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Für die Gründung des Bundes gab es bei den verschiedenen Akteuren sehr unterschiedliche Motive. Die Voraussetzungen für die kirchliche Arbeit in den Gemeinden der DDR unterschieden sich von denen der westdeutschen Kirchen. Während dort weiterhin volkskirchliche Zustände herrschten, kirchen Bildung Raum PDF man sich in der DDR zunehmend in einer Minderheitsposition, zusätzlich in einem sich sozialistisch verstehenden Staat, der das Verschwinden von Religion postulierte.


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Kirchenräume sind gefragt. Sie sind Schatzkammern erbauter und sichtbar gewordener Glaubenserfahrungen und sie haben einen Mehrwert, der eindeutig christlich konnotiert ist. Kirchenräume werden aber je länger je mehr – vor allem in Städten – von unterschiedlichsten Menschen aufgesucht. Kirchenräume lösen daher auch Fragen aus. Besuchende fragen nach Sinn und Bedeutung von Bildern, Skulpturen, Inschriften und dem Raum als solchem, vor allem, wenn Kirchenräume von Menschen unterschiedlicher Denk- und Glaubenshaltungen genutzt werden. Diese Zunahme der Attraktivität macht die Notwendigkeit offensichtlich, Kirchenräume als gebauten Text des christlichen Glaubens neu zu erschliessen.
Die Autorinnen und Autoren verbinden theoretische Zugänge und praktische Einblicke: Nach einem einführenden theologischen Teil folgen Beiträge zur Kirchenraumpädagogik sowie Seitenblicke in die Kunstgeschichte und die Architektur. Den Abschluss bilden praktische Werkstattberichte. So ergeben sich neue Einsichten zur Frage, wie Kirchenräume verstanden und erschlossen werden.

Anderen Akteuren, bekannt ist hier vor allem der thüringische Bischof Moritz Mitzenheim, lag sehr viel stärker an einer Trennung von den westdeutschen Kirchen und einer größeren Nähe zur DDR, was von Kritikern als Opportunismus gegenüber staatlichen Forderungen gesehen wurde. Mit der neuen Verfassung der DDR von 1968 wurden über die Grenzen der DDR hinausgehende Institutionen für illegal erklärt, somit auch die Mitgliedschaft der evangelischen Kirchen in der EKD. Ordnung für den neu zu schaffenden Kirchenbund erarbeitete, die dann bereits am 10. Auch wenn die Gründung des Bundes eine Trennung von der EKD bedeutete, wurde im Art. Der Bund bekennt sich zu der besonderen Gemeinschaft der ganzen evangelischen Christenheit in Deutschland.

Ein entsprechender Artikel fand sich auch in der Grundordnung der EKD. Rund 40 Prozent des Haushalts der evangelischen Kirchen in der DDR wurde von den westdeutschen Landeskirchen übernommen. Der Vizepräsident des Diakonischen Werkes mit Sitz in Stuttgart, Ludwig Geißel, spielte eine Rolle bei diesem Transfer. Der Bund verstand sich analog zur EKD als ein föderaler Zusammenschluss seiner Gliedkirchen, der die rechtliche Selbständigkeit der einzelnen Kirchen nicht berührte. 1969: Potsdam: Wahl des Oberkirchenrats der Ev. Eng verbunden mit dem Bund der Evangelischen Kirchen war die Formel der Kirche im Sozialismus. Die Synode des Bundes hat sich im Laufe ihrer Geschichte immer wieder mit der Frage der Stellung der Kirche und der Christen in einem sozialistischen Staat beschäftigt.

Wir wollen Kirche nicht neben, nicht gegen, sondern Kirche im Sozialismus sein. Diese Gruppen, die mit ihrem Anspruch, aber auch mit Aktionen bewusst aus dem kirchlichen Raum heraustraten, führten zu weiteren Auseinandersetzungen innerhalb der Gemeinden, zwischen Gemeinden und Gruppen und zwischen Gemeinden und Kirchenleitungen um das Selbstverständnis der Kirche. Die Bildung des Bundes der Evangelischen Kirchen und die damit verbundene Neuorientierung der Kirchen in der DDR bildeten die Grundlage für einen beginnenden Dialog zwischen Staat und evangelischer Kirche. Neben der administrativen Funktion des Bundes gab dieser auch inhaltliche Impulse für die Arbeit in den Kirchengemeinden und auf den Synoden. Hierzu gab es beim Bund die Theologische Studienabteilung, die Arbeitspapiere zu innerkirchlichen, aber auch zu gesellschaftlichen Fragestellungen erarbeitete. Besonders hervorzuheben ist hier das Referat Friedensfragen der Studienabteilung.

Auch die Synoden des Bundes befassten sich immer wieder mit der Friedensfrage. Militärdoktrin in Ost und West widersprach. Ordnung des Bundes der Evangelischen Kirchen in der Deutschen Demokratischen Republik vom 10. Vandenhoeck und Ruprecht, Göttingen 2006, ISBN 978-3-525-55747-1, S.