Neue Musik im Spannungsfeld von Krieg und Diktatur. PDF

Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg wird in Europa und in den USA als Nachkriegszeit bezeichnet. Für Deutschland und Österreich war es auch neue Musik im Spannungsfeld von Krieg und Diktatur. PDF Phase der Bewältigung der NS-Diktatur.


Författare: Christoph Blumröder.

Die letzten Elemente, welche mit der Nachkriegszeit in Verbindung standen, verschwanden unwiderruflich beim Abzug der letzten Alliierten in Berlin im September 1994. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs lag ein Großteil Europas, besonders Deutschlands, in Trümmern. Der Überschwang der Karnevalsfeiern von 1946 bis 1949 blieb noch lange im allgemeinen Gedächtnis. Wegen der desolaten Verhältnisse blühte vielerorts die Kriminalität, derer eine schwache und überforderte Polizei kaum Herr wurde. Ursprünglich wurde ein weiter anhaltender Volkskrieg einer immer noch nazistischen Bevölkerung befürchtet.

Die relativ gründlichste konzeptuelle und mediale Vorbereitung für eine Reeducation hatte dabei in den USA stattgefunden. Im Mai und Oktober 1946 fanden erstmals wieder freie Wahlen auf Gemeinde- und Kreisebene statt. Deutschen ab 1947 sehr zugute, darunter vor allem auch den vormaligen Nationalsozialisten und politischen Verbrechern. Die Stunde Null war die Zeit der Rache der Sieger, der Vertreibung und Vergewaltigungen, des Hungers und des Elends. Hunger, Kälte, Mangelkrankheiten, Trümmerlandschaften bis zur Währungsreform vom 21. Großstädten, die Presse und Öffentlichkeit in Aufruhr versetzten.

In der Sowjetischen Besatzungszone ging der Wiederaufbau langsamer voran als in den westlichen Zonen. Die Lage besserte sich ab 1949 langsam, jedoch kauften die Menschen Waren in Westdeutschland. Im Osten wurden hingegen noch Lebensmittelmarken ausgegeben. Erst Anfang der 1950er Jahre setzte ein langsamer Aufschwung ein. Die fortbestehende Unzufriedenheit der Bevölkerung erkannte die politische Führung nicht und erhöhte 1953 die Produktionsnormen. Mit einem Vorwort von Egon Bahr. Uta Gerhardt: Soziologie der Stunde Null.