Frauen im Leben deutscher Dichter PDF

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Författare: Philipp Witkop.

"Ich habe Frauen gezeichnet, nicht wie sie in sich selber, sondern wie sie im Leben eines Dichters bedeutsam waren, wie sie einem Dichter, ein Dichter ihnen zum Schicksal wurde." Philipp Witkop – seinerzeit Professor für Neuere deutsche Literatur – beschreibt die Mütter, Schwestern, Ehefrauen und Geliebten von berühmten deutschen Schriftstellern wie Goethe, Heine, Keller, Kleist, Hölderlin und einigen mehr. Mit Portraits und Briefzitaten ist daraus ein unterhaltsames Buch geworden, das private Einblicke in die Beziehungen zwischen den Personen bietet. So erfährt man z.B. dass Goethe zu seiner jüngeren Schwester Cornelia eine ganz besondere Verbindung hatte und bei ihrer Hochzeit schrieb: "Ich verliere viel an ihr, sie versteht und erträgt meine Grillen." Nachdruck der Originalausgabe von 1922.

Die ideale Frau sollte sich neben ihrer arischen Abstammung durch Charaktereigenschaften wie Treue, Pflichterfüllung, Opferbereitschaft, Leidensfähigkeit und Selbstlosigkeit auszeichnen. Zwischen der offiziellen Ideologie und propagandistischen Vorgaben und der tatsächlichen Rolle der Kategorie Geschlecht im Nationalsozialismus ergaben sich erhebliche Unterschiede und Zielkonflikte. Ein besonderer Zielkonflikt wird im Bereich der Landwirtschaft gesehen. Der Zielkonflikt wird auch im Sport deutlich.

Einerseits wurde vor allem im Schulsport ein traditionelles Frauenbild im Sinne der Verherrlichung der Mutterrolle zelebriert, andererseits zählten bei Olympischen Spielen in der Nationenwertung Frauenmedaillen genauso viel wie die Medaillen der Männer, so dass im Spitzensport ein hoch intensives Training betrieben wurde. Ein biographischer Roman über Carmen Mory, Frau im Pelz beschreibt unterschiedlichste Frauenbilder und -rollen im Dritten Reich. Carmen Mory, eine Schweizer Journalistin und Agentin, war in Berlin 1934 glamourös aufgetreten, hatte sich einzelnen Nazigrößen angebiedert und war als Gestapoagentin angeworben worden. Wahl ihrer Symbolik und ihres Auftretens. Nach 1933 wurde in Hannover eine ganze Serie von Straßen nach toten – männlichen – Parteigängern benannt.

Deren Führerin und damit die ranghöchste Frau im Nationalsozialismus war Gertrud Scholtz-Klink. Die NS-Frauenschaft und das Deutsche Frauenwerk zählten vier Millionen Mitglieder sowie weitere vier Millionen inkorporierte Mitglieder. Nach 1939 stieg ihre Zahl um weitere zwei Millionen an. Hinzu kam der bisher wenig beachtete Reichsluftschutzbund mit 12 Millionen Mitgliedern, die wiederum zu 70 Prozent weiblich waren.

Das NS-Regime unterstellte sich die Schwesternschaften vom Deutschen Roten Kreuz. Alle neuen DRK-Oberinnen mussten durch Gertrud Scholtz-Klink gebilligt werden. Joseph Goebbels eröffnet am Kaiserdamm die Ausstellung Die Frau, Frauenleben und -wirken in Familie, Haus und Beruf am 18. Der Führer entwickelt ganz neue Gedanken über unsere Stellung zur Frau. Gebiet sind wir bei der ersten Wahl hart angegriffen worden.

Die Frau ist Geschlechts- und Arbeitsgenossin des Mannes. Sie ist das immer gewesen und wird das immer bleiben. Nach dem nationalsozialistischen Ideal sollte die Frau sich im Gegensatz zu den emanzipatorischen Entwicklungen in der Weimarer Republik wieder vermehrt dem Mann unterordnen. Gesetze schränkten Berufs- und Bildungschancen der Frauen deutlich ein. Hitler sagte auf dem Reichsparteitag der NSDAP am 8. Wort von der Frauenemanzipation ist ein nur vom jüdischen Intellekt erfundenes Wort. Den ersten, besten und ihr gemäßesten Platz hat die Frau in der Familie und die wunderbarste Aufgabe, die sie erfüllen kann, ist die, ihrem Volk Kinder zu schenken.

Die Psychologin Eva Sternheim-Peters beschreibt in ihren Erinnerungen die Zeit des Nationalsozialismus, dass die ideologische Ungleichwertigkeit von Frauen und Männern nicht sofort erkennbar gewesen sei, sondern viele Frauen damals auch begeistert mitgelaufen seien. Die Kooperationsbereitschaft mit dem NS-Staat von Führerinnen der bürgerlichen Frauenbewegung habe den Übergang in die ideologische Eingliederung in den NS-Staat nahtlos gemacht. Bedingung, dass die zukünftige Ehefrau vor der Eheschließung berufstätig war und den Beruf aufgab. Die Abzahlung des Kredites verringerte sich um ein Viertel pro Geburt eines Kindes. Staatlich veranschlagtes Soll waren somit vier Kinder. Schulabgängerinnen leisteten 1939 ein obligatorisches Pflichtjahr in der Landwirtschaft und in kinderreichen Familien. Wohlfahrtsstaatliche Stabilisierung der Familien, die Kinder wünschten, wurde eingeführt.

Mai 1939 wurde erstmals das Mutterkreuz verliehen. Muttertag das Ehrenkreuz der deutschen Mutter: für vier Kinder Bronze, ab sechs Kindern Silber und für acht und mehr Kinder das Ehrenkreuz in Gold. Dennoch entfielen 1939 auf eine Durchschnittsehe 1,3 Kinder. 1354 verankert, der das Entscheidungsrecht in Eheangelegenheiten dem Mann zusprach.

Juli 1934 trat unter Federführung von Otto Palandt eine neue Justizausbildungsverordnung in Kraft. 2014 erschien in englischer Übersetzung und 2015 auch im deutschen Original Wolfhilde von Königs Kriegstagebuch einer jungen Nationalsozialistin. Ich glaube nicht, daß es eine Degradierung der Frau ist, wenn sie Mutter wird, sondern ich glaube im Gegenteil, daß es ihre höchste Erhebung ist. Es gibt keinen größeren Adel für die Frau, als Mutter der Söhne und der Töchter eines Volkes zu sein. Ich würde mich schämen, ein deutscher Mann zu sein, wenn jemals, im Falle eines Krieges, auch nur eine Frau an eine Front gehen müsste!