Juden – Bürger – Deutsche PDF

Die Geschichte der Juden in Deutschland ist die einer ethnischen und konfessionellen Minderheit im deutschen Sprachraum Mitteleuropas und je nach Epoche sehr unterschiedlich dokumentiert. Juden leben seit mehr als 1700 Jahren in den Juden – Bürger – Deutsche PDF und Regionen Mitteleuropas. Die jüdische Präsenz im deutschen Sprachgebiet wurde in den folgenden Jahrhunderten kaum unterbrochen.


Författare: Andreas Gotzmann.

Im 19. Jahrhundert bildete sich zum einen eine bürgerliche und zum anderen eine spezifisch jüdische bürgerliche Gesellschaft heraus. Die Autoren dieses Bandes beleuchten die Besonderheiten, aber auch die Übereinstimmungen dieses Nebeneinanders aus sozial-, kultur- und kunstgeschichtlicher Perspektive.

Jüdische Gemeinden in Deutschland erlebten sowohl Epochen der Toleranz und Blütezeiten als auch antijudaistische Verfolgungen und antisemitische Gewalt, die im 20. Zu den historisch bekanntesten Persönlichkeiten deutsch-jüdischer Herkunft zählen u. Albert Einstein, Heinrich Heine, Felix Mendelssohn Bartholdy, Karl Marx und Max Liebermann. Juden lebten bereits in der römischen Provinz Germania inferior. Für einige römische Siedlungen sind im 4. Allen Stadträten gestatten Wir durch allgemeines Gesetz, Juden in die Kurie zu berufen.

Ob es in den rheinischen Städten durchgehend jüdische Siedlungen gab, ist ungewiss. Möglicherweise bestanden nach dem Abzug der Römer und der germanischen Landnahme einige jüdische Siedlungen weiter. Ihre rechtliche Stellung war während der römischen Zeit gesichert und Juden besaßen das volle Bürgerrecht. Wie Juden nach der Völkerwanderungszeit in die Gebiete rechts des Rheins und nördlich der Donau gelangten, ist weitgehend unerforscht. Jahrhundert stieg die Zahl der Juden stark an.

000, hatte sie sich bis ins 11. Jahrhundert wanderten aus Italien und Südfrankreich jüdische Kaufleute in rheinische Städte ein. Die dortigen jüdischen Gemeinden erlebten ihre Blütezeit. Dies änderte sich nach den Pogromen gegen jüdische Gemeinden, die während des Ersten Kreuzzugs ab 1096 unter Papst Urban II. Vor Beginn der Kreuzzugspogrome gab es im Reich nur wenig mehr als ein Dutzend jüdischer Gemeinden. Die Pogrome, die die Große Pest um 1350 begleiteten, markierten einen tiefen Einschnitt. Sie begannen 1348 in der Schweiz unter dem Vorwurf der Brunnenvergiftung durch die Juden.

Die Feindschaft gegenüber jüdischen Geldverleihern führte immer wieder zu Ausschreitungen, deren Opfer hauptsächlich jüdische Einwohner wurden. Immer fanden sich neue Anlässe zu neuen Morden und Vertreibungen. Während der Hussitenkriege wurden die Juden in Österreich, Böhmen, Mähren und Schlesien verfolgt. 1492 starben bei dem Sternberger Judenpogrom 27 Juden auf dem Scheiterhaufen. Noch im gleichen Jahr wurden alle Juden aus Mecklenburg vertrieben. Bis 1520 waren Juden weitgehend aus den großen Städten vertrieben worden.