Migration, Stadt und Urbanität PDF

Die chinesische Stadt Shenzhen am Rande Hongkongs hatte 1979 nur 30. Prozesse des sozialen Wandels mit in die Betrachtung ein. Der Migration, Stadt und Urbanität PDF der physischen Urbanisierung ist seit Jahrhunderten zu beobachten. Er erreichte einen Höhepunkt in Europa vor allem im späten 19.


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Der Band analysiert die Vielfalt des urbanen Zusammenlebens differenziert und mehrdimensional. Ausgangspunkt bildet die soziale Tatsache, dass migrationsbedingte Mobilität seit jeher für die Entwicklung von Städten konstitutiv ist. Verdichtung, Vielfalt und Wandel sind zentrale Merkmale urbaner (Sozial-)Räume. Es sind Orte, an denen sich die kulturelle, soziale, ökonomische und politische Dynamik lokaler und globaler Prozesse immer wieder neu vermischen. Dies wird einerseits als positiv empfunden und gewertet, vielfach aber auch als Problem wahrgenommen. Vor diesem Hintergrund setzen sich die Autorinnen und Autoren empirisch und theoretisch mit Fragestellungen zur Bedeutung von Migration und Wirkweisen migrationsgesellschaftlicher Verhältnisse in Städten auseinander. 


Jahrhundert und hat in den letzten Jahrzehnten auch in den Schwellen- und Entwicklungsländern bisher unbekannte Ausmaße angenommen. Historisch gesehen ist eine kontinuierliche Zunahme des Anteils der Stadtbevölkerung festzustellen. Im Jahr 2008 lebten weltweit erstmals in der Menschheitsgeschichte mehr Menschen in Städten als auf dem Land. Der Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen rechnet mit 5 Milliarden Städtern im Jahr 2030. Karte der Hauptflächennutzungstypen in Nordrhein-Westfalen: Urbanisierung als Folge der Industrialisierung im 19. 1500 erreichte Köln als erste deutsche Stadt die Zahl von etwa 40. Land, doch dort waren die Lebensbedingungen nicht immer einfach.

Durch einen enormen Bevölkerungsanstieg wurde es zunehmend schwerer, sich zu ernähren, weil es nicht genügend Land für alle gab. In der Hoffnung auf bessere Lebensverhältnisse führte dies u. Dieser einer Völkerwanderung ähnliche Prozess brachte viele Folgen mit sich. Unter den Menschen, die in den großen Städten ihr Glück suchten, waren viele landlose Arbeiter und verarmte Kleinbauern. Diese beiden Gruppen bildeten zusammen die neue soziale Klasse des Industrieproletariats. In weiten Teilen Südeuropas erreichte die Landbevölkerung erst im ausgehenden 19. Jahrhunderts in Europa setzte eine Reihe von technischen und infrastrukturellen Innovationen voraus.

Zunächst fielen zu Beginn des 19. Jahrhunderts die städtischen Befestigungsanlagen und Wälle, da sie funktionslos wurden, was ein weiteres Wachstum ermöglichte. Urbanisierung ist ein geographisch weiter verbreiteter Prozess als die Industrialisierung. Städte entstanden auch an Orten, an denen die Industrie nicht die primäre Wachstumskraft darstellte. Auch war umgekehrt ein hoher Urbanisierungsgrad keine Voraussetzung für erfolgreiche Industrialisierung. Heute findet der Urbanisierungsprozess vor allem in Staaten mit expandierenden Industrien statt, aber auch in Ländern, deren ländliche Regionen kaum Erwerbsmöglichkeiten bieten oder von Krieg bzw. In diesen Ländern entwickeln sich rapide wachsende Millionenstädte mit einer häufig kaum überschaubaren oder gar steuerbaren Bebauung.

Aber auch in den Industrienationen gibt es heute nach wie vor Tendenzen zur Landflucht. Einer der Gründe ist die Reduktion des Arbeitskräftebedarfs in der Landwirtschaft. Das Gegenteil der Landflucht ist die Stadtflucht, bei der heute in der Regel gutverdienende Mittelschichtsfamilien die Städte verlassen, um sich in Vororten oder im Umland anzusiedeln. Eine Alternative zum Umzug in die Stadt: Chinesische Landbewohner bilden für den Weg zur Arbeit nach Pingyao eine Fahrgemeinschaft. Durch den Zuzug in die Städte kommt es zum Bau neuer Häuser, Straßen und Versorgungseinrichtungen.