Grauzone einer Wissenschaft PDF

Organspende – Dein Körper gehört mir? Seitdem ich selber hirntote Patienten versorgt habe, glaube ich weder an den Hirntod noch an seine Definition. Ich glaube grauzone einer Wissenschaft PDF Augen, meinen Händen und meinem Gespür.


Författare: Natalia Nowack.
Die relativ junge Disziplin "Musiksoziologie" ist gekennzeichnet von einer Vielfalt von relevanten Zugängen und Theorien. Das Spektrum und die verschiedenen Ansätze dieses Faches zu erkennen, ist daher vor allem im Rahmen einer wissenschaftsgeschichtlichen Betrachtung möglich. In der vorliegenden Untersuchung liegt zudem das Hauptaugenmerk auf einer bislang disziplinären Grauzone: der Musiksoziologie in den "Ost-Block-Ländern". Für diese Untersuchung wurden erstmals in größerem Umfang musiksoziologische Quellen aus der DDR und der UdSSR ausgewertet, die sich zu einem nicht geringen Teil auf noch gültige wissenschaftliche Konzepte beziehen.
In der musiksoziologischen Forschung der DDR sind verschiedene Richtungen zu erkennen: theoretische Musiksoziologie bis hin zur informations- und systemtheoretischen Modellierung (Kaden) und Untersuchungen zur Erhebungsmethodologie (Niemann, Kluge), ideologisch intendierte Sozialgeschichte (E.H.Meyer) und repräsentative Erhebungen ‚für den Dienstgebrauch' des Rundfunks und des Zentralinstituts für Jugendforschung. Diesen und anderen Richtungen liegen zum Teil völlig konträre Konzeptionen zugrunde. Für die Analyse der einzelnen Ansätze wurden mehrere unveröffentlichte Quellen, so Dissertationen und Forschungsberichte mit den Vermerken "vertraulich", aufgearbeitet.
Der Behandlung der ostdeutschen Musiksoziologie ist die der sowjetischen vorangestellt. Einige Vorurteile, wie die Bezeichnung "vulgär" hinsichtlich der Theorien der 1920er Jahre oder die Vorstellung des "Stillstands" der Musiksoziologie zwischen 1930 und 1960, wurden dabei widerlegt. Durch den Vergleich beider Länder konnte der Frage nach dem Überwiegen von ideologischen oder kulturellen Bestimmungsfaktoren in der Fachentwicklung nachgegangen werden.

Zurzeit ist ein Thema mal wieder in aller Munde: Die Organspende. Krankenkassen schicken uns Aufklärungsmaterial und Ausweise zu, die Schulen werben darum und Prominente aller Couleur machen in mehr oder weniger witzigen Werbespots auf dieses Thema aufmerksam. Was ist los und was ist dran an diesem Hype? Zunächst einmal hängt er mit dem neuen Organspendegesetz zusammen, das im vergangenen Herbst in Kraft getreten ist.

Von der Politik unseres Landes gewollt, sollen sich die Menschen mit der Organspende auseinandersetzen und dazu Stellung beziehen. Eine Pflicht zur Entscheidung oder zum Ausfüllen des Ausweises besteht nicht. Aber warum ist das Thema gerade jetzt so brisant? Weil mit dieser Werbeaktion unsere Spendenbereitschaft wieder gesteigert werden soll. Die hatte durch die Klinikskandale der letzten Zeit erheblich gelitten. Man lässt sich das auch einiges kosten: Viele schöne bunte Broschüren und witzige Fernsehspots sollen Lust darauf machen, seine Organe einem anderen Menschen zur Verfügung zu stellen. Ja, man bekommt schon fast ein schlechtes Gewissen, wenn man sie nach seinem Tode für sich behalten will!

Damit geht es auch schon los. Ihr seid nämlich noch gar nicht tot, wenn die Organe entnommen werden. Ihr seid zu Tode definiert und das ist ein Riesenunterschied. Und damit sind wir beim Hauptthema dieses offenen Briefes. Bis heute fehlt eine Aufklärungskampagne, die diesen Namen wirklich verdient.

Sie müsste frei von jeglicher Beeinflussung über Pro und Kontra, Chancen wie Risiken aufklären und genau das passiert nicht. Es wird nur über die Menschen auf der Warteliste gesprochen. Wer aber denkt an die Spender? Sie müssen immerhin erst einmal sterben, um ihre Organe überhaupt spenden zu können! Damit Ihr wisst, mit wem Ihr es zu tun habt, kurz etwas zu mir: Ich habe eine enge Verbindung zu den Themen Hirntod und Organspende, weil ich sehr lange in der Intensivmedizin gearbeitet habe.