Johann Gottlieb Fichte: Die späten wissenschaftlichen Vorlesungen / I: 1809–1811 PDF

Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Die meisten der Immatrikulierten studieren, um sich für Berufe johann Gottlieb Fichte: Die späten wissenschaftlichen Vorlesungen / I: 1809–1811 PDF qualifizieren, für die der Erwerb eines akademischen Grades oder das Ablegen eines Staatsexamens vorausgesetzt oder zumindest wünschenswert ist. Sie besuchen im Rahmen des Studiums meistens Lehrveranstaltungen in den Gebäuden der jeweiligen Bildungseinrichtung.


Författare: Johann Gottlieb Fichte.
The introductory lecture held in the winter of 1809 discusses the road leading from a vague premonition of the truth to clear scientific knowledge. As is the case with all theories of science developed during the later years of a philosopher’s life, the ›Wissenschaftslehre 1810‹ (Epistemology 1810) is guided by the following basic idea: Knowledge is, in accordance with its fundamental character, an image of the absolute. It is in self-penetration that this knowledge rises from lower principles to continuously higher forms of reflection (“schemata”) of its regularity, whereby the individual versions up to 1814 all began with continuously higher standpoints. In the introductory lecture held in October of 1810, Fichte deals with the question of how it is possible to convey empirical, historical and psychic knowledge. The purpose of the ›Thatsachen des Bewußtseyns‹ (Facts of Consciousness) (1810/1811) is to lead from everyday consciousness to the scientific level, as did the Platner lectures held during his time in Jena. Based on the observation of factual-hypothetical fields of knowledge they rise to their principles, not yet however in their complete systematic context.

Mit der Immatrikulation erhält eine Person den Status eines Studenten bzw. Phase zur Erlangung des Doktorats, des höchsten akademischen Grades, formal im Rahmen eines regulären Studiums statt. Angehörige der Universitäten, also Studenten, Professoren aber auch Angestellte wie z. Jahrhundert nicht als Bürger der Universitätsstadt, sondern ihrer Universität. Deshalb wurden Studenten, die einen Verstoß gegen die geltende Ordnung begingen, von Seiten der Universität bestraft und kamen nicht in das Stadtgefängnis, sondern in den Karzer der Universität. Aus dieser Situation ergaben sich vielfach Konflikte mit den Stadtbewohnern.

Studenten waren berüchtigt für Alkoholkonsum, nächtliches Lärmen und wilde Streiche. Von der Universität wurden sie dafür vergleichsweise milde bestraft, weshalb sie bei der städtischen Bevölkerung oft unbeliebt waren, selbst wenn man an ihnen gut verdienen konnte. Laurentius de Voltolina: Liber ethicorum des Henricus de Alemannia, Einzelblatt, Szene: Henricus de Alemannia vor seinen Schülern, 14. Zur Entstehungszeit der Universitäten hatten diese Einrichtungen ein weitaus größeres Bildungsspektrum abzudecken als heute. Das vorbereitende Schulwesen war weder entwickelt noch standardisiert. Die Eingangsvoraussetzungen an den Universitäten waren niedrig.

Auch hatten die Studienanfänger gänzlich unterschiedliche Vorstellungen über das von ihnen angestrebte Bildungsniveau. So gab es auch im Mittelalter verschiedene Typen von Studenten an den Universitäten. Der zweithäufigste Typ von Studenten strebte einen solchen Abschluss an der Artistischen oder Philosophischen Fakultät nach etwa zwei bis zweieinhalb Jahren auch tatsächlich an. Unter der Anleitung seines Magisters konnte er den Grad eines Bakkalaureus erreichen. Mit diesem Grad konnte man immerhin schon als Privatlehrer arbeiten oder eine eigene Schule betreiben. Der dritte Typ von Student verblieb an der Fakultät, studierte weiter und unterrichtete oder leistete andere akademische Hilfsdienste.

Nach weiteren zwei oder drei Jahren konnte er den Grad eines Magisters erwerben. Fakultäten, war aber zugleich mit einer Lehrverpflichtung verbunden. Nur sehr wenige von ihnen, etwa zwei bis drei Prozent aller Studenten, schafften den Erwerb des Bakkalauriats an einer der höheren Fakultäten, was auch hier eine Lehrtätigkeit ermöglichte, und konnte danach den Doktorgrad anstreben. Dieser vierte Typ hatte dann schon ein würdiges Alter von 25 bis 30 Jahren erreicht und war etwa zehn Jahre älter als seine jüngsten Kommilitonen.

Ein fünfter Typ von Student war schließlich der so genannte Standesstudent aus einer adligen, patrizischen oder zumindest reichen Familie. Studenten dieser Herkunft kamen mit eigenem Dienstpersonal an die Universität und waren nur am Erwerb von standesrelevanten Kenntnissen meist der Rechtswissenschaften interessiert. Im Mittelalter war dieser Typ von Student noch selten, da eine Führungsposition in der Feudalgesellschaft jener Zeit eher militärische Fertigkeiten verlangte als theoretische Stubengelehrsamkeit. Rechtsgeschäfte wurden im Mittelalter meist mündlich geschlossen und durch vor Augenzeugen regelmäßig wiederholte Rituale bekräftigt und beglaubigt.