Fortschritte der Chemischen Forschung PDF

Durch Fortschritte in der Biologie wie in den bildgebenden Verfahren weiß man immer besser wie unser Hirn und unser Körper funktioniert. Es wird dabei auch deutlich, dass Psychotherapie und Psychopharmakatherapie einen ähnlichen Angriffspunkt im Gehirn haben. Die Kenntnis der Fortschritte der Chemischen Forschung PDF an den Nervenzellen bringt Biologie und Psychotherapie wieder einander näher.


Författare: F. G. Fischer.

Erfahrung verändert das Gehirn genau so wie die Medikamente tun. Gene sind deshalb nur bedingt Schicksaal. Synapse Der Begriff Synapse wurde 1897 von Sherrington für die Verbindungsstelle zwischen 2 Nervenzellen eingeführt, an dieser werden Informationen zwischen den Zellen ausgetauscht. Inzwischen ist der Begriff allgemeiner verwendet worden.

Der erste Transmitter der genauer bekannt wurde war Acteylcholin, zwischenzeitlich wurden etwa 100 Neurotransmitter identifiziert. An seinen Beispiel werden Transmitter noch immer in Biologiebüchern näher erklärt. Axoplasma, bis zum Ende der Nervenfaser transportiert. Vorratshaltung“ und bleibende Veränderungen eine Rolle. Der transport geht dabei in beide Richtungen, antegrad und retrograd.

Die chemische Synapse besteht aus einem Spalt zwischen zwei Nervenzellen. Der Informationsaustausch zwischen den Zellen geschieht in den Synapsen also mittels chemischer Botenstoffe. Rezeptoren werden in ionotrope Rezeptoren und metabotropen Rezeptoren unterschieden. Die ionotropen Rezeptoren können nachdem ein spezifischer Transmitter gebunden hat direkt ein elektrisches Potential aufzubauen, da sie strukturell zugleich einem Ionenkanal entsprechen. Ionenkanäle sind hochspezialisierte Öffnungen, durch die bei Bedarf Ionen strömen können.

20 mmol, im Gehirn 10 000x mehr vorhanden als z. Damit können bestimmte Ionen in die Zielzelle eindringen und erhöhen oder verringern ihr Potential. Die Ladung der durch die Ionenkanäle wandernden Ionen bestimmt, ob es sich bei der Synapse um eine erregende oder hemmende Synapse handelt. Positiv geladene Ionen erhöhen das Potential im Inneren der Zelle und damit die Wahrscheinlichkeit, daß die Zelle feuert. Metabotrope Rezeptoren können nur indirekt ein Potential aufbauen nachdem ein spezifischer Transmitter gebunden hat. Dies funktioniert über die Zwischenschaltung einer „second messenger“-Kaskade, die z. G-Proteine, Adenylatzyklase, cAMP und cAMP-abhängige Kinasen, die dann Kanalproteine phosphorylieren, umfassen.

Die Neurotransmitter werden aus den Synapsen wieder recycelt. Nervenzelle die den Transmitter ausgeschüttet hat, ist besonders über die Serotonin Wiederaufnahmehemmer allgemein bekannt geworden. Dieser Wirkmechanismus gilt allerdings auch für andere Neurotransmitter und auch andere Antidepressiva. Die Wiederaufnahme der Neurotransmitter spielt auch biologisch bei Persönlichkeitsstörungen und anderen Erkrankungen eine Rolle. Möglicherweise spielen die Stützzellen im ZNS eine größere Rolle als bisher angenommen. Gliazellen werden schon lange nicht mehr als nur passive Elemente der Nervensysteme angesehen.

Daß sie aber an synaptischen Prozessen direkt beteiligt sind oder gar selbst synaptisch aktiv werden, eröffnet eine ganz neue Dimension für die Funktion von Gliazellen und für die zelluläre Informationsverarbeitung im Gehirn. Eine Sonderform sind die elektrischen Synapsen. Bei einer elektrischen Synapse sind zwei Neuronen direkt durch Kanäle verbunden, über die sich die elektrische Erregung von einem auf das andere Neuron fortpflanzen kann. Das anatomische Korrelat zu elektrischen Synapsen sind die sogenannten Gap-Junctions. Prä- und postsynaptische Membranen sind dicht aneinander gelagert. Bedeutung der Synapsen für das Funktionieren den Gehirns, Lernen wie auch Krankheiten- Mit Hilfe einer Naktschnecke wurde das Rätsel des menschlichen Gedächtnisses und Lernens teilweise gelöst.