Landerziehungsheime – Von der Entstehung zur heutigen Praxis PDF

Zur Reality-TV-Serie des Schweizer Fernsehens siehe Das Internat. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf Wikipedia, indem du landerziehungsheime – Von der Entstehung zur heutigen Praxis PDF Angaben recherchierst und gute Belege einfügst.


Författare: Nicole Mösch.
Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Pädagogik – Reformpädagogik, Note: 1,0, Hochschule Magdeburg-Stendal; Standort Magdeburg, Veranstaltung: Reformpädagogik, 20 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Die reformpädagogischen Bewegungen fanden ihren Ursprung mit der Bildung eines deutschen Nationalstaats 1871, die gefolgt war von einer rasanten Industrialisierung und Herausbildung eines kapitalistischen Wirtschaftsbürgertums. Dabei galt Bildung nur noch wenig. (vgl. Borst 1997, 291). Zudem durchlebte die Gesellschaft eine starke Säkularisierung. Im Ausgang des 19. Jahrhunderts zeichnete sich eine Jugend- und Lebensreformbewegung ab, die an den starren Konventionen des wilhelminischen Zeitalters Kritik übte. Diese betraf auch das staatliche wilhelminische Schulsystem, dass von Drill und Gehorsam geprägt war. Mit dem Werk von Ellen Key "Das Jahrhundert des Kindes" von 1900 fanden diese Bestrebungen auch international Niederschlag.
Die Institution Schule sollte zu einem Ort werden, an dem sich die Kinder mit ihrer Umwelt auseinandersetzen und die nicht mehr nur von sturer Wissensvermittlung und Autorität geprägt ist. (vgl. Borst 1997, 294) Nicht nur gemeinsames Lernen stand im Vordergrund, sondern auch gemeinsame außerschulische Aktivitäten. Die Schulen sollten zumeist Internatseinrichtungen sein, um einen unfassenden Lebenszusammenhang herzustellen.
Die Reformpädagogik in der Zeit von 1890 bis 1933 war gekennzeichnet von dem Versuch im pädagogischen Handeln die Bedürfnisse und Fähigkeiten der Kinder zu berücksichtigen. (vgl. Borst 1997, 293) Allerdings entwickelten sich in ihrer Interpretation verschiedene pädagogische Konzepte und Zielrichtungen.
Neben Hermann Lietz, waren Minna Sprecht, Paul Geheeb, Anna Siemsens und Peter Peterson wichtige Reformpädagogen dieser Zeit in Deutschland. In den 90’er Jahren des 19. Jahrhunderts wurden mehr und mehr reformpädagogische Alternativschulen gegründet. (vgl. Schwerdt 2002, 54)
Hermann Lietz gilt als Begründer der Landerziehungsheime (LEH) in Deutschland (in der Literatur für "Landerziehungsheim" synonym verwandter Begriff "Landschulheim" bzw. "freie Schulgemeinde").
Auch in anderen Ländern, wie der Schweiz, Frankreich, Großbritannien und der USA wurden LEH’s gegründet.
Ziel dieser Hausarbeit ist es, das reformpädagogische Konzept von Lietz und seinen Nachfolgern, insbesondere Paul Geheebs, zu betrachten.

Heute gibt es verschiedene Formen von Internaten. Der Begriff Internat entstand im 19. Jahrhundert und leitet sich von lat. Er wurde vermutlich analog zu dem deutlich älteren und etwa gleichbedeutenden Begriff Alumnat gebildet.

Bewohner eines Internats werden auch heute z. Den Anlass einer Erziehung in besonderen Erziehungsstätten außerhalb des Familienverbands sehen Historiker bei allen Kulturvölkern ursprünglich in der Vorbereitung auf den priesterlichen Dienst an einem Heiligtum oder den Dienst an Königs- bzw. Jahrhunderts waren ein Viertel der Gymnasiasten in Bayern Internatsschüler. Die Neutralität dieses Artikels oder Abschnitts ist umstritten. Eine Begründung steht auf der Diskussionsseite. Im Zuge gesellschaftlicher Veränderungsprozesse erlebten und erleben die Internate immer wieder Boom- oder Krisenzeiten.

