Kaiser Friedrichs Tochter Kunigunde PDF

Hochzeit von Erzherzog Karl und Zita von Bourbon-Parma auf Schloss Schwarzau, in Anwesenheit von Kaiser Franz Joseph I. Bélla kaiser Friedrichs Tochter Kunigunde PDF aliī, tu félix Áustria nūbe.


Författare: Joseph Benedikt Heyrenbach.
Kaiser Friedrichs Tochter Kunigunde – Ein Fragment aus der Österreich-Bayerischen Geschichte ist ein unveränderter, hochwertiger Nachdruck der Originalausgabe aus dem Jahr 1778.
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Nám quae Márs aliīs, dát tibi díva Venús. Kriege führen mögen andere, du, glückliches Österreich, heirate. Denn was Mars den anderen, gibt dir die göttliche Venus. Kriege führen mögen andere, Protesilaos soll lieben. Im Vorfeld des Trojanischen Krieges prophezeite ein Orakelspruch den Tod jenes Griechen, welcher als erster trojanischen Boden betreten wird. Zum einen drückt die Phrase das Geschick der Habsburger aus, Herrschaftsausbau durch günstige Eheschließungen zu erreichen. Zum anderen kann sie als Spottvers verstanden werden auf die mangelnde Fähigkeit, durch Krieg und Diplomatie erfolgreich zu sein.

Deshalb wurde die Urheberschaft des Spruchs zum einen im negativen Sinn dem Gegenspieler des habsburgischen Kaisers Friedrich III. Trotz seiner langen Regierungszeit gilt Friedrich III. Mit Karl dem Kühnen handelte er die Heirat zwischen seinem Sohn Maximilian, dem späteren Kaiser Maximilian I. Die Eheschließung der Tochter Friedrichs III.

Kunigunde von Österreich, und dem Herzog Albrecht von Bayern, diente wiederum dazu, einen Krieg zu vermeiden. Albrecht hatte sich widerrechtlich Reichslehen angeeignet und hielt mit der Maßgabe um Kunigundes Hand an, dass Friedrich III. Bernhard Strigel: Kaiser Maximilian und seine Familie. Paradigmatisch für die Sichtweise, die Heiraten als besonderes Geschick der Habsburger zu verstehen, ist die Politik Kaiser Maximilians I. Auch die Heiratspolitik während der Renaissance war auf territoriale Ausdehnung gerichtet, wie die Hochzeiten der drei Töchter von Kaiser Ferdinand I.

Damals hatte Oberitalien mit seinen reichen Städten politisch, wirtschaftlich und kulturell einen besonderen Stellenwert. Auch Maria Theresia versuchte durch günstige Eheschließungen ihrer Kinder den politischen Einfluss an fremden oder weit entfernten Höfen auszuweiten. Die Heiraten sollten den habsburgischen Erblanden Bündnisse mit anderen Dynastien zum Beistand gegen das Preußen Friedrichs II. Maria Theresias Tochter Maria Karolina wurde 1768 mit König Ferdinand I.

Durch die Verbindung mit dem Bourbonen erhoffte sich Maria Theresia nicht nur Machtzuwachs für das Haus Österreich, sondern auch eine bessere Kommunikation zwischen den beiden Dynastien. 1770 wurde die jüngste Tochter Maria Theresias vierzehnjährig mit dem französischen Dauphin, dem späteren Ludwig XVI. Dahinter stand die Absicht, Einfluss auf die französische Politik des Königs Ludwig XV. Kaiserin Marie Louise und ihr Sohn Napoleon Franz, König von Rom. Für die Eheschließung mit Marie Louise von Österreich ließ der französische Kaiser Napoleon Bonaparte die Ehe mit seiner bisherigen Gemahlin Joséphine im Jahr 1810 wegen Kinderlosigkeit scheiden.

An diese Heirat waren große Erwartungen geknüpft. Auf der einen Seite beabsichtigte Franz I. Kaiser von Österreich und Marie Louises Vater, eine Festigung des französisch-österreichischen Bündnisses. Napoléon hingegen erhoffte sich durch diese Verbindung die Legitimation seines französischen Kaiserreiches und den langersehnten Thronerben. Marie Louise war mit ihrem Schicksal als Kaiserin der Franzosen an Napoléons Seite weniger zufrieden.