Manfred ‚Ibrahim‘ Böhme PDF

Böhme hat zu Lebzeiten zahlreiche unzutreffende und halbwahre Angaben zu seiner Biographie gemacht, die zum Teil ungeprüft von den Medien übernommen wurden. Beispielsweise war seine angebliche jüdische Herkunft eine von ihm verbreitete Legende. Böhme war Sohn eines Kommunisten manfred ‚Ibrahim‘ Böhme PDF Industriemaurers in den Leunawerken.


Författare: Christiane Baumann.
Das Buch beschreibt die wesentlichen Stationen im Leben des Manfred 'Ibrahim' Böhme (1944–1999), der zum Ende der DDR für kurze Zeit Prominenz erlangte und in Ost und West als charismatisches Polittalent galt.
Der SPD-Spitzenkandidat zur Volkskammerwahl 1990 wurde damals nicht nur von den Medien als zukünftiger DDR-Regierungschef betrachtet. Dass Böhme eigentlich ein 'politischer Heiratsschwindler' war, der sich vom einstigen Sympathisanten des Prager Frühlings zum gut getarnten und übereifrigen Stasi-Zuträger gewandelt hatte, belegen die hier präsentierten Dokumente und Berichte.
Der von Christiane Baumann rekonstruierte Lebenslauf widerlegt die unzähligen Fälschungen seiner Biographie, die Böhme selbst verbreitet hatte – und erzählt gleichzeitig aus dem ostdeutschen Kontext: von engagierten Menschen, kulturellen Milieus und alternativen Gruppierungen, zu denen er Kontakt hielt, um sie irgendwann zu verraten.
Eine extreme Lebensgeschichte, die von zeitlosen menschlichen Konflikten geprägt ist, vor allem aber von der geistigen Enge und Beschränktheit der Verhältnisse.

Nachdem seine Mutter gestorben war, wurde er einige Jahre in Heimen und bei Pflegeeltern untergebracht. Er absolvierte eine Berufsausbildung als Maurer in den Leunawerken. Nach einem Fachschulfernstudium erwarb er 1972 einen Abschluss als Bibliothekar. Er wurde aus der Partei ausgeschlossen und mehrere Monate inhaftiert. Böhme war von 1962 bis 1978 Mitglied der SED. Februar 1990 wurde er dann zum Vorsitzenden der mittlerweile in SPD umbenannten Partei gewählt.

Familie und ihn ausgeforscht und verraten habe. Nach seinem erzwungenen Rückzug aus der Politik lebte Böhme die letzten Jahre zurückgezogen im Berliner Bezirk Prenzlauer Berg. Die Spitzeltätigkeit für die Staatssicherheit hat er bis zu seinem Tode geleugnet. Sein Nachlass befindet sich im Archiv der Robert-Havemann-Gesellschaft. Die zwei Leben des Ibrahim Böhme. In: Wer war wer in der DDR?

Birgit Lahann: Genosse Judas empfängt nicht. Tage im Leben des Ibrahim Böhme. Steffen Reiche: Dichter wäre er gern geworden. Karsten Schaarschmidt: Der Mythos und das Böse in Greiz Buchrezension in der Ostthüringer Zeitung, 27. Hans-Joachim Noack: Wir sind doch alle irgendwie beschädigt. Tina Krone: Findbuch zum Bestand Nachlass Manfred „Ibrahim“ Böhme.

Stasi: Er wollte Gott sein, zeit. Detlef Nakath, Gerd-Rüdiger Stephan: Countdown zur deutschen Einheit. Dietz, Berlin 1996, ISBN 3-320-01930-9, S. Psychiatrie und Staatssicherheit in der DDR. Christoph Links Verlag, Berlin 1999, ISBN 3-86153-173-9, S. Diese Seite wurde zuletzt am 15.