Lautlos führen PDF

Was tun, wenn zwei sich in die Wolle kriegen? Alter von 8 Monaten Ritualisierte Kampfspiele machen den Hunden nicht nur Spaß, sie dienen auch dazu, die Rangordnung festzulegen. Bei der Rangelei werden Kräfte gemessen und Möglichkeiten ausgelotet, den eigenen sozialen Status zu verbessern. Spielverhalten wird auf diese Weise lautlos führen PDF einem Puffer zwischen freundlichem und aggressivem Verhalten.


Författare: Joseph L. Badaracco.
Ethik für Führungskräfte: fundiert und praktisch umsetzbar
Unter Mitarbeit von zahlreichen Fachwissenschaftlern Mit einem Geleitwort von Ploog, D. und Mehnert, H.

Die weit auseinander gestellen Vorderläufe signalisieren die spielerische Absicht. Mit dieser Vorderkörpertiefstellung signalisiert Argus, dass die nachfolgenden Handlungen vielleicht aggressiv wirken mögen, aber nur spielerisch gemeint sind. Durch die leicht seitliche Kopfhaltung erhält die Spielaufforderung ein zusätzliches beschwichtigendes Element. Dass alles nur Spaß ist, muss im Spiel immer wieder deutlich betont werden. Dies ist deshalb so wichtig, weil auch Signale eingesetzt werden, die eigentlich aggressiv wirken und – falsch verstanden – zu ernsthaften Auseinandersetzungen führen können. In spielerischem Rahmen werden die Signale stets in übertriebener Ausdrucksstärke gezeigt. Der „kühle Blonde“ zeigt sich beeindruckt, indem er sein Gewicht nach hinten verlagert.

Die Schwanzstellung verrät, dass er trotzdem verteidigungsbereit ist. Wenn Hunde den Menschen so vehement anspringen, hat das die gleiche Bedeutung! Dieses Foto zeigt deutlich, dass der blonde Hovawart sich nicht freiwillig in Rückenlage begibt sondern umgeworfen wird. Argus wendet hier also den sogen. Alphawurf an, den es nach Meinung mancher Hunde-Fachleute im wahren Hundeleben gar nicht geben soll! Der blonde Rüde wurde zwar umgeworfen und liegt nun auf dem Rücken, aber er hat sich noch nicht untergeordnet und droht selbstbewusst mit kurzem Lippenspalt und Blickkontakt. Das alles ist zwar nur Spiel, geübt wird aber bereits für den Ernstfall.

In diesem spielerischen Kommentkampf kündigt sich die zukünftige Rangordnung bereits an. Es gibt übrigens auch Stimmen, die behaupten, dass es eigentlich gar kein wirklich zweckfreies Spiel unter Hunden gibt, sondern dass darin immer eine ernsthafte Komponente enthalten ist. Das selbstberuhigende Züngeln zeigt, dass sich beide Hunde in einem inneren Konflikt befinden. Sie signalisieren damit ihre Zusammengehörigkeit und wollen die Situation wohl nicht eskalieren lassen, auch wenn es anschließend noch einmal zu einer heftigen Rangelei kommt.

Da die beiden Rüden etwa gleich stark sind, wendet der obere den Blick ab und signalisiert damit, dass er nicht unmittelbar angreifen wird, wodurch die Gefahr eines Kampfes vorerst behoben ist. Als dominierender Hund kann er es sich leisten, imponierend seine empfindliche Halspartie zu präsentieren und etwaiges Schnappen des Gegners mit Verachtung zu quittieren. Obwohl er bereits auf dem Rücken liegt, fixiert er den Überlegenen und sagt damit: „Ich bin kein Feigling! In seiner hohen Erregung wendet Argus seinen Kopf in schneller Folge hin und her. Indem er den Kopf wegdreht, versucht er, die in seiner Stellung enthaltene Aggression abzumildern. Dieses Kopfschleudern ist ein deutliches Spielsignal, das insbesondere in Situationen gezeigt wird, bei denen wildes Spiel zu kippen droht. Auch die beschwichtigende Verlegenheitsgeste mit kurzem Vorstrecken der Zunge zeigt, dass er sich in einer Konfliktsiuation befindet.