Nichts Menschliches ist mir fremd PDF

Mach End’, o Herr, mach Nichts Menschliches ist mir fremd PDF! Nu da machd doch eiern Drägg alleene!


Författare: Bernhard Brack-Zahner.
Ungleicher konnten sie fast nicht sein: Nelly Guggenbühl, die Tochter aus gutbürgerlichem St. Galler Haus und der nach Zürich emigrierte deutsche Künstler Carl Meffert alias Clément Moreau. Im Zürich der 30iger-Jahre fanden die beiden zusammen und gingen eine lebenslange, symbiotische Beziehung ein. Sie bot ihm Geborgenheit, die ihm bislang vorenthalten geblieben war, und er befreite sie aus dem bürgerlichen Milieu. Das gemeinsame Leben verlief alles andere als gradlinig, doch was einst Kummer und Schmerz bereitete, sind in der Rückschau Episoden einer spannenden Lebensgeschichte.
Diese Lebensgeschichte hat Bernhard Brack-Zahner einfühlsam nachgezeichnet. Während gut zwei Jahren hat er sich von Nelly Meffert-Guggenbühl ihr Leben erzählen lassen. Im Sommer 1999 ist Nelly Meffert-Guggenbühl im Alter von 95 Jahren gestorben. Die Transkription der Tonbandaufnahmen hat Bernhard Brack-Zahner geschickt mit zahlreichen Briefen von und an Nelly Meffert-Guggenbühl sowie mit den Ergebnissen zusätzlicher Recherchen verwoben. Entstanden ist ein berührender Text über das Miteinander- und Auseinanderleben zweier Menschen. Einem Leben das geprägt war von Hoffnung und Enttäuschung, von Erfolg und Misserfolg, von Sucht und Enthaltsamkeit und schliesslich auch vom Altwerden – einem Leben, in dem nichts Menschliches fremd war.

Macht mir den rechten Flügel stark! Man gönnt sich ja sonst nichts. Man hat Arbeitskräfte gerufen, und es kommen Menschen. Man hat es oder hat es nicht. Man isst, um zu leben, und lebt nicht, um zu essen. Man kann einen Menschen mit einer Wohnung genau so töten wie mit einer Axt. Man kommt nicht als Frau zur Welt, man wird es.

Man muss die Feste feiern, wie sie fallen. Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen. Man sieht nur mit dem Herzen gut. Man wechselt die Pferde nicht mitten im Fluss. Manchmal ist eine Zigarre nur eine Zigarre. Männer sind ja wohl das Primitivste, Dümmste und Mieseste, was rumläuft.

Mein Freund ist Platon, aber noch mehr mein Freund ist die Wahrheit. Mein Name ist Lohse, ich kaufe hier ein. Meine Stunde ist noch nicht gekommen. Meistens belehrt uns erst der Verlust über den Wert der Dinge.

Mich wundert, dass ich so fröhlich bin. Mit dem Zweiten sieht man besser. Mit der Dummheit kämpfen Götter selbst vergebens. Mit geballten Fäusten kann man sich nicht die Hände reichen.

Mit Mann und Ross und Wagen, so hat sie Gott geschlagen. Mit siebzehn hat man noch Träume. Mit uns zieht die neue Zeit. Mit Verlaub, Herr Präsident, Sie sind ein Arschloch. Mit Verlaub, ich bin so frei. Mit Worten lässt sich trefflich streiten. Mitten im Frieden überfällt uns der Feind.

Mitten im Leben sind wir vom Tod umfangen. Möge dieser Kelch an mir vorübergehen! Mögen hätt ich schon wollen, aber dürfen hab ich mich nicht getraut. Mögen sie mich hassen, wenn sie mich nur fürchten.

Morgen ist auch noch ein Tag. Morgen, morgen, nur nicht heute, sagen alle faulen Leute. Morgens um sieben ist die Welt noch in Ordnung. Müde bin ich, geh zur Ruh. Musik wird oft nicht schön gefunden, weil sie stets mit Geräusch verbunden.

Myne Fru de Ilsebill, will nich so, as ik wol will. Ende einer langen Rede oder den längst fälligen Abschluss einer Sache herbeisehnt. Mai 1991 im Heimspiel seines 1. Die fällige Spielsperre hätte Ordenewitz durch die rote Karte nach dem damaligen Reglement eigentlich in der Bundesliga absitzen können und wäre somit nicht wegen seiner zwei gelben Karten für das anstehende Pokalfinale gesperrt gewesen.