Himmel, ist das alles schön PDF

Europäer an ein Leben nach dem Tod. Dabei scheinen der Phantasie himmel, ist das alles schön PDF Grenzen gesetzt zu sein: Von der Wiedergeburt mit oder ohne Karma, über das Entschweben in eine andere Dimension, dem Entgleiten in den Himmel mittels vorbeiziehender Kometen bis hin zum klassischen Himmel mit oder ohne Hölle und Fegefeuer. Tod kommt, umso weniger leidet der Mensch unter den Schmerzen seiner Krankheit oder Verwundung.


Författare: Christof Huemer.

Von einem der unterschiedlichsten Autorenduos Österreichs kommt der wohl brisanteste Roman des Jahres: Durch einen Unfall gelangen Yvonne und Guido, ein gut situiertes, aber schlecht verheiratetes Paar, an sehr viel Sprengstoff. Sie beginnen damit zu spielen. Und bringen schließlich eine ganze Stadt ins Wanken.
Gleichzeitig Sozialsatire, Crime Story und sozialpolitscher Kommentar zeigt "Himmel, ist das alles schön" eindrucksvoll, was passiert, wenn sich die Eitlen die Wut der zu Recht Erzürnten aneignen. Die Verschränkung männlicher und weiblicher Standpunkte und Diskurse durch die Stimmen der beiden Ich-Erzähler Christof Huemer alias Guido und Martin G. Wanko alias Yvonne macht diesen Roman zu einem bemerkenswerten Experiment auf der Höhe zeitgenössischer kulturkritscher Diskussion.

Das ist allerdings – auch nach Auffassung der Kirche – keine biologische Selbstverständlichkeit wie zum Beispiel die Verwandlung einer Raupe zu einem Schmetterling. Nein, die Kirche bezeichnet das Sterben eines Menschen schon als ein Unglück: Denn die Seele verliert mit dem Leib ihre Möglichkeiten der Kontaktaufnahme, der Wissensaneignung, der Ausdruckfähigkeit von Gefühlen und noch vieles mehr. Dabei scheint das eigentlich Bedrückende im Tod nicht der leibliche Schmerz zu sein – wovor die Menschen heutzutage verständlicherweise am meisten Angst haben – sondern die zunehmende Einsamkeit. EEine Seele, die ihres Leibes beraubt ist, ist ihres „Weltbezuges“ beraubt, denn der Leib, der der Seele bislang ihren Ort in unserem Universum gab, ist ihr genommen. Sie bildet sozusagen ein Universum für sich. Nun hindert sie nichts mehr, ihren seelischen Regungen, die sie sich im Laufe ihres Lebens zueigen gemacht hat, freien Lauf zu lassen. Hier spricht die Kirche von drei verschiedenen Zuständen: Himmel, Hölle und Fegefeuer.

Hölle wird doch wohl kaum einer freiwillig aufsuchen, oder? Im Grunde ist aber jede Seele ein Ort für sich. Es handelt sich eher um die Art, wie die Seele nun das Universum ihrer eigenen Einsamkeit prägt. Vereinzelung durch den Verlust des eigenen Körpers kein großes Unglück. Gott in der Nähe zu sein, der das eigene Verhalten als moralisch verwerflich abqualifiziert. Alles in allem: Einem solchen Menschen geht es ziemlich schlecht – und trotzdem wird er eher die Einsamkeit wählen als ein Leben in der Gegenwart Gottes. Nun: Gott gewährt ihm diesen Wunsch.

Es gibt allerdings auch Menschen, die sich auch ein wenig – oder ein wenig mehr – nach der Gegenwart Gottes gesehnt haben. Die in allem, was sie getan haben, immer auch den Versuch sahen, Gott näher zu kommen. Menschen, die manchmal sogar Zeit aufgebracht haben, Gott nahe zu sein – natürlich meistens mit Hintergedanken. Naja, man hat halt seine Bitten und Anliegen. Es ist unser Glaube, dass Gott zu dem kommt, der ihn ruft. Bittet, so wird Euch gegeben, klopfet an, so wird Euch aufgetan.

Während die pure Seele leiblos zu niemanden Kontakt aufnehmen kann, kann Gott sich sehr wohl dieser Seele zeigen. Gottesschau nennt die Bibel dieses unsagbare Glück. Klingt aber ziemlich langweilig, wirst Du wohl denken. Das habe ich auch immer gedacht, wenn davon die Rede war, dass wir im Himmel endlich Gott sehen werden, wie er ist. Wenn in dem bisherigen Leben dieser bedauernswerte Mensch Gott lediglich als eine Art Bittenerhörer betrachtet hat, dessen einzige Funktion die Wunscherfüllung war, wird sich die Sehnsucht und Freude des Menschen nicht zunächst auf Gottes Gegenwart richten – sondern in IHM lediglich ein Mittel zum Zweck sehen: Oh, Gott, gut, dass Du hier bist!

Könntest Du mir vielleicht sagen, wo ich hier jemaden treffen kann? Weißt Du, wo die nächste Fete ist? Es dauert einfach seine Zeit, bis ein solcher Mensch begreift, dass Gott sich nur wirklich zeigen wird, wenn er um seiner selbst willen erwünscht ist. Deshalb spricht die Kirche auch vom „Purgatorium“ – dem Reinigungsort.

Der Glaube an Gott und die Liebe zu ihm ist schon da – gottseidank. Allerdings noch verunreinigt, vermengt mit ziemlich irrigen und unangenehmen Vorstellungen von Gott. Nun, daraus ergibt sich auch, was wir dann unter Himmel verstehen: Die reine Gottesschau. Sie ist „selig“ im irdischen und im himmlischen Sinne. Und noch etwas: Einer solchen, wunderschönen Seele gewährt Gott sogar die Gemeinsamkeit mit anderen Seelen. Das können die natürlich nicht aus eigener Kraft, denn auch die Seelen im Himmel sind noch ihres Körpers beraubt. Nun ist das allerdings nicht das Ende aller Dinge.