Kriminalgeschichte des Christentums 6 PDF

Informationen zu Person, Werk und Resonanz und somit zu den in den Büchern behandelten Themen, Personen etc. Kriminalgeschichte des Christentums 6 PDF solche organisierten Ritualverbrechen gibt es keine Beweise. Es geht hier nicht um Kriminalität von Satanisten. Es geht hier auch nicht um organisierten Satanismus.


Författare: Karlheinz Deschner.

Band 6 der "Kriminalgeschichte des Christentums" behandelt das Hochmittelalter, also das 11. und 12. Jahrhundert. Zentrale Herrschergestalten der Epoche sind: der letzte Ottone Kaiser Heinrich II., der Heilige, mit seinen drei großen Kriegen an der Seite von Heiden gegen deas katholische Polen, der Salier Heinrich IV. sowie der Staufer Friedrich O. Barbarossa. Der folgenschwere Pontifakt Grgors VII. (1073 – 1085), eines aggressiven "heiligen Satans", führt im berüchtigten Investiturstreit – Stichwort: Canossa – zum Sieg des Heiligen Stuhls über den Kaiserthron. Die Ecclesia militans et triumphans spiegelt sich im vergossenen Blut von Millionen, die sie zu den drei Kreuzzügen aufhetzt. Deschner seziert ebenso unbestechlich den barbarischen Wendenkreuzzug von 1147, überhaupt die Heidenmission, die päpstliche Ostpolitik, die rasch wachsenden "Ketzer"-Bewegungen, die beginnende Inquisition.

Es geht hier vielmehr um organisierte Schwerstkriminalität wie Mord, Kindstötung, Kannibalismus, meist mit sexuellen Aspekten, üblicherweise als „rituelle Gewalt“ oder „ritueller Missbrauch“ bezeichnet. Bisher konnte jedoch kein einziges solches Ritualverbrechen festgestellt oder gar aufgeklärt werden. Die Erklärung dafür geistert nicht nur durch die Kriminalfilme: „Bis in höchste Kreise“, so heisst es, reiche der Arm des organisierten Satanismus. Diesem  hier fehlen die wichtigsten Zutaten dafür: Es fehlt ein Stichwortverzeichnis. Es fehlt auch ein Verzeichnis der verwendeten Literatur, diese ist jeweils bei den einzelnen Kapiteln angegeben.

Wer wissen will, ob ein bestimmtes Buch überhaupt verwendet wurde, muss also lange suchen. Stelle auch nur erwähnt, auch der Autor nicht. Die Faktenbasis für „Rituelle Gewalt“ bleibt weitgehend unklar. Fast ausschliesslich handelt es sich nicht um festgestellte Tatsachen, sondern um Erzählungen von Psychotherapie-Patienten. Mit Umfragen wurde festgestellt, wieviele solcher Fälle von Psychotherpeuten behandelt wurden. Die Therapeuten wurden gefragt, ob sie diese Schilderungen für glaubhaft halten. Ina Schmied-Knittel, 2009, befasst sich mit der öffentlichen Erörterung des Themas, mit deren Ursachen und Auswirkungen.