Glück und Tugend bei Aristoteles PDF

Dies ist ein als lesenswert ausgezeichneter Artikel. Büste des Glück und Tugend bei Aristoteles PDF, römische Kopie eines griechischen Originals, 1. Sokrates selbst hinterließ keine schriftlichen Werke.


Författare: Christine Numrich.

Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Philosophie – Philosophie der Antike, Note: 2.0, Freie Universität Berlin, Veranstaltung: "Aristoteles¿ Nikomachische Ethik", Sprache: Deutsch, Abstract: 01.1 Die Nikomachische Ethik
In seinen Ausführungen zur Ethik geht es Aristoteles hauptsächlich darum, wie ein gutes Leben zu leben ist . In enger Verbindung dazu steht seine politische Lehre, mit dem Staat als die Form des gesellschaftlichen Zusammenlebens, die am ehesten dazu geeignet ist, ein vollkommenes Leben zu garantieren.
Um in etwa bestimmen zu können, welches Verhalten und welche Eigenschaften denn nun zu einem guten Leben führen, nimmt Aristoteles sich allgemein für gültig erachtete Meinungen (endoxa) vor, prüft und analysiert sie, um so dann theoretisches Wissen über ethisch vollkommenes Verhalten daraus ableiten zu können.
Im Zentrum der Untersuchung stehen dabei die Begriffe des Glückes (eudaimonia) und der Tugend (aretê).Diese sollen im Folgenden genauer beleuchtet werden. Beginnen wir mit dem Glück.

Die Überlieferung seines Lebens und Denkens beruht auf Schriften anderer, hauptsächlich seiner Schüler Platon und Xenophon. Sie verfassten sokratische Dialoge und betonten darin unterschiedliche Züge seiner Lehre. Jede Darstellung des historischen Sokrates und seiner Philosophie ist deshalb lückenhaft und mit Unsicherheiten verbunden. Sokrates’ herausragende Bedeutung zeigt sich vor allem in seiner nachhaltigen Wirkung innerhalb der Philosophiegeschichte, aber auch darin, dass die griechischen Denker vor ihm heute als Vorsokratiker bezeichnet werden. Sokrates habe die Philosophie als Erster vom Himmel auf die Erde heruntergerufen, unter den Menschen angesiedelt und zum Prüfinstrument der Lebensweisen, Sitten und Wertvorstellungen gemacht, bemerkte der römische Politiker Cicero, der ein vorzüglicher Kenner der griechischen Philosophie war. Zu Sokrates’ Lebzeiten war Athen als Vormacht im Attischen Seebund und infolge der Ausgestaltung der Attischen Demokratie das politisch-gesellschaftlich tiefgreifendem Wandel und vielfältigen Spannungen ausgesetzte kulturelle Zentrum Griechenlands. Entfaltungschancen für neue geistige Strömungen in Athen.

Was ihn von den Sophisten unterschied und zur geistesgeschichtlichen Gründerfigur machte, waren die darüber hinausgehenden Merkmale seines Philosophierens. Bemühen, den Dingen auf den Grund zu gehen und z. Methodisch neu zu seiner Zeit war die Maieutik, das von Sokrates eingeführte Verfahren des philosophischen Dialogs zwecks Erkenntnisgewinn in einem ergebnisoffenen Forschungsprozess. Originär sokratisch war ferner das Fragen und Forschen zur Begründung einer philosophischen Ethik.

Daran knüpft sich ein viertes Element des mit Sokrates verbundenen philosophischen Neubeginns: die Bedeutung und Bewährung philosophischer Einsichten in der Lebenspraxis. In dem mit seinem Todesurteil endenden Prozess bescheinigte Sokrates seinen Widersachern, dass sie erkennbar im Unrecht seien. Gleichwohl lehnte er anschließend die Flucht aus dem Gefängnis ab, um sich nicht seinerseits ins Unrecht zu setzen. Werdegang des Sokrates ist für die erste Lebenshälfte kaum etwas und danach auch nur Lückenhaftes bekannt. Die biographischen Hinweise stammen im Wesentlichen aus zeitgenössischen Quellen, deren Angaben sich allerdings teilweise widersprechen. Laut Platon war Sokrates 399 v. 70 Jahre alt, woraus sich als Geburtsjahr das Jahr 469 v.