Jahrbuch für Universitätsgeschichte 17 (2014) PDF

Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Jahrhundert eine Arrestzelle in Universitäten und Schulen. Jahrbuch für Universitätsgeschichte 17 (2014) PDF Karzer ist der wohl folkloristischste Teil, der zum Bereich der akademischen Gerichtsbarkeit zu rechnen ist.


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In dieser Ausgabe des Jahrbuchs stellen zwei Aufsatzbeiträge die Entwicklung der aktuellen französischen Universitätshistoriographie dar und stecken die aktuellen Fragehorizonte zur Geschichte der mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Universität ab. Im Rahmen des Themenschwerpunkts "Studentenkulturen" behandeln zehn weitere Beiträge das Alltagsleben und die Kommunikationsformen in der Studentenschaft vom Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert: Karrierestrategien und Begabtenförderung werden ebenso thematisiert wie soziale Differenzierung, Disziplinarprobleme, Gewalteskalationen, Kriegsdienst und politische Selbstorganisation. Die exemplarischen Fallstudien markieren den gegenwärtigen Kenntnisstand zu einem neu zu vermessenden Forschungsfeld. In der neu eingerichteten Rubrik "Diskussionen" finden Diskurse und Kontroversen zu brisanten Fragen der universitätshistorischen Forschung Raum.

Vor allem Schilderungen aus dem 19. Jahrhundert und die farbenfrohe Ausgestaltung der Karzerräume tragen dazu bei, dass er heute nur noch als amüsante Disziplinarstrafe wahrgenommen wird. Das Universitätsarchiv Leipzig führt eine umfangreiche Datenbank zu den Insassen des Karzers. Studenten durch ihre Universität und von Gymnasiasten durch ihre Schule zulässig. Die meisten deutschen Universitätskarzer wurden in den Jahren um 1910 bis 1914 aufgelöst. Während die Karzerstrafe in der Frühzeit der akademischen Gerichtsbarkeit noch ein Strafinstrument war, das als schwerer Eingriff in die persönliche Freiheit der Studenten verstanden wurde, sank besonders im Laufe des 19.

Jahrhunderts der Respekt vor dieser Einrichtung rapide. Es galt als Ehrensache für einen Studenten, während seiner Studentenzeit wenigstens einmal eine Karzerstrafe abgesessen zu haben. Ereignis mit exzessivem Alkoholkonsum werden zu lassen, was in Quellen des 19. Die noch erhaltenen Karzer in Deutschland sind Kulturdenkmale und stehen sämtlich unter Denkmalschutz. ERSTER JÄGER: Ja, er fing’s klein an und ist jetzt so groß.

Denn zu Altdorf im Studentenkragen, Trieb er’s, mit Permiß zu sagen, Ein wenig locker und purschikos, Hätte seinen Famulus bald erschlagen. Nest, Der erste Bewohner sollt’ es taufen. Auch die 1818 gegründete Rheinische Friedrich-Wilhelms Universität besaß einen Karzer. Der heute bekannteste Insasse ist sicherlich Karl Marx, der hier die Nacht vom 16. LUTHER, der schon während seiner Erfurter Studienzeit die Kirche besuchte, predigte hier am 21.

Auf dem kleinen Friedhof befinden sich u. 1392 von den Erfurter Bürgern gegründeten und insbesondere im 15. Erhalten ist der Karzer der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg in Erlangen aus der Zeit 1828 bis 1897 im 2. Stock des ehemaligen Wasserturms in der Apfelstraße 12, wo in einem der Räume auch noch die typischen Wandmalereien zu sehen sind. Der historische Arrestraum für Studenten der Bergakademie Freiberg in Freiberg befindet sich im Dachgeschoss des Rektoratsgebäudes Akademiestraße 6 und ist der einzig erhaltene Karzer an einer deutschen Technischen Hochschule bzw. Der Karzer besitzt nur ein kleines Fenster zum Hof, welches bei Belegung verschlossen wurde.