Georg von Albrecht (1891 – 1976)-Studien zum Leben und Schaffen des Komponisten PDF

Zur Navigation springen Zur Suche springen Die Sinfonie Nr. Dafür gibt es keinen schriftlichen Beleg von seiner Hand, allerdings soll sich Bruckner nach mündlicher Mitteilung seines Arztes, Dr. Georg von Albrecht (1891 – 1976)-Studien zum Leben und Schaffen des Komponisten PDF 1887 nahm Bruckner die Arbeit an der Neunten auf. Erste Skizzenentwürfe, die in der Biblioteka Jagiellońska in Krakau aufbewahrt werden, datieren vom 12.


Författare: Alexander Schwab.
Als Schüler von S. Tanejew und A. Glasunow in Rußland sowie M. v. Pauer, H. Lang und E. Sträßer in Deutschland verbindet der deutsch-russische Komponist Georg von Albrecht in seinem Werk moderne Kompositionstechniken mit Elementen überwiegend russischer Folklore wie auch antiker (vor allem byzantinischer) Musik. Diese Verbindung wird in einem Prozeß der organischen Entwicklung innerhalb einzelner Werke vollzogen und orientiert sich an musikgeschichtlichen Entwicklungsprinzipien: Während die älteren und einfacheren Musikelemente meistens den Ausgangspunkt der Werke bilden, kommen moderne Techniken wie z.B. Polytonalität und Dodekaphonie als Ergebnis der musikalischen Entwicklung an dynamischen Höhepunkten der Werke zustande.

Von Albrechts Musik weist auch zahlreiche zukunftsweisende Neuerungen in Melodik, Harmonik, Rhythmik und Form auf, die in der vorliegenden Arbeit eingehend besprochen werden.

Bruckner in einem Brief vom 18. Beschäftigung mit ihr schon fast vier Jahre zurücklag. Die ersten drei Sätze der Neunten wurden zum ersten Mal im Wiener Musikvereinssaal am 11. Februar 1903 durch das Wiener Concertvereinsorchester, das Vorläuferorchester der Wiener Symphoniker, unter dem Dirigenten Ferdinand Löwe in dessen eigener Bearbeitung aufgeführt.

Der Erstdruck der ersten drei Sätze in der Bearbeitung von Ferdinand Löwe erfolgte 1903 beim Musikverlag Doblinger in Wien. Zugleich gilt Bruckner aber auch neben Franz Liszt als einer der wesentlichen Innovatoren der Harmonik des späten 19. Zugleich weitet er die Form und steigert sie ins Monumentale. Auch die Erweiterung des Orchesterapparates ist Ausdruck dieser Massenzunahme. Außergewöhnlich ist die Fuge im Finalsatz der 9.

Sinfonie, wobei die Hereinnahme einer Fuge im symphonischen Kontext bei Bruckner erst einmal nicht ungewöhnlich ist. Gegenüber dem sonstigen Gebrauch der Finalsatzhauptthemen als Fugenthema weist das Hauptthema des Finales der 9. Sinfonie zunehmend seine Technik des Zitierens. Zweifellos zeigt die von Bruckner verwendete Form der Integration der Zitate im Adagio der Neunten Symphonie das differenzierteste Erscheinungsbild. Sinfonie ein wichtiges Bindeglied zwischen Spätromantik und Moderne dar.

Satzes durch das Te Deum: zuzüglich ca. Zu Beginn intonieren die Streicher im Tremolo den Grundton d, der im dritten Takt von den Holzbläsern gefestigt wird. Das machtvolle Hauptthema im ersten Satz imponiert dadurch, das zunächst der d-Moll-Klangraum durch die rhythmisch markante Oktavversetzung der Töne d und a bekräftigt wird. Plötzlich kommt es zu einer Ausweichung zum Ton es beziehungsweise nach Ces-Dur.

Letzteres wird als Dominante zu e-Moll umgedeutet. Es folgt eine mehrfache Kadenzierung über C-Dur und g-Moll nach A-Dur — und endlich nach D-Dur. Am Ende der Exposition kommt es zu einem Innehalten auf dem Ton f. Bezüglich der formalen Gestaltung der Durchführung und der anschließenden Reprise geht Bruckner auf seinem symphonischen Weg einen Schritt weiter, indem er die beiden Abschnitte nicht separiert, sondern miteinander verschmelzen lässt.

Diese beiden Teile sind der inneren Anlage nach nicht nur durch Verlötung der Naht zu einem einheitlichen Ganzen geworden. Nach dieser komponierten Pause intonieren die Holzbläser einen auf Vierteln rhythmisierten, markanten Dissonanzakkord mit den Tönen e, gis, b und cis. Dieser Akkord kann auf verschiedene Weise analysiert werden. 8-Takt führt den Zuhörer mit seiner Doppeldeutigkeit und seinen metrisch und rhythmisch unerwarteten Verschiebungen regelrecht in die Irre. Die wiederholten Fis-Dur-Dreiklangsbrechungen werden durch die Leittöne eis und his verfremdet — insgesamt hat das Trio eine spukhafte Wirkung. Stimmung zu entsprechen suchende Deutungen erfahren und wird diese zweifellos künftighin erfahren.