Geschichte Namibias PDF

Die Geschichte Namibias umfasst die historischen Entwicklungen auf dem Territorium der Republik Namibia von der Ur- und Frühgeschichte bis nach der Unabhängigkeit des Staates. Im Süden des Landes geschichte Namibias PDF Fragmente von Steinplatten der Apollo-11-Höhle mit Menschen- und Tierdarstellungen werden auf 27. Bis zur ersten Entdeckung durch die Europäer war das Land sehr dünn durch die teilweise nomadisch lebenden Völker der Damara und San bewohnt. Man vermutet, dass es sich bei den San um Nachfahren der ursprünglichen Bevölkerung des südlichen Afrikas handelt.


Författare: Marion Wallace.
»Dieser Band wird auf Jahre hin eine un­ver­zichtbare Einführung in die Geschichte Namibias (…) sein.« (Henning Melber, Dag Hammarskjöld Stiftung, Uppsala)
»Marion Wallace legt nichts weniger als die erste moderne allgemeine Geschichte Namibias vor. Forschende und Studierende zu Namibia und dem südlichen Afrika werden von ihrer sorgfältigen Darstellung der verschiedenen Aspekte der namibischen Geschichte – vom deutschen kolonialen Rassenstaat und dem ersten Genozid des 20. Jahrhunderts bis zur faktischen Annexion durch Südafrika und die sehr späte Unabhängigkeit – wesentlich profitieren.« (Jürgen Zimmerer, Universität Hamburg)
1990 erlangte Namibia, das ehemalige Deutsch-Südwestafrika, als letzte afrikanische Kolonie die Unabhängigkeit. Mit diesem Buch liegt erstmals eine umfassende Einführung in die Geschichte dieses faszinierenden Vielvölkerstaates in deutscher Sprache vor.
Die Historikerin Marion Wallace (London) und der Archäologe John Kinahan (Windhoek) bieten einen fundierten Überblick über die historischen Epochen und gesellschaftlichen Entwicklungen seit den ersten Niederlassungen von Menschen in den Savannen und Wüsten des südwestlichen Afrikas.
Die vielschichtige Darstellung der deutschen und der von Apartheitspolitik und Befreiungskampf geprägten südafrikanischen Kolonial­zeit schließt mit einer Einschätzung von Gesellschaft, Politik und Wirtschaft des unabhängigen Namibias.

Als erster Europäer erreichte 1486 der Portugiese Diego Cao auf dem Seeweg die Küste am heutigen Kreuzkap, wo er durch die Aufstellung eines Steinkreuzes das Land für Portugal in Besitz nahm. Durch weiße Kolonialisten im südafrikanischen Kapland verdrängt, kamen seit etwa 1820 von der europäischen Kultur beeinflusste und mit den Nama verwandte Orlam-Stämme von Süden aus ins Land und brachten neben anderen europäischen Gütern auch moderne Schusswaffen mit, was den Nama einen militärischen Vorteil verschaffte, so dass sie die bantusprachige Bevölkerung weit nach Norden zurückdrängen konnten. Weiße Händler und Missionare fühlten sich bedroht und baten Großbritannien und das 1871 gegründete Deutsche Reich um Unterstützung. Dessen wachsende Stärke und Einfluss fürchtend, besetzte Großbritannien 1878 das Gebiet um die Walvis Bay. Die Deutsche Kolonialgesellschaft für Südwestafrika wurde am 30.

April 1885 gegründet, um deutsche Siedler ins Land zu holen und Farmland zu verpachten. Dies wurde ohne Rücksicht auf die Stammesgebiete vorgenommen, was unweigerlich zu Spannungen führte. Nachdem es in der Folgezeit immer wieder zu Übergriffen auf deutsche Siedler und Händler durch die unterworfenen Stämme gekommen war, erhoben sich im Januar des Jahres 1904, in Okahandja beginnend, die Herero in einem Aufstand, der sich schnell über das ganze Land ausbreitete. Die während des Herero-Aufstandes zum Teil auf deutscher Seite kämpfenden Nama versuchten im Anschluss selbst, ihre Unabhängigkeit wiederzuerlangen, scheiterten aber ebenfalls endgültig im März 1908.