Heideggers Phänomenologie PDF

Zuhandenes und Zuhanden-Sein fehlen, Begriffe evtl. Hilf der Wikipedia, indem heideggers Phänomenologie PDF sie recherchierst und einfügst. Die Terminologie Heideggers entstand vor allem aus der Bemühung heraus, sich von bestimmten grundlegenden Merkmalen und Tendenzen philosophischer Traditionen loszusagen.


Författare: Gisbert Hoffmann.
Es geht um Heideggers Überwindung der Phänomenologie Husserls in seinen frühen Freiburger und Marburger Vorlesungen. Tragfähigkeit und Konsistenz zentraler phänomenologischer Begriffe Heideggers – ‚Phänomen‘, ‚Bewusstsein‘, ‚Reflexion‘, ‚Ich‘ und ‚Zeit‘ – werden kritisch geprüft. Seine Übersetzung von ‚Phänomen‘ mit ‚Sichzeigendes‘ z. B. bringt gegenüber der Husserls mit ‚Erscheinendes‘ weder Neues noch wird sie dem gerecht, was beide Denker analysieren, nämlich solches, das nicht erscheint. Ebenso wenig gelingt es ihm, seine Ablehnung der Begriffe ‚Bewusstsein‘ und ‚Reflexion‘ als sinnvoll zu erweisen, da er selbst das Dasein als Selbstverhältnis versteht und in der Auslegung des Seins des Daseins als Sorge nicht eigentlich des Bewusstseins entraten kann. Schwierigkeiten bringt auch die Fortbildung des Begriffs ‚Ich‘ zum ‚Selbst‘ mit. Heidegger beginnt zwar mit der Feststellung, dass wir es selbst sind, die wir beschreiben wollen, endet jedoch damit, dass wir es zunächst und zumeist gerade nicht sind. Dass seine Zeitanalysen weitgehend auf Husserl basieren, ist unstrittig.

Martin Heidegger wollte ein Vokabular entwickeln, das seinem eigenen theoretischen Anliegen eher gerecht wird. Dies betrifft vor allem seine spezifische Fassung der Frage nach dem Sein. Der Artikel gibt eine Übersicht über die wichtigsten Termini und ihren Bedeutungswandel in der zeitlichen Entwicklung von Heideggers Denken. Es wird außerdem der Ort ihres Vorkommens in Schriften der Gesamtausgabe angegeben. Da für Heidegger die Geschichte der abendländischen Metaphysik durch Seinsvergessenheit bestimmt ist, sah er keine Möglichkeit, an deren Vokabular anzuknüpfen.

Während der frühe Heidegger noch in Sein und Zeit dazu tendiert Neologismen zu schaffen, um diesem Anspruch gerecht zu werden, ändert sich sein Vokabular später dahingehend, dass er Begriffe der Umgangssprache entlehnt, diese jedoch stark umdeutet. In späten Texten wandelt sich dies noch einmal. Heidegger hat verschiedene Konzepte entwickelt, um das Problem der Unbegrifflichkeit zu explizieren und Alternativen vorzuschlagen. Zentrales Anliegen war ihm dabei immer, dass die philosophischen Begriffe den Menschen angehen müssen, sie müssen ihn er-greifen. Da es zugleich der Mensch ist, der philosophiert, also in dem sich die Metaphysik vollzieht, ist er in die Metaphysik und deren Begriffe einbezogen, Metaphysik ist also ein inbegriffliches Denken.

Die ihn aufbrechenden Begriffe sind nur dann verstehbar, wenn sie nicht als Bedeutung von Beschaffenheiten und Ausstattungen eines Vorhandenen genommen werden, sondern als Anzeige dafür, dass das Verstehen erst den vulgären Auffassungen des Seienden sich entwinden und eigens sich in das Da-sein in ihm verwandeln muss. Strukturen hin, die keinen Dingcharakter haben. Daher kommt es, dass ein Begriff nur im strukturellen Zusammenhang mit anderen Begriffen Sinn ergibt. Zwar hat man das Problem des Begriffszusammenhangs, so Heidegger, in der Geschichte der Philosophie gesehen, was dazu geführt hat, die Begriffe in einem System zu ordnen. Die Geschichtlichkeit des Daseins verwehrt noch mehr als eine Systematik jede Isolierung und isolierte Ablösung einzelner Begriffe. Da Heidegger selbst jedoch seinen Sprachgebrauch nicht als metaphorisch verstanden wissen wollte, bleibt dieser offensichtliche Widerspruch Gegenstand der Forschung.

