Hoffnung Europa – Die EU als Raum und Ziel von Migration PDF

Wie bin ich geworden, wer ich bin? Danja Antonovic lernte Sprachen in Hoffnung Europa – Die EU als Raum und Ziel von Migration PDF, London und Paris, studierte in Frankfurt Philosophie. Büro Südosteuropa, in München absolvierte sie die Deutsche Journalistenschule. Fürs ZDF hat sie lange Zeit als Autorin Reportagen aus Albanien, Bulgarien und Jugoslawien unterschrieben.


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Der Band behandelt die Zuwanderungspolitik der EU, vergleicht die Arbeitsmigrationspolitik Deutschlands und Kanadas, beleuchtet Probleme der Binnenwanderung (Freizügigkeit) am Beispiel Großbritanniens und der Schweiz und fragt nach der Bedeutung des Themas Migration für rechtspopulistische Strömungen in Europa.

Seit 2006 lebt sie in Belgrad und beliefert, als freie Auslandskorrespondentin, deutsche Medien aus Serbien und der gesamten Balkan-Region. In einem Land, in dem 20 Prozent aller Bürger unter der Armutsgrenze leben, gehören Roma meist zu den Ärmsten der Armen. Wie sieht ein Leben als „unsichtbare“ Bürger Serbiens aus? Sie leben in Slums, die es nicht gibt, in Straßen, die es nicht gibt, in Hütten, die keine Hausnummern haben.

Die hier geborenen Kinder gibt es nicht, weil sie an einem Ort geboren sind, den es nicht gibt, und diesen Ort gibt es nicht, weil er in keinem Katasteramt verzeichnet ist und offiziell nicht existiert. So beschreibt Ljiljana Stanojević, Journalistin, die Lage der Roma in Serbien in einer Talkshow des öffentlich-rechtlichen Senders Vojvodina. Jahrhundert zogen Roma-Familien mit Pferdegespann durch Berg und Tal, lebten in Zelten, im Sommer und Winter auf der grünen Wiese und waren berühmt für ihre Handarbeiten. Auf Bauernmärkten verkauften sie Gegenstände aus geschnitztem Holz und boten Küchenutensilien aus Metall an.

Jahrhundert sind Roma die Verlierer des Übergangsprozesses in Serbien. Elendssiedlungen und Arbeitslosigkeit bestimmen ihr trostloses Dasein. Diejenigen, die einen Job hatten, haben ihren Arbeitsplatz genauso verloren wie Hunderttausende andere Serben auch. Der Grund: Die Privatisierung der alten Staatsbetriebe. Neue Jobs bekamen die Roma im Gegensatz zu anderen Serben weder in der Privatwirtschaft noch im Staatsdienst.

Müll und versuchen, mit dieser Arbeit zu überleben. Seit Jahrzehnten durchforsten sie die Müllcontainer in den Städten, um dort Plastikflaschen und Papier an Recycling-Firmen zu verkaufen. Ein schmutziger Job, der kaum Geld bringt: Für eine Tonne Karton gibt es gegenwärtig 1. 500 Dinar, das sind etwa 15 Euro.