Homöopathie und christlicher Glaube PDF

Die Kritik an anderen Religionen ist eine verbreitete Form religiöser Selbstdarstellung, besonders dort, wo eine Religion einen Absolutheitsanspruch für den eigenen Glauben erhebt. Eine seit der Antike homöopathie und christlicher Glaube PDF immanente Kritik misst empirische Erscheinungen von Religion am normativen Begriff einer absoluten Wahrheit, um falsche Gottesvorstellungen und Religionspraktiken abzuweisen.


Författare: Hugo Ohntrup.

Diese Frage habe ich mir als junger Student der Naturwissenschaften
auch gestellt. Auch bei meiner weiteren Ausbildung in den Sozialwissenschaften
klang diese Überlegung häufig an. Als ich mich dann vor
universitärem Hintergrund aufgemacht habe, das Verhältnis von
Homöopathie zur christlichen Seelsorge zu untersuchen, waren mir
die Vorträge von Dr. Ohntrup sehr hilfreich. Mit seinem fachlich fundierten
Wissen um Homöopathie, deren Wurzeln und Wirkungsweise,
hat er mir eine Tür zum tieferen Verständnis aufgetan, und die
Verbindung mit seinem auf tiefem christlichem Hintergrund beruhenden
Glaubensleben war dabei sehr wohltuend.
Die von seiner Frau zusammengestellten Vorträge zeigen den Lebenslauf
von Dr. Ohntrup, wie er als Schulmediziner zur Homöopathie
kam und sich intensiv mit ihr auseinandergesetzt hat. Dabei
werden sowohl die Homöopathie zur Zeit Hahnemanns als auch die
unterschiedlichen Sichtweisen im Verhältnis zur traditionellen Medizin
beleuchtet. Besonders wichtig sind aber die beiden letzten Kapitel,
die sich vor dem Hintergrund des Glaubens mit dem Vorwurf des
Okkultismus auseinandersetzen und abschließend einen Blick in die
Praxis tun lassen.

Die Philosophie der Neuzeit bildete im Zeitalter der Aufklärung einen Allgemeinbegriff von Religion, um die verfeindeten christlichen Konfessionen, ihren Dogmatismus und ihre wechselseitigen Absolutheitsansprüche zu kritisieren. Jahrhunderts wurde eine dezidierte Religionskritik zunehmend als spezielle philosophische Teildisziplin entfaltet. Daraus entstanden vor allem im 19. Jahrhundert ausformulierte Gegenpositionen zu Religion überhaupt.

Stand in der Frühen Neuzeit der kirchliche Anspruch auf abschließende Welterklärung, im 18. Jahrhundert das christliche Monopol auf ethische Lebensführung im Feuer der aufklärenden Kritik, so rückte im 19. Religion in den Vordergrund des kritischen Interesses. Damit entmythologisierten sie tendenziell die Griechische Mythologie. Theogonie Hesiods das Chaos als Ursprung allen Lebens, auch dessen der Götter, dargestellt. Wissen erstmals ein konsistentes Weltmodell abzuleiten. Ursubstanz bestimmbar sein, da sonst aus ihr keine konkreten Dinge entstehen könnten.

Substanzen durchdringe und als ständige Bewegung ihre Qualitätsänderungen bewirke. Veränderungen der Dinge nicht auf einen Urstoff, sondern auf mathematisch berechenbare Gesetzmäßigkeiten zurück. Diese seien dem Menschen erkennbar, weil seinem Geist das Zahlensystem innewohne. Die Äthiopier behaupten, ihre Götter seien stumpfnasig und schwarz, die Thraker, blauäugig und blond. Dabei argumentiert er nicht atheistisch, sondern ethisch gegen falsche Gottesbilder und die Vielheit der Götter. Die Naturereignisse seien nicht göttlichen Ursprungs. Zentrum seiner Reflexion und gibt der abendländischen Philosophie damit jahrhundertelang ihr Thema vor.

Werden ist Bewegung, die als Kraft auf quantitativ beständigen Stoff wirkt: Das begründete die mechanische Physik. Aber die Vielfalt des Werdens lasse sich unmöglich aus einem einzigen Urstoff erklären. Nichts existiert als Atome und leerer Raum. Nichts geschieht ohne Ursache: Das Kausalgesetz gilt universal.