Gottesdienste feiern mit Menschen mit Demenz PDF

Die Woche für das Leben ist eine jährlich wiederkehrende Initiative der Deutschen Bischofskonferenz und der Evangelischen Kirche in Deutschland, mit der sich die beiden Kirchen für den Schutz des menschlichen Lebens engagieren. Sie betont die unantastbare Würde jedes einzelnen Menschen in allen Lebensphasen, besonders wenn diese gefährdet oder in Frage gestellt ist. Gottesdienste feiern mit Menschen mit Demenz PDF Woche für das Leben 2019 widmet sich unter dem Titel Leben schützen.


Författare: Evamaria Molz.
Gottesdienste für Menschen mit Demenz für Fachkräfte in der Altenpflege, Demenzbetreuung und Seniorenarbeit +++ Der Gottesdienst ist für ältere Menschen oft ein wichtiges Ritual – und auch Senioren mit Demenz kann er auf ganz besondere Weise erreichen. Diese Praxismaterialien für Mitarbeiter und Ehrenamtliche in der Altenpflege enthalten alles, was Sie brauchen, um Menschen mit Demenz im kirchlichen Jahreskreis geistlich zu begleiten. Sie erfahren, was für Gottesdienste in Pflegeheimen wichtig ist und was sie in den demenziell veränderten Menschen auslösen können. Der Praxisteil liefert 24 fertige Demenz-Gottesdienst-Vorlagen, die Sie Schritt für Schritt und Wort für Wort umsetzen können. Die Senioren-Gottesdienste speziell für die Demenzbetreuung sprechen sowohl katholische und evangelische als auch weniger konfessionell geprägte Menschen an und beinhalten viele Sinneserfahrungen, Symbol- und Biografie-Elemente sowie schöne Rituale. Sie sind in einfacher Sprache gehalten, orientieren sich an (Lebens-)Themen aus der Bibel und beziehen die Senioren mit ein. Die Schrift ist bewusst groß, damit Sie leicht vorlesen bzw. ablesen können. Eine Musik-CD mit Glockengeläut und bekannten Kirchenliedern sowie alle Liedtexte im kopierbereiten Großdruck sind ebenfalls dabei. Von „Dankbarkeit für ein fruchtbares Leben” an Erntedank über „In Gottes Hand sein” an Allerheiligen bis hin zu „Aufstehen können” an Ostern: Auch ohne eine spezielle Ausbildung gestalten Sie mit diesen Materialien ansprechende Demenz-Gottesdienste, die alle berühren!

Den zentralen Auftakt der Woche für das Leben bildet die bundesweite Eröffnung am Samstag, den 4. Mai 2019 in Hannover durch den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, und den Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm. Zu dieser Eröffnung mit einem ökumenischen Gottesdienst um 11. 00 Uhr in der Marktkirche in Hannover, einem anschließenden Empfang und einer thematischen Veranstaltung mit Vertretern aus beiden Kirchen sowie aus Politik und Gesellschaft laden wir auch im Namen der beiden Ortsbischöfe, Landesbischof Ralf Meister, Hannover, und Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ, Hildesheim, herzlich ein. Reinhard Kardinal Marx, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, und Landesbischof Dr.

Seit nunmehr 25 Jahren begehen wir die ökumenische Woche für das Leben. Wir sind sehr dankbar, dass sich über eine so lange Zeit Christen gemeinsam für den Schutz des menschlichen Lebens engagieren und die unantastbare Würde jedes einzelnen Menschen bewusst machen. In diesem Jubiläumsjahr widmen wir uns unter dem Titel Leben schützen. 000 Menschen das Leben, weil sie in ihrem Leben keinen Sinn mehr sehen, weil sie verzweifelt, hoffnungslos oder krank sind. Wir wollen den Hintergründen von Depression und Todeswunsch nachgehen und Wege für eine bessere Sorge um suizidgefährdete Menschen eröffnen.

Aufmerksam für suizidgefährdete Menschen zu sein, ist aber eine Aufgabe von uns allen. Nicht immer ist eine Selbsttötung zu verhindern. Angehörige und Freunde und oftmals professionelle Berater, die dem Toten verbunden waren, erfahren dann selbst Leid und Trauer. Als Christen wollen wir unseren Mitmenschen beistehen in ihrem Nachdenken über das, was sie hält und trägt, und über das, was brüchig und dunkel ist. Das diesjährige Themenheft trägt unterschiedliche Ansätze der Suizidprävention zusammen: den medizinischen, psychologischen, pädagogischen und pastoralen Umgang mit Suizidgefährdung.

Es zeigt auf, welche Hilfen und Perspektiven der christliche Glaube in Verbindung mit professioneller Unterstützung anbietet und schlägt Elemente für einen ökumenischen Gottesdienst vor. Suizid kommt häufig vor, dennoch werden Suizidalität und Suizidprävention in unserem Land nur selten thematisiert. Bei der Suizidprävention geht es zunächst um das Verhüten des Todes durch Suizid im akuten Fall, wozu natürlich Klärung, Diagnostik, Fürsorge und gegebenenfalls Therapie gehören. Suizidprävention findet aber schon im Vorfeld einer Behandlung statt, zum Beispiel durch Aufklärung der Bevölkerung und Enttabuisierung. Jährlich sterben in Deutschland etwa 10. 000 Menschen durch Suizid, weltweit sind es mehr als 800. Suizide ereignen sich in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen, woraus die Weltgesundheitsorganisation einen Zusammenhang zwischen psychosozialer Lebenssituation und Suizidalität ableitet.

Suizidalität ist ein zutiefst menschliches Geschehen und Erleben, das in seiner Komplexität wohl nie vollständig verstehbar sein wird. Suizidalität entwickelt sich in drei Stadien: Im ersten Stadium, dem sogenannten Erwägungsstadium, tragen sich Betroffene mit Suizidgedanken und -ideen, können sich jedoch von diesen distanzieren. Suizidale Krisen entstehen in seelischer Not und Suizid wird dann als einziger Ausweg erlebt. In der Regel wird die Entscheidung zum Suizid in Bedrängnis und Unfreiheit getroffen. Betroffene beschreiben oft, dass ihre Suizidvorstellungen so mächtig sind, dass in ihrem Denken für nichts anderes mehr Raum ist. Suizidale Krisen werden oft durch Kränkungen ausgelöst, die das Selbstwertgefühl verletzen.

Bekannte Risikofaktoren für Suizidalität sind seelische Erkrankungen, insbesondere Depressionen und Suchterkrankungen, aber auch körperliche Erkrankungen, akute belastende Lebensereignisse wie Verlust des Partners oder des Arbeitsplatzes, Untersuchungshaft und frühere Suizidversuche. Umgekehrt bedeutet das Vorhandensein einer oder mehrerer dieser Risikofaktoren nicht, dass eine Suizidgefährdung tatsächlich vorliegt. Suizidgefährdete Menschen senden in der Regel Signale aus. Sie wünschen sich, dass jemand darauf reagiert. Solche Alarmzeichen können sein: Angst, Hoffnungslosigkeit, Verzweiflung, Vernachlässigung sozialer Beziehungen bzw. Wie kann ich helfen, wenn ich jemanden für suizidal halte?