Medizin, Ethik und Behinderung PDF

Wie bin ich geworden, wer ich bin? Eine Gesellschaftsgeschichte Der NS-Begriff „Euthanasie“ – verschleiert den Mord an Tausenden Menschen zwischen 1939 und 1945, die wegen tatsächlicher oder vermeintlicher Krankheit, aus medizin, Ethik und Behinderung PDF Gründen oder wegen unterstellter Anomalien als „nicht lebenswert“ befunden wurden. Das Buch zeichnet ein bedrückendes Kapitel deutscher Geschichte nach.


Författare: Sigrid Graumann.

Mit Beiträgen von Klaus Dörner, Theresia Degener, Hans-Walther Schmuhl, Birgit Rommelspacher, Michael Wunder u.v.a.

Inhalt Im Nationalsozialismus wurden Menschen nicht nur aus politischen und rassistischen Motiven verfolgt. Auch wer in anderer Hinsicht dem Menschenbild der Nationalsozialisten nicht entsprach, lebte in tödlicher Gefahr: Personen mit körperlicher oder seelischer Behinderung, solche, denen Erbkrankheiten, Anomalien oder gesellschaftsschädigendes Verhalten unterstellt wurde, gleich, ob sie zuhause oder in Anstalten lebten. Autor: Götz Aly, Seiten: 352, Erscheinungsdatum: 02. Wie Sie dem Web-Tracking widersprechen können sowie weitere Informationen dazu finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Bitte wenden Sie sich bei Fragen, die einzelne Fächer, Schularten oder Fachportale betreffen, an die jeweilige Fachredaktion.

Auch in der Medizin wird Simulation zur Bezeichnung von Experimenten an einem Modell der Realität benutzt. Hier soll es um die zweckbestimmte Simulation einer Erkrankung oder von Symptomen durch den den sekundären Krankheitsgewinn suchenden gehen. Simulation ist in diesem Zusammenhang definiert als das bewusste, gesteuerte und absichtliche Vortäuschen einer krankhaften Störung zu bestimmten, klar erkennbaren Zwecken. Gesucht wird nach Simulation meist nur bei eindeutigem Verdacht- ein Vorgehen, was strittig ist, da die Intention der Simulation auch erfahrenen Gutachtern oft verborgen bleibt. Die Benennung der Simulation als solche ist zunächst auch eine unangenehme Aufgabe für Untersucher.

Simulanten wird nicht gerne geredet und noch weniger gern geschrieben. Und doch ist mit ihm zu rechnen“. Behandler gehen davon aus: „Meine Patienten machen so etwas nicht“. Auch 2 oder 3 jährige Kinder können bereits absichtlich nicht erklärliche Verhaltensweisen bei Untersuchungen aufweisen, die man bei Erwachsenen als Simulation bezeichnen würde. In der Regel ist dies aber nur oberflächlich und auf das Vermeiden von Bestrafung ausgerichtet. Lebensjahr erwerben Kinder dann mehr und mehr die Fähigkeit auch bewusst und zielgerichtet überzeugend zu täuschen.

Bei der Simulation werden Beschwerden geschildert, die so nicht erlebt werden- im Gegensatz zur psychogenen Störung, wo sie geschildert und erlebt werden. Simulation fällt in der Behandlungsroutine oft nicht auf. Suboptimales Leistungsverhalten kann derzeit als eine der größten Gefahrenquellen für die Validität neuropsychologischer Testdaten gesehen werden. Testpsychologische Befunde haben in der Regel, wenn sie tragfähig sind keine relevanten Diskrepanzen zum zu beobachtenden Alltagsverhalten des Kranken. Ein Dilemma in der Interpretation von Simulation ist, dass sie nicht entweder da oder nicht da ist, sondern dass es sich um ein Kontinuum von Verdeutlichung, Aggravation zur Simulation handelt. In diesem Kontinuum sind alle Abstufungen möglich. Verdeutlichungstendenzen glaubhaft vorhandenen Beschwerden die etwas übertrieben dargestellt werden, werden in der Regel nicht als Simulation gedeutet, der Übergang kann aber fließend sein, je nach Ausmaß der zu beobachtenden Diskrepanz.