Lehren bildet? PDF

Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Insbesondere in der christlichen Theologie wird der Begriff Dogma wertneutral für einen Lehrsatz gebraucht, der unter Berufung auf lehren bildet? PDF Offenbarung, die Autorität der kirchlichen Gemeinschaft bzw. Lehramts oder auf besondere Erkenntnisse als wahr und relevant gilt.


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Bildung, so wird behauptet, sei zu einer zentralen Ressource geworden, die besser gefördert werden müsse. Der tief greifende Umbau von Schule und Universität gehorcht diesem ökonomischen Imperativ und verkehrt die Bildungsinstitutionen in berufspragmatisch ausgerichtete Lernanstalten. Der Lehrer wird zum apparativ-instrumentellen Faktor – als »Coach«, »Moderator« oder »Lernarrangeur«.
Jedoch: Lehren und Lernen sind nicht auf den apparativ geregelten Austausch von Daten reduzierbar. Bildung ist auf Beziehungen zwischen Subjekten, auf Affekte, Wünsche und Erfahrungen angewiesen. »Lehren bildet?« nimmt dieses Geflecht in seiner Rätselhaftigkeit aus verschiedenen Perspektiven in den Blick, um der »Bildungsreform« kritisch und produktiv zu begegnen.

Meinung ebenso wie den philosophischen Grund- oder Lehrsatz, den Beschluss über das Zusammenleben der Gesellschaft ebenso wie die von Herrschenden erlassene und somit nicht zu hinterfragende Verordnung. Diesem Verständnis entspricht auch der biblische Sprachgebrauch. Dogmen seit dem Zeitalter der Aufklärung kritisch als eine auf Autoritäten beruhende Denkweise oder Glaubensüberzeugung abgelehnt. Kontext verschiedene Bedeutungen und Konnotationen haben kann. Konzilien sowie diejenigen Konzilsentscheidungen der römisch-katholischen Kirche, die dogmatischen Rang haben. Die Dogmen in diesem Sinne beanspruchen Verbindlichkeit.

Begriffsbedeutung der antiken Philosophie wieder in die Debatte einbezieht. Sie führt zu einer phänomenologischen Begriffsbetrachtung. In der Philosophie heißt Dogmatismus bei Immanuel Kant das Philosophieren ohne eine vorhergehende Kritik der Bedingungen der Erkenntnis. In der Sozialpsychologie ist die Dogmatismus-Skala ein von Milton Rokeach entwickeltes Konstrukt für ein relativ geschlossen organisiertes System von Aussagen über die Wirklichkeit, die geglaubt oder angezweifelt werden. In ihrem Mittelpunkt stehen Annahmen von absoluter Autorität, die ihrerseits die Grundlage abgeben für Muster von Intoleranz gegen andere. Unter Dogmen versteht man im Laufe der Kirchengeschichte durch die lehramtliche Autorität formulierte Sätze sowie seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil auch Aussagen darstellender Texte, die für die inhaltliche Profilierung ihres Glaubens wichtig sind.

Konzilien und Synoden werden einberufen, um die Sachfragen zu klären und ggf. In den orthodoxen Kirchen sind damit vor allem die Lehraussagen der ersten sieben ökumenischen Konzilien sowie einiger späterer panorthodoxer Synoden gemeint. Definition definitiv als von Gott offenbarte und zu glaubende Wahrheit verkündet wird. In existentieller Anschauung erschließt es die in den biblischen Schriften verbürgte Offenbarungswahrheit. Die evangelische Tradition sieht spätestens seit der Aufarbeitung von Anfragen und Kritik seitens der Aufklärung von Formulierungen von Dogmen ab, da in der evangelischen Kirche kein Lehramt existiert, welches für die Gemeinde verbindliche Glaubenssätze formulieren könnte. Kirche die Aufgabe, die Möglichkeit der Begegnung mit dem biblischen Zeugnis zu eröffnen.

Es folgt eine Aufstellung der Dogmen, die in den christlichen Kirchen in Geltung sind. Christologie, Christus ist wahrer Gott und wahrer Mensch, unvermischt und ungeschieden. Diese fünf und noch zwei weitere dogmatische Definitionen der insgesamt sieben ökumenischen Konzilien der Alten Kirche sind in allen christlichen Kirchen anerkannt. Die verkündeten dogmatischen Definitionen wurden dabei stets von den Päpsten bestätigt. Ob diese Bestätigung für die Geltung der Dogmen allerdings nötig ist, ist in der Theologie umstritten, zumal im Fall des 5. Dogmen im weiteren Sinn sind zunächst einmal nur Lehraussagen, die Gegenstand der Dogmatik sind. Der Ausdruck Dogma wurde in der Theologiegeschichte lange Zeit nicht als Fachbegriff verwendet.

Erst die nachtridentinische Theologie schärfte den Begriff. Bei allen früheren Aussagen von Konzilien, Synoden und Päpsten zu den wichtigen Fragen der Trinitätstheologie, der Christologie, der Gnadenlehre und der Eschatologie usw. Das Zweite Vatikanische Konzil von 1962 bis 1965 lehrt die notwendige Unveränderlichkeit der Glaubenswahrheit als ganzer, öffnete diese jedoch dem Dialog mit den Andersdenkenden. Wahrheiten innerhalb der katholischen Lehre gibt, je nach der verschiedenen Art ihres Zusammenhangs mit dem Fundament des christlichen Glaubens. In Verbindung mit dem Dogma zu betrachten ist die Dogmatik, eine im 17. Jahrhundert entstandene Bezeichnung für die Lehre von den Dogmen.

Die Aufgabe der Dogmatik ist jedoch nicht lediglich die systematische Entfaltung und Interpretation von Dogmen. Die philosophische Dogmenkritik hat ihre Ursprünge im 16. Johanna Rahner: Einführung in die katholische Dogmatik. Peter Neuner: Was ist ein Dogma? Eine Untersuchung zur Begründung und zur Entstehungsgeschichte einer theologischen Disziplin von der Reformation bis zur Spätaufklärung. Reinhard Slenczka: Kirchliche Entscheidung in theologischer Verantwortung.

Seneca: Epistulae morales ad Lucilium, Nr. Karlmann Beyschlag: Grundriß der Dogmengeschichte, Bd. New York 1982, ISBN 3-11-008573-9, S. Karlmann Beyschlag: Grundriß der Dogmengeschichte, Band 1 Gott und Welt. Unterscheidung Regin Prenter: Schöpfung und Erlösung. Karl Barth: Kirchliche Dogmatik I, 1, S. Folgenden Reinhard Slenczka: Kirchliche Entscheidung in theologischer Verantwortung.

Das Dogma taucht bei ihm unter dem Begriff Paradigma auf. Vorurteil, in ihr ohne Kritik der reinen Vernunft fortzukommen, ist die wahre Quelle alles der Moralität widerstreitenden Unglaubens, der jederzeit gar sehr dogmatisch ist. Kant: Kritik der reinen Vernunft, Vorr. Max Weber und das Problem der Wertfreiheit und der Rationalität.