Metaphorische Theologie PDF

Dieser Artikel behandelt die Apokalypse als Literaturgattung. Der theologische Fachterminus für prophetische und apokalyptische Metaphorische Theologie PDF ist Eschatologie.


Författare: Johannes Hartl.
Religiöse Sprache ist metaphorisch. Darin unterscheidet sie sich nicht von Wissenschafts- und Alltagssprache. Daraus folgert jedoch keineswegs ein Relativismus. Gerade auf Grundlage einer metaphorischen Theorie religiöser Sprache lässt sich deren Wahrheitsanspruch verteidigen. Und dies ohne auf weitreichende metaphysische Stützannahmen angewiesen zu sein.

Apokalypsen reagieren oft auf konkrete historische Ereignisse und beziehen sich darauf. Schon bei den antiken Schöpfungsmythen Assyriens und Babyloniens, z. Spätere apokalyptische Literatur knüpfte meist an vorgegebene biblische Überlieferungen an. Weltgeschichte endgültig wenden werde: Alle Gewaltherrschaft werde dann vernichtet werden. Jahrhundert entstehen weitere Bücher mit apokalyptischer Thematik, z. Davon nahm eine rabbinische Synode bei Jawne um 100 n. Jesu Predigt vom Reich Gottes und vom Menschensohn ist durch und durch von der biblischen Prophetie und Apokalyptik geprägt.

Die Urchristen verstanden Jesu Kreuzigung als stellvertretende Übernahme dieses Endgerichts, seine Auferweckung als rettende Vorwegnahme der endzeitlichen Wende der Weltgeschichte. Die Offenbarung des Johannes ist das einzige insgesamt apokalyptische Buch, das von urchristlich-apokalyptischen Schriften in den Kanon des Neuen Testaments aufgenommen wurde. Die Apokalyptik erwartet die Wende vom Unheil zum Heil nicht mehr als ein Eingreifen Gottes in den Lauf der Weltgeschichte, sondern als sein Kommen zu deren Abbruch. Insofern herrscht hier gegenüber der älteren Prophetie eine geschichtspessimistische Grundstimmung: Die ganze Menschheits- bzw.

Weltgeschichte wird als Unheilsgeschichte gesehen, die einem schrecklichen Ende zutreibt. Licht und Finsternis kann die Gestalt eines apokalyptischen Dualismus annehmen. In der biblisch-jüdischen Apokalyptik wird an der Einheit der an sich guten Schöpfung festgehalten: Die Welt wird gemäß dem Willen Gottes von Grund auf verwandelt. Das Endgericht steht zu Beginn der Herrschaft Gottes und beendet die Herrschaft widergöttlicher Mächte, die Gott bis dahin geduldet hatte.

Die Verwandlung der Welt ist allein Gottes Werk. Nur er kann die endgültige Gerechtigkeit bringen und weltweit durchsetzen. Sein Sieg steht seit undenklichen Zeiten her fest. Mit diesen Grundgedanken sind eine Reihe von Motiven und Bildern verbunden: Dazu gehören die Cherubim bei Ezechiel, der Menschenähnliche in Dan 7,14 oder die vier Apokalyptischen Reiter, die sich auf höheren Befehl hin auf den Weg machen. Diese sind Symbole für den siegreichen Messias, den Krieg, Hungersnöte, Seuchen, denen der Tod unmittelbar folgt.

21 EU kommt das Neue Jerusalem als Bild der erneuerten Schöpfung und des Friedens zwischen Gott und den Menschen vom Himmel auf die Erde. Eschatologische Beschreibungen finden sich bereits in den frühesten Suren des Korans. Zahlreiche Parallelen mit jüdischen und christlichen kanonischen und apokryphen Überlieferungen sind wissenschaftlich untersucht worden, obwohl sich auch typisch arabische Charakteristika finden, wie zum Beispiel die Vernachlässigung von Kamelen in zehnmonatiger Schwangerschaft. Für die christliche Ikonographie ist vor allem die Johannes-Apokalypse verbindlich, die seit dem frühen Mittelalter in zahlreichen Bilderhandschriften verbildlicht und kommentiert wurde.

Ein der Apokalypse entnommenes Bildschema, die Majestas Domini ist für die mittelalterliche Kunst von größter Bedeutung. Es findet sich in der Buch- und Wandmalerei, vor allem aber in skulpturalen Bildschöpfungen, die in der burgundischen Romanik und in der nordfranzösischen Gotik bis etwa 1170 zu den herausragendsten Schöpfungen der ganze Epoche gehören. Apokalyptische Bilder in Bibel, Kunst, Musik und Literatur. Zur Soziologie und Geschichte religiöser Krisenrhetorik. Daria Pezzoli-Olgiati: Vom Ende der Welt zur hoffnungsvollen Vision. Utopie und Apokalypse in der Moderne.