Menschenrechte in der Türkei PDF

Das Christentum verbreitete sich vor fast 2000 Jahren im Gebiet der heutigen Türkei. Verfolgung und Vertreibung der Christen im frühen 20. Nach Darstellung des Neuen Testaments stammte der Apostel Paulus menschenrechte in der Türkei PDF dem Gebiet der heutigen Türkei und führte dort auch einen Großteil seiner Missionstätigkeit durch.


Författare: Simone Kotarra.

Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Politik – Internationale Politik – Thema: Völkerrecht und Menschenrechte, Note: 1,0, Universität Hildesheim (Stiftung) (Institut für Sozialwissenschaften), 18 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema Menschenrechte in der Türkei. Menschenrechtsorganisationen wie amnesty international mahnen seit langem ihre Verbesserung an. Durch Beginn der Beitrittsverhandlungen zur Eu-ropäischen Union am 3. Oktober 2005, ist das Thema Menschenrechte in der Türkei wieder verstärkt ins internationale Blickfeld gerückt. So kritisierte im letz-ten Jahr auch der Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und humanitäre Hilfe, Günter Nooke (CDU), die Situation der Menschenrechte in der Türkei scharf und bezeichnete den Beitrittskandidaten als "im Moment nicht EU-reif"(Netzeitung 12. April 2006). Auch Türkeiexperten wie Christian Rumpf und Udo Steinbach bemerken, dass die Menschenrechte in der Türkei, sowohl auf Gesetzesebene als auch in der Praxis, durch zahlreiche Beschränkungsmög-lichkeiten geprägt seien (RUMPF; STEINBACH: 883).
Diese Arbeit versucht zunächst den Terminus Menschenrechte generell zu umreißen. Im Zuge dessen wird auch der Zusammenhang zu den Grundrechten dargestellt und der Begriff Minderheitenschutz erläutert. Danach werden die rechtlichen Grundlagen in der Türkei, die die Regierung an die Einhaltung der Menschenrechte binden, erörtert. In diesem Zusammenhang werden auch die wichtigsten innerstaatlichen Reformen vorgestellt. Als Gegenüberstellung zu diesen rechtlich-theoretischen Grundlagen wird daran anschließend die tatsächliche Situation in der Türkei nach den Reformen beleuchtet. Auch Menschenrechtsbewegungen in der Türkei werden in dieser Arbeit vorgestellt. Abschließend erfolgt ein kurzer Ausblick auf die zukünftige Entwicklung der Menschenrechte des neuen EU-Beitrittskandi

Später lebten hier viele der bedeutendsten Kirchenväter. Alle sieben in Ost und West gemeinsam anerkannten Ökumenischen Konzilien fanden ebenfalls auf heute türkischem Boden statt. Das Gebiet der heutigen Türkei gehörte zur Zeit des Urchristentums zum Römischen Reich. Nach der Schlacht bei Manzikert im Jahr 1071 gründeten türkische Seldschuken in einem Teil Kleinasiens Staaten, in denen der Islam Staatsreligion war. Langfristig setzte sich von diesen Staaten das Osmanische Reich durch, das nicht nur die übrigen seldschukischen Staaten eroberte, sondern auch das heute byzantinisch genannte Oströmische Reich.

Ab 1461 beherrschte das Osmanische Reich alle Gebiete der heutigen Türkei. Allmählich wurden die Christen zur Minderheit im Land. Ihre Rechtsstellung wurde durch das Millet-System geregelt. Die türkischen Christen im anatolischen Teil der damaligen Türkei zählten Ende des 19. Jahrhunderts wurden die meisten Christen aus dem Gebiet der heutigen Türkei vertrieben oder getötet. 1843 wurden durch den kurdischen Stammesführer Bedirxan Beg bei Massakern mindestens 10. 1896 wurden bei ersten antiarmenischen Pogromen 80.

1909 wurden bei pan-islamischen, antiarmenischen Pogromen in Adana und der Provinz Kilikien 30. 1917 wurden nach unterschiedlichen Schätzungen 300. 000 armenische Christen im Osmanischen Reich ermordet. 1955 verließen nach dem vor allem gegen Griechen gerichteten Pogrom von Istanbul Tausende griechisch-orthodoxe Einwohner die Stadt. 000 Griechen im Jahr 1923 waren zehn Jahre nach dem Pogrom nur noch 48. Südosten in der Provinz Hatay um die altkirchliche Patriarchenstadt Antiochien, dem heutigen Antakya.

Behandlung und Situation der türkischen Christen negativ. Vertreter der syrisch-orthodoxen Christen in der Türkei haben die Darstellung ihrer Glaubensgemeinschaft in staatlichen Schulbüchern kritisiert. Bei der türkischen Parlamentswahl am 12. Juni 2011 wurde Erol Dora ins türkische Parlament gewählt. Er ist somit der erste christliche Abgeordnete im türkischen Parlament seit den 1960er Jahren. Im Vertrag von Lausanne aus dem Jahr 1923, der in der Türkei bis heute gilt, wurden den Anhängern von zwei christlichen Konfessionen und des Judentums einige Minderheitenrechte zugesprochen.