Geschöpflichkeit und Freiheit PDF

Die Firmung gehört immer noch zu den „Pflicht-Sakramenten“ – selbst wenn in vielen Gemeinden auch die Zahl der Firmbewerber zurückgeht. Auch das, was Firmung bedeutet, ist geklärt: Wer als Kind getauft wurde, kann nun sein eigenes, selbstbestimmtes „Geschöpflichkeit und Freiheit PDF“ zum Glauben sprechen. Alter der Firmanden sollte daher so gewählt werden, dass die naive Imitation der Eltern oder der Altersgenossen wegfällt.


Författare: Stephanie Bohlen.
Die Technisierung unserer Welt schreitet fort. Mit ihr erweitern sich die Möglichkeiten des Menschen, in die Natur einzugreifen. Doch jeder Eingriff in die Natur ist mit Risiken verbunden. Von daher erklärt sich das Interesse an der theologischen Deutung der Welt als Schöpfung auch in unserer Zeit. Denn der Schöpfungsglaube könnte dem menschlichen Streben, die Welt technisch in den Griff zu bekommen, noch einmal Grenzen setzen. Doch ist der Verweis auf den Schöpfungsglauben nicht unproblematisch. Denn es ist fraglich, worin denn das Gespräch von Naturwissenschaften und Theologie überhaupt seinen ermöglichenden Grund haben kann, beansprucht doch der, der die Welt als Schöpfung deutet, nicht, eine naturwissenschaftliche Aussage zu ihrer Entstehung zu machen.

Firmung ist Tauferneuerung“ – das ist die einleuchtende und knappe Formel. Schade nur für das ganze Konzept, dass das Firmsakrament doch etwas anderes ist. Ein Teil dieser Katechese erscheint demnächst als farbiges Heft in der Reihe „Kannst Du mir das mal erklären? In unserem katholischen Glauben gibt es vieles, was nicht so einfach zu verstehen ist. Vor allem, wenn jemand Dich danach fragt, der selbst nicht katholisch ist – oder »nicht so richtig katholisch«. Beichte«, »Anbetung«, »Erlösung« oder eben »Firmung« mit unserem Glauben zu tun haben, dann müssen wir natürlich zuerst überlegen, was denn »Glauben« eigentlich bedeutet. Aber, ich behaupte einfach mal, dass dieser Vergleich nicht zu toppen ist: »Der Glaube an Gott ist so ähnlich wie eine Liebesbeziehung zwischen Menschen.

Dieser Vergleich ist so gut und lässt so Manches verstehen, das vorher ganz seltsam klang, dass ich lange Zeit gar nicht gemerkt habe, dass der Vergleich: »Glauben – das ist so ähnlich wie Deine Beziehung zu Deinem Freund « gar kein Vergleich ist – beides ist tatsächlich dasselbe. Beziehung, so finden sich immer wieder Anknüpfungspunkte, die plötzlich erhellen, was zuvor recht verwirrend klang. Eine Beziehung zu einem Freund, eine Liebesbeziehung oder eine Partnerschaft – da kann sich jeder etwas darunter vorstellen. Jeder weiß um die Voraussetzungen, die dazu nötig sind. Glauben und Gottesbeziehung sind uns in großen Teilen fremd geworden – und so ist es durchaus hilfreich, das Menschliche zu nehmen um dadurch das Göttliche zu veranschaulichen.