende, aber auch ungewöhnliche, mithin „untypische“ Kombinationen. Zudem unterliegen die Merkmale einem Wandel im Zeitverlauf, der sich zugleich in der Entwicklung der Parteiensysteme widerspiegelt. Aus den großen weltanschaulichen Strömungen des 19. Parteien in allen europäischen Ländern bis heute mehr oder weniger prominent vertreten.

Häufig werden diese „Großfamilien“ innerhalb eines Landes nicht nur von einer, sondern von mehreren Parteien repräsentiert, was zu unterschiedlichen Fragmentierungsgraden der Parteiensysteme führt. Das Links-Rechts-Schema geht historisch auf die Zeit der Französischen Revolution und die Sitzverteilung in der Französischen Nationalversammlung zurück. Mit seiner Hilfe lassen sich die Positionen der Parteien zu den relevanten politischen Streitfragen räumlich abbilden. Die ideologischen Positionen der Parteien können auf beiden Seiten des politischen Spektrums mehr oder weniger weit auseinanderliegen. Während die nach ideologischen Merkmalen unterschiedenen Parteien in der Regel über ein Vollprogramm verfügen, das alle wichtigen politischen Fragen behandelt, setzen andere Parteien von vornherein nur auf einzelne Themen, die die Werte und Interessen relativ kleiner Bevölkerungsgruppen betreffen. Diese Vertreter werden als Ein-Themen- oder Nischenparteien bezeichnet.

In der Bundesrepublik gehören dazu z. Beginnend in Großbritannien gingen die Fraktionsparteien den außerparlamentarischen Parteien historisch voraus. Heute entstehen fast alle neuen Parteien außerhalb der Parlamente. Relativ selten kommt es vor, dass Abgeordnete, die aus einer Fraktion austreten bzw. Parlament heraus die Gründung einer neuen Partei betreiben.