Max Liebermann: Briefe / Max Liebermann: Briefe PDF

Beckmann war in seiner frühen Zeit Mitglied der Berliner Secession, stilisierte sich dann aber lieber als Max Liebermann: Briefe / Max Liebermann: Briefe PDF. Der Moderne, insbesondere Pablo Picasso und dem Kubismus, setzte er eine eigenwillige Räumlichkeit entgegen.


Författare: Max Liebermann.
Max Liebermann (1847–1935) gilt durch sein Werk und seine kunst-politische Tätigkeit als einer der wichtigsten deutschen Maler. In seinem langen und ereignisreichen Leben hat Liebermann zahlreiche Briefe geschrieben. Sie geben Auskunft über die Höhen und Tiefen seines Künstlerlebens, über die Entstehungsgeschichte seiner Werke und über die deutsche Kunstgeschichte der Zeit zwischen 1869 und 1935.
Dem Dresdner Liebermann-Spezialisten Ernst Braun ist es in jahrelanger Arbeit gelungen, mehr als 3300 Briefe und nahezu 900 Gegenbriefe aus Archiven, Bibliotheken und Privatbesitz zusam-menzutragen und kenntnisreich zu kommentieren. Mit Förderung der Reemtsma-Stiftung und der Deutschen Forschungsgemeinschaft ist es nun möglich, diese einmaligen Dokumente in einer auf acht Bände angelegten Edition zu veröffentlichen, die in der Schriftenreihe der Max-Liebermann-Gesellschaft Berlin erscheint
Die Auswirkungen und Nachwirkungen des Ersten Weltkrieges bestimmen die Inhalte der vorliegenden Briefe, die aber auch die Vielzahl der Porträts reflektieren. Aus der Königlichen Akademie der Künste wurde die Akademie der Künste zu Berlin und Max Liebermann deren einflußreicher Präsident.

Max Beckmann wurde als drittes Kind von Antonie und Carl Beckmann geboren. Die beiden Geschwister Margarethe und Richard waren wesentlich älter. Die Eltern stammten aus der Gegend von Braunschweig, wo der Vater Müller gewesen war. In Leipzig betrieb er eine Mühlenagentur. Auf der modern und liberal ausgerichteten Weimarer Kunstschule trat Beckmann 1901 in die Klasse des norwegischen Porträt- und Genremalers Carl Frithjof Smith ein, den er zeit seines Lebens als seinen einzigen Lehrer betrachtete. Von ihm übernahm er die kräftige Vorzeichnung und behielt sie ein Leben lang bei.

Das Bild ist stilistisch von Luca Signorelli und Hans von Marées beeinflusst mit Anlehnungen an den Neoklassizismus. 1906 erhielt Beckmann vom drei Jahre zuvor gegründeten Deutschen Künstlerbund für dieses Gemälde den Villa-Romana-Preis. Er beteiligte sich im selben Jahr auch mit zwei Arbeiten an der 11. Den Tod der Mutter 1906 verarbeitete er in zwei Sterbeszenen in der Tradition von Edvard Munch. Er heiratete seine Studienfreundin Minna Tube und reiste mit ihr nach Paris und anschließend für sechs Monate nach Florenz, als Stipendiat der Villa Romana. Die Einladung, in die Dresdner Künstlergruppe Brücke einzutreten, lehnte er ab, trat aber der Berliner Secession bei.

Impressionismus und Neoklassizismus vereinten sich hier zu einer brachialen Aktionsmalerei. 1908 reiste der Künstler neuerlich nach Paris und wurde im Herbst Vater eines Sohnes, Peter Beckmann, der als Kardiologe und Altersforscher bekannt wurde. Im Jahr darauf stellte er zum ersten Mal im Ausland aus und machte die folgenreiche Bekanntschaft des Kunstschriftstellers Julius Meier-Graefe, der sich bis zu seinem Tod publizistisch für Beckmann einsetzte. Max Beckmann wollte sich als neokonservatives Gegenmodell zu der um 1910 aufkommenden radikalen Abstraktion von Malern wie Henri Matisse und Pablo Picasso sowie der Gegenstandslosigkeit eines Wassily Kandinsky profilieren. 1910 wurde Beckmann in den Vorstand der Berliner Secession gewählt, war mit seinen 26 Jahren dort das jüngste Mitglied, trat jedoch bald wieder aus. Zwei Jahre zuvor war er daran gescheitert, eine vom Händler Paul Cassirer unabhängige Ausstellungsorganisation zu gründen.

Der Kunsthändler Israel Ber Neumann und der Verleger Reinhard Piper trugen zu Beckmanns Vorkriegsruhm bei, der um 1913 seinen Höhepunkt erreichte. Nun trat der 29-jährige Maler ganz aus der Secession aus und begründete 1914 die Freie Secession mit. Der Künstler gab im Krieg keinen einzigen Schuss ab. Auf die Franzosen schieße ich nicht, von denen habe ich so viel gelernt.