Körper- und Bewegungsspiele PDF

Menschen zu einem Spaziergang überreden kann. Das Jagen mag ein Problem für den Körper- und Bewegungsspiele PDF sein – für den Hund ist es überhaupt kein Problem – Jagen ist für ihn die natürlichste Sache der Welt.


Författare: Josef Broich.
Bewegung öffnet den Menschen für sich und andere, schafft Konzentration und Aufmerksamkeit. Der Umgang mit dem eigenen Körper, dem Partner und der Gruppe wird mit diesen Spielen leicht gemacht. Ohne Vorkenntnisse leicht in jeder Gruppe einsetzbar. Kein Materialbedarf. Die Themen: Bewegen und ankommen, Bewegen und streiten, Entdecken und spüren, Erzählen und spielen, Sehen und ausdrücken, Mitmachen und ausdrücken, Greifen und halten, Spiele ohne Worte, Spiele für Zwischendurch, Bewegen und loslassen.

Hetzen versetzt den Hund in einen euphorischen Rauschzustand. Jagdverhalten ist genetisch fixiert und je nach Rasse durch Zucht mehr oder weniger stark herausgebildet. Da gibt es Hunde, die nach 200 Metern anhalten, weil das Wild bereits über alle Berge ist und da gibt es als das andere Extrem Hunde, die tagelang weg sind und bis zur völligen Erschöpfung hetzen. Und dazwischen all die mittelmäßig passionierten Hunde, die „nur“ mal eben einen 2-stündigen Ausflug machen. Den Hund vom Jagen abzuhalten, ist sicher das schwierigste Kapitel in der Hundeerziehung. Auch ich habe kein Patentrezept anzubieten, das das Jagen völlig unterbindet, denn beim Jagen schüttet der Körper des Hundes jede Menge Glückshormone aus, gegen die wir kaum ankommen.

Bevor ich näher auf die Korrektur des unerwünschten Jagdverhaltens eingehe, möchte ich auch noch kurz den Unterschied zwischen Jagen und Hetzen verdeutlichen. Der Jagdtrieb veranlasst den Hund gezielt nach Fährten, also den Geruchsspuren eines Tieres, zu suchen und sie zu verfolgen. Findet der Hund die Beute, wird der Hetztrieb aktiviert sobald die Beute flüchtet. Dass Hovawarte keinerlei Jagdtrieb aufweisen sollen, ist leider ein Ammenmärchen, das sich allerdings hartnäckig hält.

Den Typ- und Lagerhunden, aus denen der Hovawart entstanden ist, fehlte die Jagdmotivation weitgehend. Die Bauernhunde waren „wildfromm“, obwohl sie nie gezielt gegen jagdliche Eignung selektiert wurden. Argus hat einen sehr starken Beutetrieb. So gemütlich er bei schwülem Wetter auch wirken mag, bei niedrigen Temperaturen war er im Wald ein Bündel Dynamit auf 4 Pfoten: sobald wir das Haus verließen explodierte sein unbändiger Bewegungsdrang. Einfach nur spazierenschlurfen war nichts für ihn. Auch wenn kein Wild in der Nähe zu sein schien, ging plötzlich seine Jagdleidenschaft mit ihm durch – und Frauchen stand kochend vor Wut hundelos in der Botanik herum. Gelegenheit macht Jäger – Wehret den Anfängen!