Hochbegabung: Messmethoden und Informationsquellen für die Identifikation hochbegabter Underachiever PDF

Personen und besonders Kinder aus niedrigen sozialen Schichten oder auch Minderheiten wie Afroamerikaner benachteiligen. Personen aus den unteren Sozialschichten und deren Kinder erreichen auf hochbegabung: Messmethoden und Informationsquellen für die Identifikation hochbegabter Underachiever PDF Intelligenztests einen niedrigeren IQ als Angehörige der oberen Sozialschichten und deren Kinder. Man könne behaupten, traditionelle Intelligenztests seien gegenüber Arbeitern und deren Kindern unfair. Meinung, dass Intelligenz zum großen Teil vererbt ist und waren somit Vertreter des nativistischen Standpunktes.


Författare: Michael Kemmer.
In einer Broschüre des Bundesministeriums für Bildung und Forschung aus dem Jahre 2006 wird die Wichtigkeit der Entdeckung und Förderung von individuellen Stärken hervorgehoben. Dabei wird als ein bildungspolitisches Ziel die Förderung von Begabungen genannt. Doch vor einer Förderung steht zunächst einmal die Identifikation von Individuen mit besonderen Begabungen. Nicht immer sind hochbegabte Personen auf den ersten Blick erkennbar. Es kann vorkommen, dass sich ihre Begabungen unter bestimmten Umständen nur schwer in Leistung umsetzen lassen. So eine Person nennt man dann einen hochbegabten Underachiever oder Minderleistenden. Doch auch diese gilt es zu identifizieren, um ihnen die bestmögliche Förderung zukommen zu lassen. Mit der hier vorliegenden Arbeit möchte ich Möglichkeiten der Identifikation Hochbegabter darstellen und dabei der Frage nachgehen, ob die verschiedenen Messmethoden und Informationsquellen für die Identifikation hochbegabter Underachiever geeignet sind.

Pfadfindertest von Jensen und Eyseneck gibt es laut Eyseneck keine. Bei diesem Test werden dem Kandidaten 30 Gegenstände auf einem Tablett gezeigt, das nach einer gewissen Zeit abgedeckt wird. Sinne, dass man ein ungenaues und ungültiges Maß für die vielen benachteiligten Kinder hätte, die niedrige Scores erzielen. Die Tests seien dafür vorgesehen, das zu messen, was für den Erfolg in der westlichen Gesellschaft notwendig sei, und diese Gesellschaft sei in erster Linie an den Interessen einer städtischen Mittelschicht orientiert.

Tests zu entwickeln, die Unterschichtskinder weniger benachteiligen sollten. Davis und Eels konstruierten und standardisierten einen Test, der Denkprozesse über alltägliche Situationen erforderte. Die Sprache war nicht akademisch und mehr am gesprochenen Wort als an der Schriftsprache orientiert. Der Test sah aus wie ein Comic und wurde wie ein Spiel durchgeführt. Konventionelle Intelligenztests ergeben, empirisch gut abgesichert, Unterschiede zwischen schwarzen und weißen Amerikanern, die als zwei überlappende Normalverteilungen mit unterschiedlichem Erwartungswert dargestellt werden können. Es wurde kritisiert, spezifische Fähigkeiten von ethnischen Minderheiten wie etwa Afroamerikanern oder Deutschtürken würden generell übersehen.

Gerade das Konzept der Intelligenz ist in Relation zur jeweiligen Kultur zu betrachten. Was in der einen Kultur als intelligent gilt, kann in einer anderen Kultur ganz anders beurteilt werden. Die Kognitionspsychologen Fons van de Vijver und Norbert K. Tanzer stellten in einer systematischen Übersichtsarbeit drei Arten von Verzerrungseffekten zusammen, die bei der Interpretation interkultureller Unterschiede in standardisierten Tests zu berücksichtigen seien. Auch die sogenannten kulturfreien Tests benachteiligen Personen aus Minderheitengruppen. Fragen, die religiöse Tabus von Angehörigen einer Subkultur verletzen, können unfair sein.

Robert Sternberg war der Meinung, dass Erfolg mehr als einen hohen IQ voraussetze. Finden Sie möglichst viele Worte, die sich auf Butter reimen. Wie würden Sie den Reifen eines Autos wechseln? Mit Unterstützung des College Board haben Sternberg und Mitarbeiter Tests zur Messung der kreativen und praktischen Intelligenz entwickelt. Unterschieden zwischen den ethnischen Gruppen als bei reinen IQ-Tests. Die Durchführungsobjektivität betrifft die Standardisierung von psychologischen Tests. Um eine Vergleichbarkeit zwischen den Ergebnissen desselben Testes zu gewährleisten, ist es notwendig, die Durchführung des Testes genau fest zu legen.

