Konflikte, Diskussionen und Reformen der Verfassung während der französischen Revolution PDF

Dieser Artikel oder Absatz stellt die Situation in Deutschland dar. Hilf mit, die Situation in anderen Staaten zu schildern. Die Bauernbefreiung konflikte, Diskussionen und Reformen der Verfassung während der französischen Revolution PDF die in Deutschland mehr als hundert Jahre dauernde Ablösung der persönlichen Verpflichtungen der Bauern gegenüber ihren Grund- und Leibherren vorwiegend im 18.


Författare: Christian Maier.
Studienarbeit aus dem Jahr 2014 im Fachbereich Geschichte Europa – and. Länder – Neuzeit, Absolutismus, Industrialisierung, Note: 1,7, Ludwig-Maximilians-Universität München (Historisches Seminar), Veranstaltung: Die Verfassungsdiskussion in den europäischen Staaten (1791-1848), Sprache: Deutsch, Abstract: 1830 stürmten, nach einer versuchten reaktionären Gesetzesänderung, Pariser Bevölkerungsmassen auf die Straße und machten es der liberalen Opposition möglich kleine Änderungen an der Verfassung zu verwirklichen und einen neuen König einzusetzen. Dieser Vorfall fand allgemeine Bekanntheit unter dem Terminus Julirevolution. In Sachen Spektakularität scheint sie auf den ersten Blick wie eine kleine Schwester von 1789, dennoch stellt sich die Frage, worin genau die Gemeinsamkeiten liegen? Welches ist das politische und geistige Klima, in dem die Unterstützer von 1830 heranreiften und stärker wurden?
Verhandelt werden sollen zum einen Fragen danach, welches Gedankengut als Triebfeder für die revolutionären Trägerschichten ursächlich war, welche Rolle Parlamentsdebatten spielten und ob es überhaupt politische oder andere Gründe waren, die die Revolution befeuerten. Genauso soll aber auch untersucht werden, wie liberal, reaktionär oder republikanisch das Ergebnis der Revolution in der revidierten Charte eigentlich war.

Situation vom späten Mittelalter bis Anfang des 19. Jahrhundert waren neun Zehntel der deutschen und vier Fünftel der europäischen Bevölkerung abhängige Bauern. Als Gegenleistung schuldeten die Bauern Fronen und Naturalabgaben. Ihre Kinder mussten auf dem Gut des Grundherrn in vielen Territorien Gesindezwangsdienste leisten.

Die Fronen bestanden in den bäuerlichen Arbeiten wie Pflügen, Eggen, Säen, Mähen, Dreschen, aber auch Bau- und Kriegsfuhren einschließlich der Gestellung der Zugtiere. Zu den Naturalabgaben kam oft noch der ursprüngliche Kirchenzehnt hinzu, der im Laufe der Jahrhunderte an einen Grundherrn veräußert oder verpfändet worden war. Fronen und Naturalabgaben waren verhasst und waren wegen ihrer rechtlichen Unbestimmtheit und der damit verbundenen Gefahr des Ausweitens ein Hindernis in der Entwicklung der Landwirtschaft. Richtig daran ist, dass die Gutsherrschaft als Häufung von Grundherrschaft, Leibherrschaft und Patrimonialgerichtsbarkeit in einer Hand östlich der Elbe verbreitet war und die Bauern in besonders starkem Maße unfrei machte.

Einen entscheidenden Anstoß zur Bauernbefreiung gab die französische Revolution, bei der viele feudale Abhängigkeiten aufgehoben wurden. In England begann die Bauernbefreiung schon in der frühen Neuzeit, als am Ende des 15. Jahrhunderts den Bauern die persönliche Freiheit gewährt wurde. Auf dem Kontinent begann die Überlegung, die Bauern von herrschaftlichen Verpflichtungen zu lösen, im Zeitalter der Aufklärung. Jahrhundert wuchs die Zahl der Bauernprozesse und auch die Zahl der juristischen Werke stark an, die sich mit den Rechten und Pflichten der Bauern befasste. Die Bauernrechtsliteratur wurde zu einer eigenen juristischen Literaturgattung.

Vermutung, dass der Bauer frei ist. Anerkannt war, dass das Verhältnis zwischen Bauern und Grundherr konfliktreich war und die Fronen und Abgaben bei den Bauern verhasst waren. Die Unfreiheit des Bauern ist keine von vornherein gegebene Eigenschaft oder Merkmal seiner Person, sondern entsteht erst dadurch, dass er vertraglich auf seine Freiheit verzichtet. Der historische Ursprung der Leibeigenschaft gehe auf den Frankenkönig Chlodwig I. 499 den besiegten Alemannen auferlegt habe.