Kommunikologie PDF

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Författare: Vilem Flusser.
Der Lehre der menschlichen Kommunikation, von Flusser folgerichtig "Kommunikologie" getauft, galt sein lebenslanges Interesse. Damit führt dieser Band in ein Zentrum Flusserschen Denkens. Diese Ausgabe erschließt Flussers Texte zur Kommunikation nach dem Hypertext-Modell: So läßt sich die Kommunikologie nicht nur linear, sondern auch wie ein Netzwerk lesen – durch "ein aktives Knüpfen von Querverbindungen zwischen den Elementen" (Flusser).

Als Medientheorie werden spezifische oder generalisierte Forschungsansätze verstanden, die das Wesen und die Wirkungsweise von Einzelmedien oder der Massenmedien generell zu erklären versuchen. Die Medientheorie gehört neben der Medienanalyse und der Mediengeschichte zu einem der drei zentralen Arbeitsfelder der Medienwissenschaft. Bislang ist es nicht gelungen, eine Kategorisierung nach technischen Medienbegriffen mit einer sinnvollen und stimmigen Definition von Medium bzw. Zudem gehen verschiedene wissenschaftliche Disziplinen unterschiedlich an das Thema heran. Es existieren verschiedene Ansätze zur Systematisierung vorhandener Medientheorien. Stavros Arabatzis unterscheidet in seiner Rezension der Bücher von Leschke, Mersch, Debray und Agamben, in seinem Aufsatz Doxologien der Schaltungen sowie in seinem Buch Medienherrschaft, Medienresistenz und Medienanarchie.

Medien und Medientheorien behandeln zwei wesentliche Aspekte: die Modernität der neuen Medien und ihre Archäologie. Diese Medienspur führt auf den imperativen Charakter der neuen Medien zurück. Erzählung, Wunsch, Gefühl, Drohung, Zorn, Frage etc. Medium hinaus und umfasst alle Medien – in ihrer Vermittlung und Unmittelbarkeit. Entsprechend werden Medientheorien in den jeweiligen Kategorien eingeordnet, wobei diese Kategorisierung nicht statisch zu verstehen ist, weil ja darin auch die Dynamik der Medien wirkt. Andererseits wird hier aber darauf hingewiesen, dass Medien in ihrer Dynamik ihrerseits eines statischen Moments bedürfen, wollen sie in ihrer Praxis und Theorie nicht blind und leer bleiben. Die Modernität der Medien verweist auf die Genealogie der Medien: von ihrem magisch-mythischen und kultischen bis hin zu den profanen Medien.