Im Schatten der Rose PDF

Wie bin ich geworden, wer ich bin? Flugblatt II Hier finden Sie den Text des Flugblattes II der Weißen Im Schatten der Rose PDF. Ebenso können Sie sich hier das Flugblatt in Originalansicht als PDF herunterladen. Man kann sich mit dem Nationalsozialismus geistig nicht auseinandersetzen, weil er ungeistig ist.


Författare: Patricia E. James.

Der große historische Liebesroman um eine Liebe, die nicht sein darf, von Patricia E. James.
Ostfalen, 778: Die Christin Liutgard liebt Alfgard, den Wotan als seinen Krieger auserwählt hat. Am Rosenbusch, wo sie sich treffen, wird einst der Hildesheimer Dom entstehen. Doch die Sachsen, allen voran Alfgards Vater, suchen nach Rache für die Zerstörung ihrer Heiligtümer und wollen ihrer Unterdrückung durch die Franken unter Karl dem Großen ein Ende bereiten. Zu allem Übel hat sich ein Trupp Franken in Liutgards Dorf eingenistet. Um das Dorf zu schützen, sieht Liutgards Vater sich dazu gezwungen, mit ihnen zu kollaborieren. Werden die beiden Liebenden jemals zueinander finden?

Man glaubt nicht, wie man ein Volk betrügen muß, um es zu regieren. Wenn sich nun am Anfang dieses Krebsgeschwür des deutschen Volkes noch nicht allzusehr bemerkbar gemacht hatte, so nur deshalb, weil noch gute Kräfte genug am Werk waren, es zurückzuhalten. Wie es aber größer und größer wurde und schließlich mittels einer letzten gemeinen Korruption zur Macht kam, das Geschwür gleichsam aufbrach und den ganzen Körper besudelte, versteckte sich die Mehrzahl der früheren Gegner, flüchtete die deutsche Intelligenz in ein Kellerloch, um dort als Nachtschattengewächs, dem Licht und der Sonne verborgen, allmählich zu ersticken. Jetzt stehen wir vor dem Ende. Es ist uns nicht gegeben, ein endgültiges Urteil über den Sinn unserer Geschichte zu fällen.

Aber wenn diese Katastrophe uns zum Heile dienen soll, so doch nur dadurch: durch das Leid gereinigt zu werden, aus der tiefsten Nacht heraus das Licht zu ersehnen, sich aufzuraffen und endlich mitzuhelfen, das Joch abzuschütteln, das die Welt bedrückt. Nicht über die Judenfrage wollen wir in diesem Blatte schreiben, keine Verteidigungsrede verfassen – nein, nur als Beispiel wollen wir die Tatsache kurz anführen, die Tatsache, daß seit der Eroberung Polens dreihunderttausend Juden in diesem Land auf bestialischste Art ermordet worden sind. Hier sehen wir das fürchterlichste Verbrechen an der Würde des Menschen, ein Verbrechen, dem sich kein ähnliches in der ganzen Menschengeschichte an die Seite stellen kann. Auf welche Art, fragen Sie, ist solches geschehen? Alle männlichen Sprößlinge aus adeligen Geschlechtern zwischen 15 und 20 Jahren wurden in Konzentrationslager nach Deutschland zur Zwangsarbeit, alle Mädchen gleichen Alters nach Norwegen in die Bordelle der SS verschleppt! Wozu wir dies Ihnen alles erzählen, da Sie es schon selber wissen, wenn nicht diese, so andere gleich schwere Verbrechen des fürchterlichen Untermenschentums? Sollte dies ein Zeichen dafür sein, daß die Deutschen in ihren primitivsten menschlichen Gefühlen verroht sind, daß keine Saite in ihnen schrill aufschreit im Angesicht solcher Taten, daß sie in einen tödlichen Schlaf versunken sind, aus dem es kein Erwachen mehr gibt, nie, niemals?

Ein jeder will sich von einer solchen Mitschuld freisprechen, ein jeder tut es und schläft dann wieder mit ruhigstem, bestem Gewissen. Aber er kann sich nicht freisprechen, ein jeder ist schuldig, schuldig, schuldig! Doch ist es noch nicht zu spät, diese abscheulichste aller Mißgeburten von Regierungen aus der Welt zu schaffen, um nicht noch mehr Schuld auf sich zu laden. Der, des Verwaltung unauffällig ist, des Volk ist froh. Der, des Verwaltung aufdringlich ist, des Volk ist gebrochen. Elend, ach, ist es, worauf Glück sich aufbaut. Das Geordnete verkehrt sich in Unordnung, das Gute verkehrt sich in Schlechtes.

Ist es nicht so, täglich, seit langem? Wer daran machen will, verdirbt es, wer sich seiner bemächtigen will, verliert es. Daher: „Von den Wesen gehen manche vorauf, andere folgen ihnen, manche atmen warm, manche kalt, manche sind stark, manche schwach, manche erlangen Fülle, andere unterliegen. Stolpersteine“ des Künstlers Gunter Demnig in dessen Atelier in Köln.