Knochen lesen. Tierknochen als Zeugen der Vergangenheit PDF

Bahnhof Landeck-Knochen lesen. Tierknochen als Zeugen der Vergangenheit PDF sowie der Inntal Autobahn A 12. Landeck liegt an einer Biegung des Inns, der hier die von Westen aus dem Stanzer Tal kommende Sanna aufnimmt.


Författare: Sigrid Czeika.
Es gibt kaum eine Ausgrabung, auf der keine Tierknochen gefunden werden. Die auf den ersten Blick oft unansehnlichen Skelettteile stellen eine wichtige historische Informationsquelle dar. Wie wird mit diesem bioarchäologischen Fundgut umgegangen? Welche Aussagen können ihm entlockt werden? Welche kulturelle Bedeutung hat das Material? Welche Gegenstände wurden im Lauf der Jahrtausende aus Bein angefertigt? Diesen und anderen Fragen wird in der Publikation „Knochen lesen“ nachgegangen.
Die Wissenschaft von den Tierknochen hat viel mit dem Leben zu tun, auch wenn sie sich vordergründig mit dessen Überresten beschäftigt. Die Funde aus der Vergangenheit erzählen über Tiere, ihre Lebensbedingungen und ihre Beziehung zu den Menschen. „Knochen lesen“ beschreibt den Weg der Tierreste von der Ausgrabung bis hin zur wissenschaftlichen Erkenntnis.
Der kulturgeschichtliche Teil der Publikation widmet sich der Vielseitigkeit und Faszination des Materials Bein. Tierknochen, Geweih, Hörner und Zähne sind Rohstoffe, auf die man lange nicht verzichten konnte. Heute werden Tierknochen nur noch selten verarbeitet. Ihre Rolle haben Kunststoffe übernommen.

Das Oberinntal bildet hier einen Talkessel, in dem östlich von Landeck auch Zams liegt. Landeck ist die westlichste Stadt Tirols. Die Stadtgemeinde und einzige gleichnamige Ortschaft bzw. Katastralgemeinde Landeck gliedert sich in die fünf Stadtteile Angedair, Perfuchs, Perfuchsberg, Perjen und Bruggen.

In der Spalte Katastralgemeinden sind sämtliche Katastralgemeinden einer Gemeinde angeführt. In der Spalte Ortschaften sind sämtliche von der Statistik Austria erfassten Siedlungen, die auch eine eigene Ortschaftskennziffer aufweisen, angeführt. In der Hierarchieebene der selben Spalte, rechts eingerückt, werden nur Ansiedlungen, die mindestens aus mehreren Häusern bestehen, dargestellt. Zu beachten ist, dass manche Orte unterschiedliche Schreibweisen haben können.

So können sich Katastralgemeinden anders schreiben als gleichnamige Ortschaften bzw. Die zwei Gemeinden Angedair und Perfuchs wurden im Jahr 1900 zur neuen Gemeinde Landeck vereinigt. Diese erhielt 1904 das Marktrecht und wurde im Jahr 1923 zur Stadt erhoben. Während der nationalsozialistischen Herrschaft 1939 bis 1945 wurde Landeck mit der Nachbargemeinde Zams vereinigt und sollte zu einer Großstadt an der Südgrenze des Großdeutschen Reiches ausgebaut werden.

Nach 1945 war die Zwangsehe nicht mehr aufrecht zu halten, die Bewohner von Zams hatten sich nie damit abfinden wollen. Alle neun Nachbargemeinden liegen im Bezirk Landeck. Von Innsbruck erreicht man Landeck mit der Arlbergbahn, die über den Arlberg weiter nach Vorarlberg führt. Landeck sollte zudem Ausgangspunkt der nach Mals im Vinschgau und ins Engadin geplanten Reschenbahn sein. Die Bauarbeiten wurden sowohl während des Ersten als auch des Zweiten Weltkrieges in Angriff genommen, wobei dabei jeweils militärstrategische Gründe ausschlaggebend waren.

Landeck liegt am Fernradweg, der als Via Claudia Augusta entlang einer gleichnamigen antiken Römerstraße verläuft. Neuere Forschungen ergaben, dass im Landecker Raum ursprünglich die Fokunaten als ein indogermanischer Stamm ansässig waren. Burschlbrücke zwischen Perfuchs und Perjen gemeint ist. Jahrhundert war der Landecker Raum eher nur dünn besiedelt, durch die bajuwarische Landnahme wurde aber letztlich eine umfangreiche Kolonisierung eingeleitet. Anlage, mit deren Hilfe man den Verkehr vom Oberinntal ins Stanzertal kontrollierte. Fließ und Prutz als Zeugen genannt.

Jahrhunderts hat der Landecker Raum offenbar mit dem Bereich der Gerichte Imst und Petersberg zum Herrschaftsbereich der Grafen von Ulten gehört. Die Fließer Dingstätte war für Fließ, Fließerberg, Piller und Hochgallmig zuständig, jene von Zams für Zams und Zammerberg mit Falterschein, Saurs, Schönwies und Angedair. Obwohl Perfuchs und Angedair somit unterschiedlichen Gemeinden angehörten und politisch und wirtschaftlich getrennt waren, bildeten sie dennoch eine gemeinsame Kirchengemeinde Landeck. Steuer, Wehrwesen, öffentliche Arbeiten im Bereich der Straßen und Befestigungen.