Erstmals tritt hier wieder der Staat als Gründer, Träger und Betreiber von Internaten verstärkt in Erscheinung. Dies kann allerdings über die insgesamt krisenhafte Situation der Internate und eine zunehmende Angleichung von Internatserziehung und Erziehungshilfe nicht hinwegtäuschen. Internaten herbeizureden, entsprechen nicht der Wirklichkeit. Neue Gefahren drohen den Internaten durch den Ausbau der Ganztagsbetreuung an öffentlichen und privaten Tagesschulen sowie durch den weiteren Geburtenrückgang. Verpflegung für Schüler, Studierende, Auszubildende usw. Internate zeichnen sich gegenüber Wohnheimen durch eine im Wesentlichen pädagogische Aufgabenstellung und eine intensivere schulische und erzieherische Betreuung aus. Die Gruppe der Vollinternate kann man unterteilen in Internatsschulen, also Internate mit eigenen Unterrichtseinrichtungen, und Schülerheime, die keine eigenen Schulen unterhalten, sondern ihre Schüler in Lehranstalten anderer Träger am Ort oder in der näheren Umgebung schicken.

Eine weitere Differenzierung ergibt sich aus dem Rechtsstatus der Unterrichtseinrichtungen von Internatsschulen. Reine Heimschulen bilden dagegen eher die Ausnahme. Internatserziehung war in der Vergangenheit vor allem eine kirchliche Domäne. Hälfte der Internatsschulen und Schülerheime wurde von katholischen Trägern betrieben.

Es folgten staatliche und evangelische Institute. Dieser Artikel oder Absatz stellt die Situation in Deutschland dar. Hilf mit, die Situation in anderen Staaten zu schildern. Viele Internatsschulen haben ihr Schul- und Betreuungsangebot differenziert, indem sie sich externen Schülern geöffnet, zusätzliche Schulzweige oder Tagesinternate angegliedert oder die Betreuung von Schülern übernommen haben, die nicht die eigenen Unterrichtseinrichtungen, sondern Schulen anderer Träger besuchen. Reine Jungen- oder Mädcheninternate haben die Koedukation eingeführt.

Die Entwicklung auf dem Internatssektor hat eine Bewegung zur Gründung von Internaten mit wieder stärker elitärer Ausrichtung hervorgerufen. Eine wesentliche Vorbildfunktion hatte hierbei das System der Eliteförderung in der ehemaligen DDR, das nach der Wiedervereinigung z. Es scheint aber außerordentlich schwierig zu sein, elitäre Standards durchzusetzen und zu behaupten. Staatliche Eliteinternate haben in dieser Hinsicht von wenigen Ausnahmen abgesehen trotz sozialverträglicher Pensionssätze zwischen 50 und 300 Euro ähnliche Probleme wie die wesentlich kostspieligere private Konkurrenz. In zahlreichen Romanen, Erzählungen und anderen Genres der seriösen Literatur ist seit dem Mittelalter und in fast allen europäisch geprägten Literaturen das soziale Beziehungsgefüge und das des Öfteren gefährdete Innenleben von Internatszöglingen immer wieder unter verschiedenen Blickwinkeln bearbeitet worden. Die Liste der Bearbeitungen des Themas reißt auch in der Gegenwartsliteratur nicht ab, obwohl die Zahl der Internatsschüler und -schülerinnen heute wesentlich geringer ist als in früheren Zeiten und daher das Leben in einem Internat nur noch einer kleineren Anzahl von Personen aus eigener Erfahrung bekannt ist.

1990 rückte der Film Club der toten Dichter und der gleichnamige Roman von Nancy H. Bekannt wurde auch der Roman von Hugo Claus, Der Kummer von Belgien. Claus’ Roman wurde von Claude Goretta verfilmt. Außer der hier dargestellten gehobenen Literatur gibt es nach wie vor recht erfolgreiche Titel aus dem Gebiet der Unterhaltungsliteratur, insbesondere Kinder- und Jugendbücher, die in einem Internat spielen.

Zeitschrift für die katholischen freien Schulen der Erzdiözese Freiburg. Jonathan Gathorne-Hardy: The Public School Phenomenon 597 — 1977. Gernot Gonschorek: Erziehung und Sozialisation im Internat. Das Internate-Handbuch für Eltern und Schüler. Chance und Herausforderung für kirchliche Internate. Hans-Joachim Winkens: Aspekte der Ganztagsbetreuung im katholischen Internat oder Tagesinternat.