Grassittiche PDF

Sein natürlicher Lebensraum ist der innere Landesteil Grassittiche PDF. Er wird etwa 19 bis 22 Zentimeter groß und 30 bis 50 Gramm schwer. Gattung Neopsephotus neu klassifiziert, die derzeit mit N.


Författare: Horst Bielfeld.
Die Grassittiche Australiens gehören zu den farbenprächtigsten und liebenswertesten Papageienvögeln, die in Volieren gehalten und gezüchtet werden. Seit der Ausfuhrsperre durch die australische Regierung 1960 haben sich sehr viele Züchter die ehrgeizige Aufgabe gestellt, die verschiedenen Grassitticharten nicht aus unseren Volieren verschwinden zu lassen und systematisch nachzuzüchten. Dieses Vorhaben ist gelungen. Die grosse und noch weiter steigende Anzahl von reinerbigen Nachzuchten wie von Mutationen und Kombinationsfarbschlägen beweist es. Über das Leben aller 6 Arten der Gattung Neophema und des Bourkesittichs, einziger Vertreter der Gattung Neopsephotus in freier Natur wie in der Voliere wird in diesem Buch ausführlich berichtet, ebenso über die Haltung und Ernährung unter den verschiedenen Bedingungen. Ein besonderes Kapitel befasst sich mit den zahlreichen Farbspielarten, die heute im Ausstellungswesen eine wichtige Rolle spielen. Ausführliche Tabellen erläutern die verschiedenen Vererbungsweisen. Zahlreiche, zum Teil erstmals veröffentlichte Farbbilder zeigen die einzelnen Mutationen.

Bourkesittiche werden etwa 19 bis 22 Zentimeter groß und erreichen ein Gewicht von etwa 30 bis 50 Gramm. Männliche Tiere sind an der Oberseite rotbraun und an der Brust sowie am Bauch rosa bis bräunlich gefärbt. Die Stirn, die Schultern, die Flügel und die Schwanzfedern weisen eine blaue bis graue Färbung auf. Die Farbgebung der Weibchen ist meist weniger intensiv als die der Männchen. Darüber hinaus fehlt ihnen die Blaufärbung an der Stirn. Angestammter Lebensraum der Bourkesittiche ist die trockene, mit Akazien bewachsene, Strauchsteppe im Binnenland Australiens. Bourkesittiche halten sich vorwiegend am Boden auf, da ihre Nahrung hauptsächlich aus Pflanzensamen und Gras besteht.

Bourkesittiche leben paarweise oder in Gruppen von etwa 20 bis 30 Tieren, in der Trockenzeit aber gelegentlich auch in größeren Schwärmen bis etwa 100 Vögel. Die Tiere sind dämmerungsaktiv, also bevorzugt am frühen Morgen oder am Abend aktiv. Sie leben nomadisch und folgen dabei hauptsächlich dem Nahrungsangebot. Sie sind Höhlenbrüter, ihre Brutzeit liegt zwischen August und Dezember. Das Gelege, das aus durchschnittlich drei bis sechs Eiern besteht, wird allein vom Weibchen bebrütet.

Das Männchen übernimmt dabei die Fütterung des Weibchens. Die Brutdauer beträgt im Durchschnitt 18 Tage. Die Jungtiere sind nach etwa vier Wochen flugfähig und nach weiteren ein bis zwei Wochen selbstständig. Die Lebenserwartung liegt bei etwa zehn bis zwölf Jahren. Die ersten lebenden Exemplare kamen im Jahr 1867 nach Europa und wurden im Londoner Zoo gezeigt. Erste Zuchterfolge gelangen zehn Jahre später in Belgien, 1880 in Deutschland und 1906 erstmals in England.

Bourkesittiche sind als Heimtiere vergleichsweise leicht zu halten, jedoch nicht so populär wie beispielsweise Wellensittiche oder Nymphensittiche. Sie wurden und werden zum Teil wegen ihrer Ähnlichkeit im Körperbau fälschlicherweise für rote Wellensittiche gehalten oder als solche verkauft. Für Unterbringung, Fütterung und sonstige Haltungsbedingungen gelten im Wesentlichen die gleichen Bedingungen wie für Wellen- oder Nymphensittiche. Bourkesittiche vertragen sich mit diesen Arten im Allgemeinen gut, so dass eine Vergesellschaftung bei ausreichendem Platzangebot kaum Probleme bereitet. Bei einer Haltung in der Wohnung und damit dem Kontakt zum Menschen sind ihre Dämmerungsaktivität sowie ihre Vorliebe für den Aufenthalt am Boden und die damit verbundenen Gefahren zu beachten. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 1999, ISBN 3-8001-7465-0.