Jenseits vom Subjekt PDF

Vorspiel einer Philosophie der Zukunft ist ein Werk Friedrich Nietzsches, das im Jahr 1886 erschien und auf eine Kritik überkommener Moralvorstellungen zielt. Das Werk bildet den Übergang von Nietzsches jenseits vom Subjekt PDF, eher dichterisch, positiv geprägten Schaffensperiode zu seinem von philosophischem Denken dominierten späteren Werk.


Författare: Gianni Vattimo.
Das Misstrauen gegenüber traditionellen Begriffen wie Subjekt, Sein und Wahrheit darf, so Gianni Vattimo, nicht ohne Auswirkungen für die Hermeneutik bleiben. Einem an der Präsenz orientierten Denken setzt Vattimo daher sein Konzept einer „schwachen Metaphysik“ entgegen.
Unter dem Titel einer „Ontologie des Verfalls“ zieht Gianni Vattimo die theoretischen Konsequenzen, die der von Nietzsche und anderen proklamierte „Tod des Subjekts“ für die Hermeneutik bedeutet. Drei Aspekte stehen bei seinem Versuch, die gadamersche Seinskonzeption angesichts der Kritik am Präsenzdenken der Metaphysik zu radikalisieren, im Mittelpunkt: Es gilt, erstens Sein und Wahrheit im Sinne einer genealogischen Geschichtsauffassung zu dynamisieren; zweitens den Tod als Bedingung der Möglichkeit von Geschichte überhaupt zu erfassen; und drittens eine Ethik, die auf „Werte realisierende“ Handlungen fokussiert ist, durch eine spezifische Form der pietas abzulösen. Der Band wird von einem Interview beschlossen, das die einzelnen Aufsätze im Fluchtpunkt einer Ontologie des menschlichen Seins unter postmodernen Bedingungen vereint.

Das heute in der Nietzsche-Forschung übliche Sigel des Buches ist JGB. Hinblick auf die Moralphilosophie wieder aufgenommen und verarbeitet. Wesentlichen eine K r i t i k  d e r  M o d e r n i t ä t , die modernen Wissenschaften, die modernen Künste, selbst die moderne Politik nicht ausgeschlossen, nebst Fingerzeigen zu einem Gegensatz-Typus, der so wenig modern als möglich ist, einem vornehmen, einem jasagenden Typus. Im letzteren Sinne ist das Buch eine S c h u l e  d e s  g e n t i l h o m m e , der Begriff geistiger u n d  r a d i k a l e r  genommen als er je genommen worden ist.

Man wird in allen Stücken, vor Allem auch in der Form, eine gleiche w i l l k ü r l i c h e  Abkehr von den Instinkten finden, aus denen ein Zarathustra möglich wurde. Jenseits von Gut und Böse war bereits der Titel einer Sentenzen-Sammlung Nietzsches aus dem Jahr 1882, aus der er auch Inhalte in sein Buch übernahm. Hier sass ich, wartend, wartend, – doch auf Nichts, Jenseits von Gut und Böse, bald des Lichts Geniessend, bald des Schattens, ganz nur Spiel, Ganz See, ganz Mittag, ganz Zeit ohne Ziel. Nun feiern wir, vereinten Siegs gewiss, das Fest der Feste: Freund Zarathustra kam, der Gast der Gäste!

Nun lacht die Welt, der grause Vorhang riss, Die Hochzeit kam für Licht und Finsterniss Nietzsche kann sich stolz zurücklehnen und feiern. Während der Arbeiten am Zarathustra hatte Nietzsche erwogen, den Titel für ein Kapitel des dritten oder des vierten Teils zu verwenden. Zunächst hatte Nietzsche überlegt, nach dem Zarathustra eine Fortsetzung zu Menschliches, Allzumenschliches zu verfassen. Doch dann entschloss er sich zu einem neuen, eigenständigen Werk. Die Vorarbeiten begannen im Jahr 1885, also parallel zum Zarathustra. 86 während eines Aufenthaltes in Nizza.