Dabei spielt es bei Intelligenztests beispielsweise eine Rolle, inwieweit der Testleiter Hilfestellungen geben darf, so dass es nicht zu Benachteiligungen bzw. Das macht es notwendig, die Durchführung genau zu definieren. Personen, die Schulleistungen erreichen, die besser sind, als nach gemessenem Intelligenzniveau zu erwarten war. Im gegensätzlichen Fall, bei dem die Schulleistungen schlechter sind, als vom Intelligenzniveau her erwartet wurde, wird die Person Underachiever genannt.

Lewis Madison Terman war Leiter und Begründer der Terman-Studie, einer der größten Langzeitstudien in der Geschichte der Psychologie. Die Studie hatte die Erforschung der Hochbegabung zum Thema. Terman schrieb kalifornische Lehrer an mit der Bitte ihm jeweils das begabteste und das zweitbegabteste Kind der Klasse zu nennen. Richard Feynman gilt als einer der großen Physiker des 20.

Jahrhunderts, der wesentliche Beiträge zum Verständnis der Quantenfeldtheorien geliefert hat. Ein überdurchschnittlicher IQ reicht aus, um in der Wissenschaft kreative Leistungen erbringen zu können. Intellektuelle Hochbegabung ist dafür nicht nötig. Wie verschiedene Studien zeigen, unterschieden sich außergewöhnlich kreative Architekten, Mathematiker, Wissenschaftler und Ingenieure bezüglich ihres IQ nicht von ihren weniger kreativen Kollegen. Erst entsprechende Aufgabenauswahl und Testkonstruktion lässt diese Normalverteilungsform erreichen. Ein Test wird in der Entwicklung so lange verändert, bis eine Normalverteilung der Werte erreicht ist.

Dass die Intelligenz selbst tatsächlich auch normalverteilt ist, kann weder bewiesen noch widerlegt werden. Intelligenz ist ein Konstrukt, und die Tests werden so konstruiert, dass die Ergebnisse zu diesem Konstrukt passen. Diese Normalverteilungsannahme geht auf Francis Galton zurück. Allerdings ist zu erwähnen, dass die Normalverteilung eine besondere Stellung in der Statistik einnimmt. Diese besondere Bedeutung der Normalverteilung beruht unter anderem auf dem zentralen Grenzwertsatz, dem zufolge Verteilungen, die durch Überlagerung einer großen Zahl von unabhängigen Einflüssen entstehen, asymptotisch normalverteilt sind. Durch regelmäßiges Üben lassen sich die Aufgaben von Intelligenztests trainieren und damit ein besseres Ergebnis erzielen, als unvorbereitete Personen erreichen würden.

Ein Beispiel für einen wenig umfangreichen Intelligenztest ist der CFT-20-R, bei dem bei Testwiederholung nach zwei bis 3 Monaten ein Übungseffekt von 5 bis 6 IQ-Punkten bzw. Wochen von 8 bis 9 IQ-Punkten zu erwarten ist. Lerneffekte können generell vermieden werden, indem Paralleltests bei der zweiten Messung eingesetzt werden. Paralleltests zeichnen sich dadurch aus, dass im einfachsten Fall die Reihenfolge der Aufgaben vertauscht wird oder aber unterschiedliche, hinsichtlich der kognitiven Anforderungen äquivalente Aufgaben eingesetzt werden. Die Korrelationen verschiedener Intelligenztest untereinander sind zwar hoch, jedoch oftmals nicht so hoch, wie man es für Teste mit gleichem Messgegenstand erwartet.

Ein weiterer Kritikpunkt bezieht sich auf das Konzept der Bedrohung durch Stereotype bei Leistungen in Tests, die möglicherweise auch bei Intelligenztests wirksam sei. Verschiedentlich wurde darauf hingewiesen, dass es menschliche Fähigkeiten gibt, die durch den traditionellen IQ-Test nicht erfasst werden. Diese können aber eine bedeutende Rolle im Leben eines Menschen spielen. Fähigkeiten und Fertigkeiten förderlich oder sogar erforderlich. Eines dieser Messinstrumente ist die Multifactor Emotional Intelligence Scale.