Meisterwerke der Spätgotik – Bildwerk und Bedeutung PDF

Paulus-Dom ist eine römisch-katholische Kirche in Münster unter dem Patrozinium des Apostels Paulus. Der Dom steht im Herzen der Stadt auf einer kleinen Anhöhe, Horsteberg genannt, die halbkreisförmig durch den Straßenzug von Spiekerhof, Roggenmarkt, Prinzipalmarkt und Rothenburg umgrenzt wird. Das mächtige Westwerk mit seinen nahezu identischen Türmen war bereits um das Jahr 1192 an den zweiten Dom angebaut worden meisterwerke der Spätgotik – Bildwerk und Bedeutung PDF wurde in den dritten Dom einbezogen. Im Dom befindet sich die Grabstätte des ehemaligen Bischofs von Münster, Clemens August Graf von Galen, der kurz vor seinem Tod im Jahre 1946 zum Kardinal erhoben worden war und 2005 von Papst Benedikt XVI.


Författare: Wolfgang Urban.

Ein Schmerzensmann aus der Zeit um 1470/80 des Ulmer Bildhauers Michel Erhart, ein fast lebensgroßer Christus auf dem Palmesel von 1520 von Jörg Lederer, eine in Stuck ausgeführte Madonna von 1480, Zeugnis der Präsenz und des Wirkens eines oberrheinischen Bildhauers im Italien der Renaissance, all diese Werke gehören zu einer erlesenen Sammlung von Plastiken des Spätmittelalters, die durch großzügige Schenkung dem seit 1862 bestehenden Bestand des Diözesanmuseums Rottenburg zuteil wurde und in einer eigenen Präsentation gezeigt und gewürdigt wird.

Weihe wurde jeder Dombau zur Bischofskirche des Bistums Münster. Daneben hatten die einzelnen Dombauten, zumindest zeitweise, zusätzliche Funktionen. Der erste karolingische Dom war gleichzeitig die Stiftskirche für die nach der Regel des heiligen Chrodegangs lebenden Brüder des von Liudger gegründeten Klosters. Jeder Dombau hatte zudem die Funktion einer Pfarrkirche.

Der Pfarrbezirk umfasste ursprünglich ganz Münster. Nachdem in Münster weitere Pfarrbezirke gegründet worden waren, wurde der Pfarrbezirk des Doms im Jahre 1090 auf die alte Domburg und Domimmunität beschränkt. In der ersten Hälfte des 13. Dom erbaut wurde, wurde auf dem Domplatz die Kirche St. Mit der Fertigstellung dieser Kirche verlor der im Bau befindliche Dom seine Funktion als Pfarrkirche gänzlich. Paulus-Dom ist bereits der dritte Dom des Bistums Münster.

Er wurde in der Zeit zwischen 1225 und 1264 erbaut. Der erste Dom entstand nach der Ernennung des heiligen Liudger zum Bischof von Münster im Jahre 805. Er wird deshalb als Dom des heiligen Liudger oder Ludgerus-Dom bezeichnet. Lange wurde angenommen, dass es sich bei dem ersten Dom um eine kleinere Kirche handelte, insbesondere nach der Gründungsgeschichte von Tibus. Erst 1904 vermutete Savels, dass der ursprüngliche Dom eine dreischiffige Basilika war.

Die Breite berechnete er anhand der nördlichen Flucht des Domplatzes und kam auf etwa 20 Meter. Gesichertere Erkenntnisse erbrachten im Jahre 1936 Ausgrabungen von Wieschebrink, dem ehemaligen Direktor des Bischöflichen Museums. Sie ergaben, dass der Dom des heiligen Liudger zu großen Teilen an der Stelle stand, die jetzt vom Kreuzgang und dem Domherrenfriedhof eingenommen wird. Aus den Überresten der Fundamente konnte geschlossen werden, dass das nördliche Seitenschiff einschließlich der Außenmauer mit den Fundamenten der Pfeiler etwa 8,3 Meter breit war.

In der nordwestlichen Ecke des Bauwerkes fand Wieschebrink zusätzliche, rechtwinklig angeordnete Mauerfundamente, mit zwei Meter erheblich dicker als die restlichen Mauern. Aus diesen Überresten ermittelte er einen quadratischen Turm mit einer Kantenlänge von etwa 8,3 Metern. Der Ludgerus-Dom stand nördlich des heutigen Doms, etwa dort, wo sich heute der Kreuzgang samt Domherrenfriedhof, die Marienkapelle und die Sakristei befinden. Jahrhundert abgerissen, weit nach der Errichtung des dritten Doms.

Er überdauerte damit auch den zweiten ottonischen Dom aus dem 10. Bis zu seinem Abriss blieb der Ludgerus-Dom weitgehend unangetastet. Nach der Weihe des zweiten Doms wurde er zunächst fast 100 Jahre lang nicht genutzt. In dieser Zeit wurde auf Veranlassung von Bischof Dodo ein Teil der Südwestecke für den Bau einer Kapelle abgetrennt. Licht nähmen und gestattete den Abriss des Ludgerus-Doms.

Dieser Ersatzbau diente dem Kapitel des Ludgerus-Doms als Chor. Der zweite Dom wurde in unmittelbarer Nähe südlich des ersten Doms erbaut. Bauzeit gibt es keine gesicherten Erkenntnisse. Dom während der Amtszeit von Bischof Dodo in der Zeit zwischen 967 und 993 erbaut wurde. Diese Vermutung wird dadurch gestützt, dass bereits im 10.

Jahrhundert andere bedeutende Dombauten ein Westquerschiff hatten. Das Bistum Münster geht davon aus, dass der zweite Dom in der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts erbaut wurde, im Anschluss an einen Brand des ersten Doms mutmaßlich im Jahre 1071. Danach wurde der zweite Dom ab dem Jahre 1071 oder im Jahre 1090 errichtet. Die Angaben des Bistums stehen nicht zwangsläufig im Widerspruch zu den Schätzung Geisbergs.

Sie beruhen auf einer urkundlichen Erwähnung der Weihe der zweiten Domkirche im Jahre 1090, was auch nach dem Wiederaufbau nach einem Feuer gewesen sein kann. So brannte beispielsweise die Überwasserkirche nur wenige hundert Meter entfernt im Jahre 1071 vollständig nieder. Basilika selbst sind heute nur noch Fragmente der Südwand des Seitenschiffs erhalten. Das Mauerwerk des westlichen Querschiffs wurde damals in den Neubau einbezogen. Teile der Nordwand und Teile der Wände des Obergeschosses der Ostseite. Es existieren keine Baupläne oder bildliche Darstellungen, anhand derer sich die Ausmaße des zweiten Dombaues rekonstruieren ließen.

Dom an die Stelle des zweiten Doms gesetzt wurde, konnten keine Ausgrabungen durchgeführt werden, um Erkenntnisse insbesondere über dessen Gesamtlänge zu gewinnen. Die Zahlen und Buchstaben in Klammern zu Begriffen im nachfolgenden Teil verweisen auf die Position im Grundrissplan auf der rechten Seite. Bereits um das Jahr 1192 war auf Veranlassung von Bischof Hermann II. Domanlage ein neuer Westbau errichtet worden. Dieser Westbau wurde in den Bau des dritten Doms integriert und ist in seinen Grundzügen bis heute erhalten.