Heidegger selbst hat es stets abgelehnt, seine Sprache als metaphorisch zu bezeichnen. Die Rede vom Haus des Seins ist keine Übertragung des Bildes vom Haus auf das Sein, sondern aus dem sachgemäß gedachten Wesen des Seins werden wir eines Tages eher denken können, was Haus und wohnen sind. Bestimmte sprachliche Gebilde als metaphorische Konstruktion aufzugreifen stellte für Heidegger eine von ihm kritisierte metaphysische Verfehlung dar, die davon ausgeht, dass ein Innen auf ein Außen übertragen wird. Transport eines Drinnen auf ein Draußen zu verstehen. Diese Charakteristik des Gewissens als Ruf ist keineswegs nur ein Bild, etwa wie die Kantische Gerichtshofvorstellung vom Gewissen.

Sie ist eine Totalempfindung, die auch einzelnen Sinnesdaten vorausgeht. Dieses Gehör hängt nicht nur mit dem Ohr zusammen, sondern zugleich mit der Zugehörigkeit des Menschen zu dem, worauf sein Wesen gestimmt ist. Ge-stimmt bleibt der Mensch auf das, von woher sein Wesen be-stimmt wird. Die metaphysische Trennung von Sinnlichem und Unsinnlichen geht für Heidegger auf Platon zurück. Die Trennung enthüllt sich jedoch als rein konzeptioneller Abstand zwischen beiden Bereichen, über den hinweg die metaphorische Übertragung geschähe.

Für ein Denken, welches versucht, die Metaphysik zu überwinden, lassen sich solche Konzepte nicht aufrechterhalten. Was sollen diese Hinweise, die sich wie eine Abschweifung ausnehmen? Sie möchten uns zur Behutsamkeit bringen, damit wir nicht voreilig die Rede vom Denken als einem Er-hören und einem Er-blicken für eine bloße Metapher halten und sie so zu leicht nehmen. Auge zu erblicken, noch mit dem Ohr vernehmbar. Für Heidegger ist es die Grunderfahrung der Angst, also eine Stimmung, welche uns mit dem Nichts konfrontiert, dann nämlich, wenn die Welt in ihrer Bedeutsamkeit für uns zusammensinkt und die Sinnangebote der Öffentlichkeit nichts für uns sind. Insofern also die Stimmung bei Heidegger der Überwindung metaphysischer Vorstellungen gilt, lässt sich von hier aus auch seine Ablehnung gegenüber der Metapher verstehen, die ja auf die metaphysischen Konzepte und denen sich daraus ergebenden Trennungen angewiesen ist. Wenn wir so reden und meinen, halten wir für ausgemacht, dass wir die Sonne und den Wind an sich kennen.

Das Sagen des Denkens ist im Unterschied zum Wort der Dichtung bildlos. Und wo ein Bild zu sein scheint, ist es weder das Gedichtete einer Dichtung noch das Anschauliche eines Sinnes, sondern nur ein Notanker der gewagten, aber nicht geglückten Bildlosigkeit. Das höchste denkerische Sagen besteht darin, im Sagen das eigentlich zu Sagende nicht einfach zu verschweigen, sondern es so zu sagen, dass es im Nichtsagen genannt wird: das Sagen des Denkens ist ein Erschweigen. Dieses Sagen entspricht auch dem tiefsten Wesen der Sprache, die ihren Ursprung im Schweigen hat.

Not, der die Notwendigkeit der Entscheidung entspringt. Grundlegend für den Heideggerschen Zugriff auf die Seinsproblematik ist die Unterscheidung von Sein und Seiendem, die ontologische Differenz. Dabei vertritt Heidegger den Standpunkt, dass das Sein bis in seine Gegenwart hinein nicht explizit thematisiert worden ist. Man könnte sagen, Heidegger setzt Verstehen mit Sein gleich, was bedeutet: nur was verstanden wird, ist auch, und das, was ist, ist immer schon verstanden, da Seiendes nur auf dem Hintergrund des Seins erscheint. Dass etwas ist und was etwas ist, gehen also stets miteinander einher.