Jenseits der scheinbaren Gewissheiten PDF

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Ein Festhalten an – vermeintlichen – Gewissheiten mag zwar in der Politik, in der Zivilgesellschaft und nicht zuletzt auch in der Wissenschaft eine Orientierung und Positionierung erleichtern – zumal in einer immer unübersehbarer werdenden Zeit. Letztlich erweist sich dies jedoch als hinderlich, wenn man denn zu neuen Erkenntnissen und Einsichten kommen möchte. Die Beiträge dieses Bandes zeichnen sich alle dadurch aus, dass sie einen Blick hinter scheinbare Gewissheiten werfen. Die Autoren befassen sich auf breiter Quellenbasis u. a. mit den Rechtstraditionen des Jagdwesens, der Entstehungsgeschichte der „Grünen Charta von der Mainau“ und der nordrhein-westfälischen Naturschutzpolitik, aber auch mit der Landschaftsmalerei, dem ersten großen Heimat- und Naturschutzkonflikt am Rhein bei Laufenburg und dem Greening der Europäischen Union.

Erkenntnistheorie im Zeitalter der Nationalstaaten: 19. Das deutsche Wort Erkenntnistheorie wurde erst Mitte des 19. Jahrhunderts gebräuchlicher, als sich ein praxisorientierterer, eher theorieferner Umgang mit Erkenntnis in den Naturwissenschaften vom philosophischen, eher theoretischen abspaltete. Erkenntnistheorie setzen sich im größeren Bogen mit gängigen Wissensbeständen, mit der Wissenschaftstheorie, mit den benachbarten Feldern der Philosophie sowie mit der erkenntnistheoretischen Diskussion selbst auseinander. Gegenüber alltäglichen Überlegungen gewinnen die erkenntnistheoretischen im selben Moment oft eine kaum ernstzunehmende Dimension. Dieser Mensch ist nicht verrückt: Wir philosophieren nur. Für den Erkenntnistheoretiker ist anders als im Alltag nicht das einzelne anzweifelbare Faktum interessant, sondern die Überlegung, mit der an einem ganzen Bereich von Wissensbeständen gezweifelt werden kann.

Die gezielt gestalteten Probleme bezeichnet man in der Erkenntnistheorie als Aporien. Sie erweisen sich in der Regel nach kurzer Überlegung als mit menschlicher Erkenntnis unlösbar. Man kann ihnen dank ihrer Einfachheit umso klarer mit Musterlösungen begegnen, deren Konsequenzen in den Folgeüberlegungen dann überschaubar bleiben. Ob man träumt oder wacht, ist eines der ältesten dieser Probleme. Wahrnehmung erachtet, sich nur im Bewusstsein abspielt, ein einziger Traum ist, und es unbeweisbar und daher unentschieden ist, ob es außer diesem Bewusstsein etwas gibt. Interpretation der Wahrnehmungen leiste ich die Zuordnung?