Kants Rechtslehre PDF

Zur Navigation springen Zur Suche springen Die Metaphysik der Sitten ist die 1797 veröffentlichte Schrift des Philosophen Immanuel Kant zur Rechts- und Tugendlehre. In der Rechtslehre behandelt Kant das moralisch gebotene Handeln der äußeren Beziehungen der Menschen kants Rechtslehre PDF, die sich im positiven Recht niederschlagen. In der Tugendlehre befasst er sich hingegen mit den inneren, bloß subjektiven Maßstäben, die das moralische Handeln kennzeichnen.


Författare: Helmut Wagner.
Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Politik – Politische Theorie und Ideengeschichte, Note: 1,3, Hochschule für Politik München, Veranstaltung: Hauptseminar: Menschenrechte und Globalisierung, Sprache: Deutsch, Abstract: Der Philosoph Immanuel Kant hinterließ uns ein geistiges Erbe, das auf einen besonderen Menschen und außergewöhnlichen Denker schließen lässt. Doch, so eine berechtigte Frage: inwiefern ist seine Philosophie überhaupt noch aktuell?
Entgegen der heute oft vorherrschenden Ansicht, dass die Staats- und Rechtsphilosophie keiner Begründung durch die Metaphysik mehr bedarf – wie z.B. in Rawls‘ " politischer, nicht metaphysischer " Gerechtigkeitstheorie – hielt Kant die Metaphysik nämlich noch für eine unerlässliche Pflicht. Hierbei gilt es zunächst einmal zu unterscheiden, worauf die Rechtslehre eigentlich zielt. Denn wenn sie bloß auf die positiv geltende Rechtsordnung zielt, so scheint eine Metaphysik nicht zwingend erforderlich. Anders sieht es aber für den Fall einer Rechtsphilosophie aus, die sich als Rechtsethik versteht, wie dies bei Kant der Fall ist. Ihr liegt ja der normative Anspruch zugrunde, die letztgültigen Prinzipien aller positiven Rechtsordnung ethisch zu begründen, und nicht nur diejenigen der modernen liberalen Demokratie. Es geht also um die Legitimationsaufgabe von Philosophie für die Frage der rechtlich-politischen Organisation von Gesellschaft überhaupt, für die auch in der Epoche der Moderne gilt: " eine Metaphysik der Sitten voraussetzen […] ist […] Pflicht ".
Kant nimmt sich dieser Frage mutig an, mit einer systematischen Methodik und einer begrifflichen Klarheit, die ihresgleichen sucht und dabei auf seiner normativen Urteilskraft beruht. Zwar hat Kants Rechts- und Staatslehre in der Politischen Theorie wohl nicht die Wertschätzung erfahren, wie sie Platons Politeia und Aristoteles‘ Politik für die Antike und Augustinus‘ De civitate Dei für das Mittelalter beanspruchen können, und für die Neuzeit vor allem Hobbes‘ Leviathan, Lockes Second Treatise und Rousseaus Contrat Social – dies tut seiner originären Leistung aber keinen Abbruch, denn sein Werk setzt v.a. Hoffnung in den Menschen.
Im Rahmen dieser Arbeit wird untersucht werden, wie Kant seine Rechtslehre begründet und welches Ziel er damit verfolgt. Dabei wird das Konzept der praktischen Vernunft als die methodische Grundlage vorgestellt und dann hinsichtlich seiner inhaltlichen Konsequenzen erläutert. In intensiver Auseinandersetzung mit der Forschungsliteratur wird der systematische Aufbau von Kants Rechtslehre leicht verständlich nachgezeichnet. Die Arbeit vermittelt dem Leser auf wenigen Seiten einen fundierten Überblick über die Grundzüge von Kants Rechtslehre.

Hier gelten nur die Zwecke, die der Mensch sich selbst setzt, während in der äußeren Beziehung auch das Interesse anderer Menschen zu berücksichtigen ist. Historisch ist die Rechtslehre als eigenständige Schrift etwa ein halbes Jahr früher veröffentlicht worden als die Tugendlehre. Die Rechtslehre enthält deshalb nach einer kurzen Vorrede zunächst eine Einleitung in die Metaphysik der Sitten sowie nachfolgend eine zweite Einleitung in die Metaphysischen Anfangsgründe der Rechtslehre. Die Tugendlehre ihrerseits hat eine eigene Einleitung, die sich auch auf die allgemeine Einleitung in die Metaphysik der Sitten bezieht. In der Einleitung in die Metaphysik der Sitten begründet Kant, warum die Sittenlehre nicht auf der empirischen Erfahrung aufgebaut sein kann, sondern auf allgemeinen Vernunftüberlegungen aufzubauen hat. Wünsche und Begierden, die nicht auf Überlegungen und Schlussfolgerungen beruhen. Das Begehrungsvermögen drückt sich in Lust oder Unlust, etwas zu tun oder zu lassen, aus.

Ein jeder Mensch hat rechtmäßigen Anspruch auf Achtung von seinen Nebenmenschen, und wechselseitig ist er dazu auch gegen jeden Anderen verbunden. Kant postuliert das angeborene Recht jedes Menschen auf Freiheit. Nach seiner Auffassung ist es Aufgabe des Rechts, die Ausübung der individuellen Freiheit der Einzelnen mit der Freiheit von jedermann nach einem allgemeinen Gesetz in Übereinstimmung zu bringen. Freiheit und Gleichheit aller Staatsbürger gewährleistet. Unabdingbare Voraussetzung für das Funktionieren des Staats nach Freiheitsgesetzen ist die Gewaltenteilung. Zusammenleben der Völker zur Verhütung von Kriegen.