Latein für Bibliothekare PDF

Latein für Bibliothekare PDF ist ein als exzellent ausgezeichneter Artikel. Valerius Maximus, gedruckt in Mainz von Peter Schöffer, 18.


Författare: Gerd Schmidt.
Lateinkenntnisse sind für das Bibliothekswesen noch immer unentbehrlich. "Latein für Bibliothekare" wendet sich zunächst an Anfänger, die einen praxisorientierten Zugang zur lateinischen Sprache suchen, dann an Interessenten, die früher erworbene Grundkenntnisse wieder auffrischen möchten. Der grammatische Lehrstoff ist auf das Unumgängliche beschränkt, der für das Buch- und Bibliothekswesen relevante Wortschatz demgegenüber möglichst umfassend berücksichtigt. Der Übungsteil trägt dazu bei, die erworbenen Kenntnisse zu festigen. Im Anhang sind u.a. lateinische Verfasser-, Herausgeber-, Übersetzer-, Drucker-, und Verlegerangaben zusammengestellt.

Sebastian Brant: Stultifera Navis, per Jacobum Locher in latinum traducta. Gedruckt in Straßburg von Johann Grüninger, 1. Wiegendrucke werden die zwischen der Fertigstellung der Gutenberg-Bibel im Jahr 1454 und dem 31. Dezember 1500 mit beweglichen Lettern gedruckten Bücher und Einblattdrucke bezeichnet. Wiegendrucke waren in Format, Typografie und Illustration zunächst vom Erscheinungsbild mittelalterlicher Handschriften geprägt, das sich mit der technischen und ökonomischen Entwicklung seit Beginn des 16. Die Zahl der weltweit erhaltenen Inkunabeln wird auf rund 27. 500 Werke mit einer Gesamtzahl von 550.

Buchdruckwerke aus dem anschließenden frühen 16. Jahrhundert werden bisweilen als Postinkunabeln bezeichnet. Die Beschränkung, nur bis zum 31. Dezember 1500 erschienene Druckwerke als Inkunabeln zu bezeichnen, ist eine auf älteren Verzeichnissen basierende Konvention der Buch- und Bibliothekswissenschaft des 20. Jahrhunderts, um eine Übersicht über die Bestände zu gewährleisten. Völlig willkürlich ist diese Übereinkunft indes nicht, denn im ersten Jahrzehnt des 16.

Die metaphorische Bezeichnung Inkunabel für ein Druckwerk weist auf die Frühzeit des Buchdrucks hin, als ein Druckwerk und seine Herstellung noch gleichsam in der Wiege und in den Windeln lagen. Die Hälfte eines als Doppelseite angefertigten Drucks aus einem Blockbuch: Biblia Pauperum, 15. Hand betriebene Druckerpresse für den Druck z. Spielkarten und Einblattdrucken existierte Mitte des 15. Aus China und Korea war im Mittelalter mit dem Weg über den arabischsprachigen Raum die Kunst des Papiermachens auch nach Europa gelangt. Peter Schöffer, der Gutenberg beim Druck der B42 assistiert hatte, erkannte die Möglichkeiten, die neue Technik der Letternherstellung kommerziell zu nutzen. In Johannes Fust, einem wohlhabenden Mainzer Bürger, fand er einen Mitstreiter, der bereit war, Geld in den Buchdruck zu investieren.

Seite aus dem Reisebuch des Bernhard von Breydenbach: Sanctae peregrinationes, illustriert und gedruckt in Mainz von Erhard Reuwich, 11. Lucas Brandis, bereits einer Druckerfamilie entstammend, war hier ab 1473 tätig. Marcus Brandis ist in dieser Stadt mit einem ersten Druck 1481 belegt. Publikum war durchweg nicht in der Lage, die in vergleichsweise kleiner Auflage von 200 bis 250 Stück hergestellten und noch sehr teuren Druckwerke zu erwerben. Zu den sichersten Stützen des jungen Gewerbes zählten daher kirchliche Großaufträge, etwa für Messbücher, wie zum Beispiel das Missale Aboense. Da die Auflagenerhöhung vom Bedarf abhing, versuchte man sich vielerorts gegen Konkurrenz und Nachdruck mit behördlicherseits erteilten Druckprivilegien zu schützen. Der Beruf des Druckers wurde zum Wanderberuf.

Frankreich, Spanien und Schweden sind niedergelassene deutsche Drucker im 15. Auflagenhöhe lag bei 1000 Stück, die Bücher wurden billiger und handlicher. Jahrhundert bedeutende Basler Drucker Johann Froben, Mitarbeiter in der Amerbachschen Offizin, druckte 1491 eine lateinische Bibel im Taschenformat. Ulm von Johann Zainer, nicht vor dem 14. Die Inhalte der Drucke folgten der Entwicklung der Offizine zu Verlagen und Händlern, es entstand die Autorschaft.